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BAD STAFFELSTEIN

Bad Staffelsteiner Realschüler haben alle bestanden

Bad Staffelsteiner Realschüler haben alle bestanden
Exemplarisch für den Corona-Abschluss-Jahrgang der Bad Staffelsteiner Realschule: die10a mit Lehrer Andreas Herbst (sitzend 2. von li.). Foto: Monika Schütz

Heuer ist alles anders. Keine Blumen, kein Sektempfang, kein Tanzkurs, kein Abschlussball, nur sehr wenige Gäste. Auch kein Auftritt der Schülerband oder des Chores. Nicht zuletzt sind alle Abschlussprüfungen verschoben worden. Dieses Jahr 2020 wird den Zehntklässern der Viktor-von- Scheffel-Realschule bestimmt in besonderer Weise im Gedächtnis hängen bleiben.

Die Entlassfeier, die am Freitag, am letzten Schultag, in der Aula statt in der Adam-Riese-Halle stattfand, war auch geprägt von einem speziell ausgearbeiteten Zeitplan, um den vorgeschriebenen Hygienemaßnahmen gerecht zu werden. So wurden die Zeugnisse an die Klassen fünf bis neun bereits in der ersten Schulstunde ausgegeben. „Wir dürfen nicht so viele Personen gleichzeitig hier haben“, erklärte die stellvertretende Schulleiterin Monika Greßmann-Schierer.

Einbahnstraßenregelung statt fröhlichem Getümmel

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Selina Finzel und Simon Schwarz (re.) überreichen ihren Lehrern (v. li.) Michael Blinzler, Michael Keller und Andreas Herbst ein Abschiedspräsent. Foto: Monika Schütz

540 Schüler besuchen derzeit die Realschule. Wo sonst am letzten Schultag fröhliches Getümmel auf den Pausenhöfen herrscht und lustiges Stimmengewirr den Ferienbeginn ahnen lässt, ist an diesem Freitag Einbahnstraßenregelung und Desinfekton angesagt. Nur zwei Personen durfte jeder Zehntklässer mit zur Feier nehmen, begonnen wurde der Festtag mit der Klasse10 a.

Es ist die größte Klasse der zehnten Jahrgangsstufe, 27 Schülerinnen und Schüler zählt sie. „Das ist Corona-Maximal-Bestuhlung“ deutet Direktor Peter Gerhardt auf die Abstände. Schüler und ihre Gäste sitzen gruppenweise, auch der Platz hinter den Absperrungen und auf den Stufen wird genutzt. Dennoch ist die Stimmung gut, fast heiter, gelassen und voll festlicher Vorfreude.

Ohne Corona-Bonus und leichtere Aufgaben

Die jungen Damen und Herren haben sich schick gemacht, kommen elegant mit Kleid oder Anzug zu ihrem letzten Schultag. 83 sind zu den Prüfungen angetreten, alle 83 haben bestanden. „Und das ohne Corona-Bonus, ohne aufgeweichten Punkteverteilungsschlüssel, ohne leichtere Aufgaben“, lobte Schulleiter Peter Gerhardt „seine “ Schüler. 20 davon erreichten im Durchschnitt sogar eine „1“ vor dem Komma. Spontaner Applaus der Gäste.

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Elternbeiratsvorsitzender Michael Horn (li.) betonte: „Lasst euchnicht verbiegen!“ Foto: Monika Schütz

Viele Glückwünsche sprach Helmut Fischer den jungen Absoventen aus: Der stellvertretende Landrat gratulierte zum „Abschluss in dieser ungewohnten Corona-Zeit“ sehr herzlich. Sein Landkreis-Geschenk für jeden Absolventen hatte er sorgfältig zusammengestellt und neben dem Rednerpult aufgebaut.

„Ihr seid ganz tolle junge Menschen, von denen auch ich etwas lernen konnte.“
Andreas Herbst, Klassleiter der 10a
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Das beste Ergebnis in der Englisch-Abschlussprüfung erreichte David Müller (re.). Von links: Andreas Herbst, Peter Gerhardt und Monika Greßmann-Schierer. Foto: Monika Schütz

Ein herzhaftes Grinsen zauberte Michael Horn, Vorsitzender des Elternbeirates, in die Gesichter von Schülern und Gäste:„Als ich in meiner Schule damals fertig war, dachte ich: Gott sei Dank, der Scheiß ist rum. Hinterher hab ich gedacht: Eigentlich war es eine schöne Zeit. Lasst Euch nicht verbiegen!“, rief er den jungen Leuten zu.

Schlussworte – und die waren ehrlich und sehr gefühlvoll – sprach Andreas Herbst, der Klassleiter der 10a: „Ihr seid ganz tolle junge Menschen, von denen auch ich etwas lernen konnte.“ Es folgten die weiteren Zehnten nach Schülerzahl geordnet: die 10c mit ihrer Lehrerin Mareike Brodkorb, die 10b mit Lehrerin Anna-Lena Prandell und abschließend die 10d mit ihrer Lehrerin Dagmar Koch.

Von Monika Schütz

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