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BAD STAFFELSTEIN

Bad Staffelstein: Vom Corona-Osterei der Pfarrei St. Kilian

Bad Staffelstein: Vom Corona-Osterei der Pfarrei Sankt Kilian
Mit einem festlich geschmückten Osterei dekorierten die Damen die Absperrungen an den Kirchenbänken. Foto: Winfried Butz

Die Verantwortlichen der Pfarrei Sankt Kilian hatten eigentlich fest damit gerechnet, dass in diesem Jahr die kirchlichen Termine rund um die Osterfeiertage, zwar nach den strengen Auflagen des geltenden Infektionsschutzgesetzes, aber dennoch stattfinden könnten. Doch in der Woche vor der beginnenden Karwoche stand dann alles wieder auf der Kippe. Die immer stärker ansteigenden Infektionszahlen stellten den geplanten Ablauf in Frage. In vielen Pfarreien wurden auch Alternativen geplant, damit das höchste Fest im Kirchenjahr, nicht wie im vorigen Jahr, ganz ausfallen müsste.

In der Stadtpfarrkirche Sankt Kilian plante man, unter bestehenden Hygienemaßnahmen, einen geregelten Ablauf. Um die Abstandsregeln einzuhalten, hatte der katholische Frauenbund die Absperrungen an den Bankreihen der Pfarrkirche in der Karwoche mit Dornenkrone und Kreuz und zum Osterfest mit einem festlich geschmückten Osterei, dekorativ gestaltet. Die Damen haben es sich zur Aufgabe gemacht, immer den Schmuck an die Liturgie anzupassen.

Die Liturgie der Auferstehungsfeier wurde direkt nach der Ausgangssperre, es war noch dunkel, um 5.30 Uhr begonnen. Die in der Pfarrei tätige Pastoralreferentin Susanne Lindner gestaltete als Kantorin den Rahmen des Gottesdienstes feierlich mit. Auch wenn nicht alle Plätze in der Pfarrkirche besetzt waren, so konnte Pfarrer Birkel doch der versammelten Gemeinde ein gesegnetes Osterfest wünschen.

„Osterfrühstück to go“ statt gemeinsamer Mahlzeit

Die Tradition des Osterfrühstücks nach der Auferstehungsfeier in der Pfarrkirche, wenn sich die Gemeinde im Pfarrsaal zum gemeinsamen Frühstück trifft, musste ausfallen. Doch man hatte die Idee eines „Osterfrühstücks to go.“ Den Gottesdienstbesuchern wurde nach der Messe eine Tüte überreicht, in der ein Osterbrot und ein paar Leckereien den Festtagstisch bereichern sollten. Eine Überraschung die gerne mit nach Hause genommen wurde.

Da aus rechtlichen Gründen keine Versammlungen einzelner Gruppen im Pfarrleben möglich sind, hat man sich auch bei der Kolpingfamilie einen Ostergruß an alle Mitglieder ausgedacht. Fleißige Helfer bastelten und organisierten eine Ostertüte mit Hase, Ei und Osterlicht. Auch ein Grußwort von Vorstand und Präses sollte die Mitglieder trotz des ausgebremsten Vereinslebens etwas ermutigen. Die gelungene Überraschung hat viel Mut gemacht, gerade in dieser schwierigen Zeit.

Wir-Gefühl trotz schwieriger Zeit vermitteln

Man wolle das Gefühl des „Wir“ weitergeben, sagte Pfarrer Birkel. „So wollen wir auch weiter hoffen, dass diese Zeit hoffentlich schnell vorüber geht und wir in unserem Vereinsleben und der Gemeindearbeit wieder durchstarten können.“ Es sei mittlerweile in allen Lebensbereichen bewusst geworden, dass jeder Mensch das Miteinander, den Kontakt und die Gemeinschaft braucht – egal wie alt er ist oder in welcher Lebenssituation er sich befindet. „Halten wir uns an festgelegte Regeln und nehmen wir Rücksicht auf den Nächsten, dann werden wir bald auch wieder eine hoffnungsvolle Zukunft haben“, appelliert der Pfarrer. (red)

Von Winfried Butz

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