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EBENSFELD

Ebensfelder Bürgermeister sang zum Jahresabschluss

Ebensfelder Bürgermeister sang zum Jahresabschluss
Bürgermeister Bernhard Storath mit den geehrten Sportler sowie Luitgard Haßler (li.), die den von ihrer Tochter Corinna geleiteten ehrenamtlichen Verein „Kivuko“ vertrat. Foto: Mario Deller

Sie haben Spaß an Jujutsu, in der Leichtathletik oder im Schützenverein und sind durch beeindruckende Leistungen hervorragende Botschafter für die Marktgemeinde. Mit Verleihung von Ehrennadel und Urkunde sprach Bürgermeister Bernhard Storath im Eggenbacher Jugendheim Bürgern für ihre 2019 erzielten sportlichen Erfolge seine Anerkennung aus.

Zum Auftakt der besinnlich gestalteten Feierstunde im Anschluss an die Jahresschlusssitzung im Ebensfelder Rathaus (das OT berichtete) griff der Bürgermeister zum Mikro, um zur Begeisterung der Anwesenden zusammen mit Gemeinderat Otto Weidner – dieser hatte ein Akkordeon dabei – ein Lied zu singen.

Ein nachdenkliches Lied zur Einstimmung

Dabei handelte es sich aber nicht um Klänge wie „Jingle bells“, die man in diesen Tagen überall hört, sondern eine eher unbekannte Weise mit nachdenklich stimmendem Text: „Und wenn er wirklich wiederkäm' und wär nicht so wie wir, hätt' and're Haut und and'res Haar als unsre Leute hier. Wer gäbe ihm zuerst die Hand und wollte mit ihm geh'n und auch in seiner schwersten Nacht noch immer zu ihm steh'n?“

Ebensfelder Bürgermeister sang zum Jahresabschluss
Bürgermeister Bernhard Storath (li.) trug zum Auftakt der Feierstunde mit Gemeinderat Otto Weidner das nachdenklich stimmende Lied „Und wenn er wirklich wiederkäm' vor. Foto: Mario Deller

Im weiteren Verlauf wurden folgende Sportler geehrt: Roman Kunzelmann errang die bayerische Meisterschaft im Präzisionsgewehrschießen, sein Sportkollege Lothar Leepa wurde im Jagdgewehrschießen in seiner Altersklasse bei der „Bayerischer“ beachtlicher Zweiter. Die für den TSV Ebensfeld startende Leichtathletin Lucie Geier darf sich in der Altersklasse W13 oberfränkische Meisterin sowie Kreismeisterin im Vierkampf nennen, stand bei den Bezirksmeisterschaften aber auch in weiteren Disziplinen auf dem Podest.

Und wie schon öfter waren die Ju-Jutsuka bei der Ebensfelder Sportlerehrung wieder stark vertreten. Bei der bayerischen beziehungsweise nordbayerischen Meisterschaft jeweils im Duo mit ersten bis dritten Plätzen erfolgreich waren Jakob Zenk, Raphael Zenk, Jakob Lurtz und Julius Lurtz. Die sportliche Krönung lieferte heuer der junge Oberküpser Lukas Lorber mit der Bronzemedaille bei der U21-Weltmeisterschaft in Abu Dhabi zusammen mit Michelle Vetter, ebenso in der Jujutsu-Kategorie Duo. Außerdem wurde Lorber mit seiner Duo-Partnerin deutscher Meister im hessischen Maintal.

„Es ist für die Gesellschaft unheimlich wichtig, dass Menschen wie ihr nicht wegschauen, sondern lieber tatkräftig unterstützen.“
Bernhard Storath, Bürgermeister
Ebensfelder Bürgermeister sang zum Jahresabschluss
Der junge Jakob Zenk, der zusammen mit Jakob Lurtz im Jujutsu im Duo heuer Bayerischer Meister wurde, freute sich über die Anerkennung des Bürgermeisters. Foto: Mario Deller

Der Bürgermeister würdigte außerdem den in Ebensfeld ansässigen Verein Kivuko: „Euer Verein hat sich zum Ziel gesetzt, eine Brücke zwischen Deutschland und Tansania zu schlagen, um die Bereiche Gesundheit, Bildung und Chancengleichheit vor Ort zu fördern.“ Speziell in der tansanischen Region Rulenge, wo 90 Prozent der Menschen in Armut und mit niedrigem Bildungsstand leben, versucht der Verein, die Not zu lindern.

Der Bürgermeister ging in seinen Ausführungen auf die im Mai 2018 dort eröffnete Klinik für ambulante Behandlung als größtes Projekt von Kivuko ein. Für eine Behandlung mussten die Menschen bis dahin in eine 30 Kilometer entfernte Stadt laufen. Von einem Gesundheitssystem wie in westlichen Ländern kann die Bevölkerung dort nur träumen, Hilfe tut daher not.

Geldspende der Gemeinde für den Verein Kivuko

„Es ist für die Gesellschaft unheimlich wichtig, dass Menschen wie ihr nicht wegschauen, sondern lieber tatkräftig unterstützen“, betonte der Bürgermeister. Er überreichte dem Kivuko-Team – stellvertretend an Luitgard Haßler, der Mutter der Vereinsvorsitzenden Corinne Haßler – unter dem Applaus der Anwesenden die Ehrennadel sowie ein Kuvert mit einer Geldspende der Gemeinde. „Ich hoffe, dass ihr euch weiterhin engagiert und dass ihr weiter Menschen für eure Sache begeistern könnt“, schloss Storath.

In seinen Dank ein bezog der Bürgermeister alle Ehrenamtlichen ein, die sich um hilfebedürftige Menschen kümmern. Bei wohlschmeckendem Essen klang der Abend gemütlich aus.

mde

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