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EBENSFELD

Gemeinderat macht Weg frei für Döringstadter Baugebiet

Gemeinderat macht Weg frei für Döringstadter Baugebiet
Mit erfolgtem Satzungsbeschluss ist die Basis gelegt für zehn Bauareale am „Geyersberg“ in Döringstadt. Foto: Mario Deller

Der Weg für das neue Baugebiet oberhalb von Döringstadt ist frei: Der Marktgemeinderat hat in der letzten Sitzung des Jahres den Satzungsgeschluss gefasst. Im derzeit landwirtschaftlich genutzten Areal im Bereich der Ortsstraßen Geyersberg und Kirchleite sollen zehn Baurechte entstehen

Genannter Bereich schließt an die bestehende Bebauung am Ortsrand an. Nach der frühzeitigen Beteiligung zum Bebauungs- und Grünordnungsplan „Geyersberg“ war bis zum 22. November die förmliche Beteiligung der Öffentlichkeit, der Behörden sowie der Träger öffentlicher Belange erfolgt.

Die Gemeinderäte stimmen einmütig dafür

Wie Bürgermeister Bernhard Storath ausführte, habe die förmliche Beteiligung keine Neuerungen gegenüber der in der frühzeitigen Beteiligung behandelten Stellungnahmen ergeben. Behandelt wurden die Eingaben trotzdem. Die Teilbeschlüsse erfolgten einstimmig. Ebenfalls ohne Gegenvotum fassten die Gemeinderäte dann den Satzungsbeschluss. Dieser wird Anfang Januar im Mitteilungsblatt sowie online auf der Homepage des Marktes Ebensfeld veröffentlicht. Damit tritt der Bebauungs- und Grünordnungsplan „Geyersberg“ in Kraft tritt.

Außerdem ging es in der Sitzung um Kostenfortschreibung zum Neubau der Kindertagesstätte in der Himmelreichstraße in Ebensfeld. Ende Juni waren die „Mainzwerge“ nach 13 Monaten Bauzeit in ihr Domizil eingezogen. Die ursprüngliche Kostenschätzung belief sich auf 2, 285 Millionen Euro. Nun musste diese Zahl etwas nach oben korrigiert werden auf rund 2,438 Millionen Euro.

Kosten für Domizil der „Mainzwerge“ 6,7 Prozent höher

Die Kostenüberschreitung von etwa 153 000 Euro (rund 6,7 Prozent) resultiert hauptsächlich aus höheren Ausgaben in den Bereichen Innenausstattung und Außenspielgeräte. Der Kommune war für die Umsetzung des Neubaus ein staatlicher Zuschuss in Höhe von 1,892 Millionen Euro bewilligt worden.

Gemeinderat macht Weg frei für Döringstadter Baugebiet
Die ursprüngliche Kostenschätzung zum Kita-Neubaus in der Himmelreichstraße wurde von 2,285 Millionen Euro um rund 153 000 Euro nach oben korrigiert. Foto: Mario Deller

Informationen zu Kosten und Zeitplan lagen in der Sitzung auch für die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf LED vor. Dort, wo bisher „dekorative Leuchten“ stehen, wird im Zuge dessen auf Vierkantleuchten umgerüstet. Betroffen sind Teile von Ebensfeld, Eggenbach, Kleukheim und Kutzenberg. Die LED-Umrüstung dürfte rund 560 000 Euro kosten. Jetzt erfolgt die Ausschreibung der Maßnahme. Über die Vergabe entscheidet der Rat in der Februar- oder Märzsitzung, die Umsetzung ist für Mitte 2020 veranschlagt.

Sanierung des „Hauses der Bäuerin“ kostet rund 1,3 Millionen Euro

In der Novembersitzung hatten Mitglieder des Gremiums um Information über den aktuellen Kostenstand hinsichtlich der Sanierung des „Hauses der Bäuerin“ in Birkach gebeten. Diese bekamen sie nun: Zum Zeitpunkt 29. November beläuft sich die Kostenberechnung auf 1,227 Millionen Euro. Bereits bewilligt wurden Zuwendungen in Höhe von 351 000 Euro. Weitere Zuschüsse in Höhe von 393 100 Euro sind in Aussicht gestellt.

Im weiteren Verlauf der Sitzung würdigte der Bürgermeister die Verdienste von Gerhard Elflein, der nach 33 Dienstjahren für den Markt Ebensfeld zum Jahresende seinen wohlverdienten Ruhestand antritt. Das Gremium spendete dem pflichtbewussten, aber auch sehr umgänglichen Birkacher herzlichen Applaus. 1986 fing Elflein als Bauarbeiter bei der Gemeinde an, wurde 1998 schließlich stellvertretender Bauhofleiter. Seit 2010 leitete er den Bauhof. Mehr als vier Jahrzehnte arbeitet er auch für die Feuerwehr, zuletzt als Kreisbrandinspektor. Ebenso war Elflein Brandschutzbeauftragter der Marktgemeinde.

In den Jahresschlussworten ging Bürgermeister Storath auf in 2019 getätigte oder begonnen Maßnahmen ein. Die Versorgung der Bevölkerung mit genügend Kita-Plätzen sei eine stete Herausforderung, der sich die Gemeinde gerne stelle. Storath nannte auch den neuen Feuerwehrstellplatz in Unterbrunn und geplante Gemeinschaftshaus in Döringstadt als weitere wichtige Maßnahmen. Er lobte die Arbeit der 17 Feuerwehren im Gemeindegebiet.

Bürgermeister Storath betont den Wert eines gelebten Wir-Gefühls

Neben der umfangreichen Sanierung der Pater-Lunkenbein-Schule thematisierte der Rathauschef auch die Übernahme der Tourismussegments durch die Gemeindeverwaltung. „Gemeinschaft ist das große Stichwort“, betonte der Bürgermeister den Wert eines gelebten Wir-Gefühls. Er zeigte sich zufrieden mit dem Miteinander von Bürgern, Gemeinderat und Verwaltung. Insgesamt brauche sich die Marktgemeinde nicht zu verstecken. Für 2020 wolle man ein Planungsbüro beauftragen, sich mit dem ehemaligen Gasthof Neuner zu befassen, der derzeit leer steht.

Pro-Kopf-Verschuldung zum Ende des Jahres bei 789 Euro

Die Pro-Kopf-Verschuldung im Markt Ebensfeld beträgt zum Jahresende 789 Euro. In den vergangenen sechs Jahren ist die Verschuldungshöhe von 2,8 auf nun rund 4,4 Millionen Euro gestiegen. Allerdings seien, so Storath, in diesem Zeitraum auch Investitionen in Höhe von insgesamt 21,3 Millionen Euro getätigt worden.

An Themen wie Umweltschutz, Energiesparen und Nachhaltigkeit komme auch die Marktgemeinde nicht vorbei, so Storath: „Am Ende hat Greta Thunberg recht. Jeder muss in seinem Bereich etwas machen.“ Der Markt Ebensfeld habe bisher einen guten Weg gefunden und werde in den Bemühungen nicht nachlassen.

Bürgermeister und Räte loben das konstruktive Miteinander

Hauke Petersen (CSU) stellte in seinen Worten dem Bürgermeister ein gutes Zeugnis aus und gab zu bedenken: „Ein Bürgermeister hat es nicht so einfach. Eine Gemeinde ist ja quasi wie ein altes Haus – man kann sich nie ausruhen, es gibt immer was zu tun.“ Er sowie Heinrich Kunzelmann (Freie Wähler), Kurt Hammer (SPD) und Otto Weidner (Grüne) dankten für die von einem guten konstruktiven Miteinander geprägte Zusammenarbeit.

Nach der Sitzung im Rathaus begaben sich die Räte nach Eggenbach, wo im Jugendheim verdiente Bürger von der Marktgemeinde geehrt wurden.

mde

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