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WOLFSDORF

Dreiseitenhof steht Pate für neues Vereinsheim in Wolfsdorf

Dreiseitenhof steht Pate für neues Vereinsheim in Wolfsdorf
Der Entwurf zeigt das neue Wolfsdorfer Gemeinschaftshaus (rot) und dahinter den Kulturstadl‘ (türkis) mit Feuerwehrstellplatz im rechten Bereich der Halle (grau). Die beiden Gebäude sollen neben und auf dem Wolfsdorfer Bolzplatz entstehen. Foto: Entwurf: Stadt Bad Staffelstein

Das Vereinsheim „Alte Schmiede“ platzte bei der Ortsversammlung der Stadt Bad Staffelstein zum Neubau eines Vereinsheims mit Kulturscheune und Feuerwehrstellplatz am vergangenen Dienstag aus allen Nähten. So mussten etwas später eintreffende Gäste zwangsläufig mit einem Platz im Windfang etwas außerhalb des Geschehens Vorlieb nehmen. Das Interesse war unter den Wolfsdorfern groß, denn Bürgermeister Jürgen Kohmann und Stadtbaumeister Andreas Ender stellten die Planungen zu dem Projekt vor.

Bürgermeister Jürgen Kohmann freute sich neben dem Kommen von zweitem Bürgermeister Hans-Josef Stich, einigen Stadträten, Ortssprecher Günter Fischer, auch über die große Zahl an jungen Dorfbewohnern. „Dies ist ein Projekt für die Zukunft und ihr seid die Zukunft“, sagte das Stadtoberhaupt.

Drei Gründe für den Neubau

Kohmann gab einen Einblick in die Entscheidung zur Entstehung des Projektes. Er nannte dabei drei Gründe: Zu einen die engen Grundstücksverhältnisse am Vereinsheim „Alte Schmiede“, die keine ausreichend große Bebauung zulassen und zum anderen den Feuerwehrbedarfsplan. Dieser sieht die Stationierung eines Tragkraftspritzenfahrzeugs mit Wasser und Atemschutz in Wolfsdorf vor. Das bisherige Feuerwehrhaus in der Dorfmitte ist dafür zu klein. Der dritte Grund war der nicht so ganz gute Zustand der Dreschhalle, die gegenwärtig als Lagerraum der Ortsvereine genutzt wird.

„Wir schaffen für Wolfsdorf etwas Einzigartiges.“
Jürgen Kohmann, Bürgermeister

Bereits zwei Jahre laufen schon die Planungen, sagte Kohmann. So musste ein geeignetes Grundstück gefunden werden und Verhandlungen zum Kauf geführt werden. Diese Gespräche stellten sich als nicht ganz einfach heraus, so der Bürgermeister. Der Erwerb von 1000 Quadratmetern Grundstück neben dem Bolzplatz ebnete dann den Weg, um detailliert in die Planungen einzusteigen.

Dreiseitenhof steht Pate für neues Vereinsheim in Wolfsdorf
Bürgermeister Jürgen Kohmann erläuterte den Wolfsdorfer Bürgern im vollbesetzten Vereinsheim „Alte Schmiede“ die Planungen zum Neubau eines Gemeinschaftshauses mit Kulturscheune und Feuerwehrstellplatz. Foto: Thomas Hümmer

Parallel liefen die Verhandlungen mit dem Amt für Ländliche Entwicklung in Bamberg. Als vorzeitiges Weihnachtsgeschenk im Dezember 2018 bezeichnete Kohmann die damals mündliche Zusicherung des Amtes für Ländliche Enwicklung, 60 Prozent der Bruttobaukosten zu bezuschussen.

„Wir schaffen für Wolfsdorf etwas Einzigartiges“, sagte der Bürgermeister. „Bei veranschlagten Baukosten von rund einer Million Euro werden Eigenleistungen der Wolfsdorfer nicht nur erhofft, sondern auch erwartet. Auch bei der Inneneinrichtung sind die Vereine gefragt“, so Kohmann. Der Erlös vom späteren Verkauf des alten Feuerwehrhauses und des Vereinsheims „Alte Schmiede“ wird für den Neubau benötigt und einfließen.

Stadtbaumeister Andreas Ender stellte nun die Baupläne vor, die zusammen mit einer Projektgruppe, bestehend aus den Wolfsdorfer Vereinsvorständen und „Leuten vom Fach“, entwickelt wurden. Ein fränkischer Dreiseitenhof stand dabei Pate zur Grundidee des Stadtbaumeisters. Die beiden neuen Gebäude vereinen dabei das Vereinsheim, die Theaterscheune und das Feuerwehrgerätehaus. Wenn dann zur Kirchweih noch ein Zelt aufgestellt wird, entsteht der Dreiseitenhof, so Ender.

Während das neue Vereinsheim in Massivbauweise entsteht, wird der Kulturstadl‘ als Kalthalle in Holzbauweise gebaut. Der darin integrierte Feuerwehrstellplatz wird wieder massiv gemauert und natürlich beheizt, so Ender. Die Fassaden der beiden Gebäude werden mit Wandplatten verkleidet. Diese sind ein wichtiger Bestandteil des Projektes und werden in auffälligen Farben gestaltet.

Baugenehmigung im Januar erwartet

Mit einer Baugenehmigung seitens des Landratsamtes kann Mitte Januar gerechnet werden, so dass im Frühjahr mit dem Bau begonnen werden kann, sagte Kohmann. Auch der Naturschutz darf nicht zur kurz kommen: Für die bebauten Flächen muss für ausreichend Ausgleich in Form von Streuobst oder Bewuchs gesorgt werden.

Außerdem auf der Agenda der Stadt stehe die Sanierung der Wolfsdorfer Wasserleitung. Diese soll in absehbarer Zeit über mehrere Jahre hinweg, straßenweise erneuert werden, versprach der Bürgermeister. (thü)

 

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