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KIRCHSCHLETTEN

Wegebau und der Aspach soll wieder natürlicher werden

Wegebau und der Aspach soll wieder natürlicher werden
Karl Saueressig (li.) vom ALE zeigt den Plan des Vorhabens.. Foto: Johannes Michel

Wer aktuell von Kirchschletten nach Oberoberndorf fährt, kann sehen, dass unweit der Straße gebaggert wird. Besonders am 6. Oktober, als in Oberoberndorf der traditionelle Apfelmarkt stattfand, dürfte das vielen aufgefallen sein. Was passiert hier? Im Rahmen des Verfahrens Kirchschletten II läuft aktuell Bauabschnitt Nummer 4: Rund dreieinhalb Kilometer Wege werden ausgebaut – und auch die Renaturierung des Aspachs ist ein großes Thema.

Zahlreiche Bäume neu gepflanzt

Optisch wird es sicher einige Jahre dauern, bis die vielen Bäume, die zwischen Kirchschletten und Oberoberndorf neu gepflanzt werden, ihre volle Wirkung entfalten. Platziert werden sie rund um den Aspach, der hier fließt und Oberoberndorf und Kirchschletten miteinander verbindet. Das Ziel: Die Fließgeschwindigkeit soll reduziert, Wasserrückhaltungen ergänzt werden. Durch die Engstellen und den wieder mehr natürlichen Bachlauf entsteht ein ökologischer, aber auch ein optischer Mehrwert.

Apropos Mehrwert: Nicht nur die Bachrenaturierung, sondern auch der Wegebau ist ein großes Thema im vierten Bauabschnitt. Aktuell werden rund 2,1 Kilometer Asphalt- und 1,5 Kilometer Pflasterwege gebaut. In den Gesamtkosten finden sich die Wege mit 1,2 Millionen Euro und die Bachrenaturierung als Ausgleichsmaßnahme mit rund 100 000 Euro wieder.

Insbesondere durch die größeren landwirtschaftlichen Maschinen, denen die Wege aus den 1970er Jahren, als die Flurbereinigung durchgeführt wurde, nicht mehr gewachsen sind, ist ein Ausbau nötig. So werden die Wege dreieinhalb Meter breit, hinzu kommt an den Seiten ein befestigtes Bankett mit jeweils einem Meter Breite.

Spazierweg verbindet die beiden Ortschaften

Aber nicht nur die Landwirtschaft profitiert. Gleich neben dem Aspach entsteht durch den Ausbau ein befestigter Verbindungsweg zwischen Oberoberndorf und Kirchschletten, der auch von Fußgängern und Radfahrern genutzt werden kann. Bürgermeister Volker Dittrich, der sich beim Spatenstich für die Maßnahme ein Bild vor Ort machte, lobte die aktuelle Planung sowie die Arbeit der vergangenen Jahre. In den Bauabschnitten 1 bis 3 wurden bereits 5,6 Kilometer Feld- und Waldwege ausgebaut, ca. 1,5 Millionen Euro wurden schon investiert.

Von Johannes Michel

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