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KLOSTER BANZ

300 Jahre Stiftskirche in Banz und Abschied von Pfarrer Alt

300 Jahre Stiftskirche in Banz und Abschied von Pfarrer Alt
Langjährige Geistliche Weggefährten folgten der Einladung von Pfarrer Alt: (v.li.) Bruder Alfred, Stadtpfarrer Georg Birkel, Pfarrvikar Christian Montag, Diakon László Erffa, Pfarrer i.R. Hans Hübner, Domvikar Paul Weismantel, Pfarrer Sebastian Palapparampil, Pfarrer Oliver Schütz. Foto: Gerd Klemenz

Im Rahmen eines feierlichen Festgottesdienstes begingen am Sonntag die katholischen Gläubigen des ganzen Banzgaus das 300. Kirchweihjubiläum der Banzer Stiftskirche sowie die Verabschiedung ihres langjährigen Pfarrers Hans-Werner Alt. Zu diesem Anlass folgten langjährige geistliche Weggefährten der Einladung von Pfarrer Alt, zusammen einen feierlichen Festgottesdienst mit zu zelebrieren. Unter ihnen auch Pfarrvikar Christian Montag, der am Sonntag, 20. Oktober, um 16 Uhr als Nachfolger in der Pfarrkirche St. Laurentius Altenbanz eingeführt wird.

Den Kirchweihgottesdienst umrahmten an der Orgel Dr. Markus Blomenhofer sowie die Singgruppe Altenbanz-Banz unter der Leitung von Yvonne Spindler. In einer ergreifenden Predigt über die Stiftskirche zeigte Pfarrer Alt einmal mehr seine Kunstkenntnisse. Er erinnerte, dass die Stiftskirche eines der Aushängeschilder unserer Region ist. Zum Ende des Gottesdienstes sangen die etwa 30 Mitglieder der Singgruppe nochmals das Lieblingslied von Pfarrer Alt „Geh unter der Gnade“.

Dank für 42 Jahre Wirken

300 Jahre Stiftskirche in Banz und Abschied von Pfarrer Alt
Die Singgruppe Altenbanz-Banz gestaltete den Festgottesdienst mit. Foto: Gerd Klemenz

Danach folgten Worte des Dankes für 42 Jahre Wirken in Altenbanz und Banz. „Dass ihre Verabschiedung auch noch mit dem 300. Jahrestag der Kirchweih unserer Stiftskirche zusammenfällt, kann doch nur als eine Fügung von ganz oben interpretiert werden“, so Matthias Pospischil vom Pfarrgemeinderat (PGR) zu Beginn einer kurzen Laudatio. Dabei ging er weniger auf all die Baumaßnahmen, Projekte und Anschaffungen ein, sondern vielmehr auf den Menschen der hinter all dem stand. „Das Rosenkranzfest war für Sie stets, so durfte ich es zumindest erleben, ein ganz besonderes Ereignis im Kirchenjahr und ich denke nicht nur das Rosenkranzfest, nein gerade auch das Rosenkranzgebet war während all der Jahre ihr treuer Begleiter“, so Pospischil weiter.

Mit Gedanken am Rosenkranz orientierte sich Pospischil dann im speziellen an den drei göttlichen Tugenden, den Glauben, die Hoffnung und die Liebe die am Beginn jedes Rosenkranzes stehen und als entsprechende Bitten formuliert sind. „Bewahren Sie sich stets die Liebe zu Kloster Banz in ihrem Herzen. Und sollte sie einmal das Gefühl bekommen, das diese Liebe ein wenig verblasst oder zu verblassen droht, dann schauen sie auf ihr Abschiedsgeschenk“, so Pospischil zum Schluss.

300 Jahre Stiftskirche in Banz und Abschied von Pfarrer Alt
Matthias Pospischil (li) und Josef Ruppenstein überreichen Pfarrer Hans-Werner Alt eine Rosenkranz-Madonna. Foto: Gerd Klemenz

Nun überreichte Matthias Pospischil und der Banzer Kirchenpfleger Josef Ruppenstein dem scheidenden Pfarrer Alt eine Rosenkranz-Madonna, an der Anschaffung sich neben die Feuerwehren aus Weingarten, Unnersdorf und Nedensdorf auch die Kirchenstiftungen von Banz und Nedensdorf beteiligten.

Auch Stadtpfarrer Georg Birkel aus Bad Staffelstein sprach Dankesworte für das langjährige Wirken des Geistlichen im Banzgau aus und überreichte als Abschiedsgeschenk einen Präsentkorb. Im Anschluss an den Festgottesdienst wurde erstmals wieder ein Pfarrfest unterhalb der Stiftkirche im Pfarrgarten abgehalten.

Ein Orgelkonzert zum Ausklang des Jubiläum

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Dr. Markus Blomenhofer aus Johannistal zog am späten Nachmittag alle Register seines Könnens beim geistlichen Orgelkonzert. Foto: Gerd Klemenz

Zum Ausklang des besonderen Kirchweihfestes fand am späten Sonntagnachmittag ein geistliches Orgelkonzert mit Dr. Markus Blomenhofer aus Johannistal statt. Mit Werken von Johann Sebastian Bach, Theodor Grünberger, Claude-Benigne Balbastre, Dietrich Buxtehude und Johann Valentin Rathgeber zog er gekonnt alle Register seines Könnens.

Von Gerd Klemenz

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