aktualisiert:

STUBLANG

„Diamantene“ bei den Heidenreichs in Stublang

Zur diamantenen Hochzeit von Kunigunda und Georg Heidenreich gratulierte auch Bürgermeister Jürgen Kohmann (li.). Foto: Monika Schütz

Der 10.10. ist als Datum des Hochzeitstags leicht zu merken. Georg („Schorsch“) Heidenreich und seine Gattin Kunigunda („Kuni“), geborene Lindner, hatten den Tag aber eher zufällig gewählt. Ihre Hochzeit vor 60 Jahren fand standesamtlich an einem 9. Oktober statt, die kirchliche wie üblich einen Tag später. Getraut hatte sie Pfarrer Schäfer in der kleinen Kirche in Kümmersreuth, Georg Heidenreichs Geburtsort.

Der junge Mann hatte seine Braut auf dem Tanz in Uetzing kennen gelernt. Mit seinem Motorrad, einer NSU MAX, war er damals im ganzen Lauter- und Döbertengrund unterwegs. „Ein schwarzer Flitzer“, erinnert er sich schmunzelnd. Gearbeitet hatte er damals als Lastwagenfahrer bei der ehemaligen Möbelfabrik Rödiger in Staffelstein. Später war „Schorsch“ lange in der Schleifabteilung der Alka – der Porzellanfabrik Alboth und Kaiser – tätig.

Kunigunda stammt aus Gößmitz, wuchs dort mit vier Geschwistern auf. Kurz nach der Hochzeit, die im Elternhaus des Bräutigams stattfand, kaufte sich das junge Paar ein Haus in Stublang. An die Hochzeitsfeier erinnern sie sich noch gut. „Da ist ausgeräumt worden und das größte Zimmer für die Gäste genommen worden“, erzählt Georg Heidenreich. Aufgetischt wurden Bratwürste, Sauerbraten, Ente und Klöße.

Während sie gerne bäckt, kümmert er sich um seine Hasen

60 Jahre sind eine lange Zeit, doch den Eheleuten kommt sie gar nicht so lange vor. Beide haben viele Hobbys, sind in den Dorfvereinen in Stublang und Umgebung, wandern und gärtnern gerne. Georgs Leidenschaft ist die Hasenzucht. Noch immer schneidet der rüstige Senior das Futter selbst, mistet aus und kümmert sich leidenschaftlich um seine Tiere. Kuni bäckt gerne: Ihr „Frankfurter Kranz“ ist nicht nur in der ganzen Verwandtschaft beliebt. Und die ist groß: die vier Töchter Sylvia, Sonja, Martina und Alexandra sowie acht Enkel. Und für die strickt Kuni Heidenreich regelmäßig wunderschöne Socken.

Gerne besuchen beide die Obermain Therme oder spazieren im Kurpark. Meist findet man die agile Frau in ihrem großen Garten: „Gemüse und Blumen – das ist meins“, lacht sie bei einem Gläschen Sekt. Fröhlich prostet sie ihrem Gatten zu.

Zur Feier der diamantenen Hochzeit besuchten sie den Festgottesdienst in der Stublanger Kirche, den Pfarrer Hübner hielt. Glückwünsche der Stadt Bad Staffelstein und ein Präsent überbrachten Bürgermeister Jürgen Kohmann und Ortssprecher Wolfgang Herold. Das Festmahl im Gasthof Dinkel: wie damals, Sauerbraten und Ente.

Das Obermain-Tagblatt wünscht nachträglich alles Gute.

Von Monika Schütz

Weitere Artikel