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EBENSFELD

Großeinsatz an der Ebensfelder Kita „Mainzwerge“

Großeinsatz an der Ebensfelder Kita „Mainzwerge“
Großeinsatz an der Ebensfelder Kita „Mainzwerge“: Die Atemschutzgeräteträger machen sich bereit. Foto: Monika Schütz

Das mag man sich nicht vorstellen: Dichter Qualm dringt aus dem Schlafraum der Krippenkinder, erst löst der erste Rauchmelder aus, dann dröhnt der durchdringende Piepton durch das gesamte Gebäude der Kindertagesstätte „Haus Mainzwerge.“ Leiterin Ulli Zenk steht schaudernd im leichten Nieselregen vor dem Eingang, den Blick auf die Armbanduhr gerichtet: In wenigen Minuten wird die Ebensfelder Feuerwehr alarmiert, eine groß angelegte und ortsübergreifende Übung zur Aktionswoche wird beginnen.

Großeinsatz an der Ebensfelder Kita „Mainzwerge“
Die erste Person konnte nach kurzer Zeit geborgen werden. Foto: Monika Schütz

Es wirkt alles so echt: die Sirene, die Alarmierung per Piepser, das Heranpreschen der Fahrzeuge. Einsatzleiter ist Georg Gäbelein, 1. Kommandant der Ebensfelder Wehr. Er hat Verstärkung aus Kleukheim und Prächting angefordert, und auch die Nachbarortschaft Unterneuses um Unterstützung gebeten. Im Haus wird ein Brand angenommen, dazu werden zwei Erwachsene und ein Kind vermisst.

Täuschend echter Qualm dringt aus dem Schlafsaal der Krippenkinder

Schon treffen die ersten Fahrzeuge ein, die Kameraden springen heraus, stellen sich auf, warten auf Einsatzbefehle.

Großeinsatz an der Ebensfelder Kita „Mainzwerge“
Dichter Qualm drang aus dem Krippenraum. Foto: Monika Schütz

Dann läuft alles wie am Schnürchen: die einen legen Schlauchleitungen, die anderen schnallen sich ihre Atemschutzgeräte an, eine weitere Einheit bringt die große Drehleiter der Ebensfelder in Position. Das Dach der neuen Tagesstätte wird sogleich mit Hilfe einer Wärmebildkamera nach Brandherden abgesucht, die Einsatzstelle mit starken Scheinwerfern zusätzlich von oben beleuchtet.

Derweil verschaffen sich mehrere Brandbekämpfer Zugang durch den Haupteingang, betreten mit schwerem Atemschutz ausgerüstet und mit allem Nötigen versehen das total verqualmte Gebäude. Die Rauchmaschine der Feuerwehr hat ihr bestes gegeben, die Sicht ist gleich Null. Mit starken Scheinwerfern werden die Vemissten gesucht und schließlich an verschieden Stellen in der Kindertagsesstätte gefunden.

Mit schwerem Atemschutz kämpfen sich die Retter durch die Räume

Die Bergung verläuft professionell. Draußen warten schon die Kameraden mit je einer Trage pro geretteter Person.

Großeinsatz an der Ebensfelder Kita „Mainzwerge“
Die Suche im Gebäude geht weiter: wo sind die beidenanderen vermissten Personen? Foto: Monika Schütz

Schließlich kommt der Überdruck-Lüfter zum Einsatz: aus dem Gebäude wird mit einer Art riesigem Ventilator der Qualm herausgeblasen. Die Zusammenarbeit der 55 Einsatzkräfte aus Ebensfeld, Unterneuses, Birkach und Kleukheim klappte gut, freute sich Georg Gäbelein nach der Übung. Er hatte schon mehrere Male ortsübergreifend Übungen geleitet. Auch Harald Klier, Kindergartenbeauftragter, war vor Ort und machte sich ein Bild von den umfangreichen „Brandbekämpfungs- und Rettungs-Maßnahmen.“

Von Monika Schütz

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