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DÖRINGSTADT

Ein Haus für Spiel, Spaß und Lernen in Döringstadt

Ein Haus für Spiel, Spaß und Lernen in Döringstadt
Beim Tag der offenen Tür des Döringstadter Kindergartens war die Kastenrutsche eines der Highlights. Foto: Monika Schütz

„Es ist Wahnsinn: wenn die Kinder rufen, kommen alle. Da gehen sogar Leute in die Kirche, die schon lange nicht mehr in der Kirche waren“, freute sich Bürgermeister Bernhard Storath. Zur 25-Jahr-Feier des Kindergartens St. Martin und zum Gottesdienst mit Pfarrer i.R Udo Zettelmaier waren eine fast unüberschaubare Zahl an Besuchern gekommen. Alle waren sie da, Einheimische und Auswärtige, Familien mit Kindern, Ehemalige und viele Ehrengäste.

Ein Haus für Spiel, Spaß und Lernen in Döringstadt
Das drei Jahre alte Krippenkind Rosina Paulik überreicht Blumenan die Erzieherinnen. Foto: Monika Schütz

Der Kindergarten ist beliebt: klein, überschaubar, familiär. „Schnuckelig“, wie Elternbeiratsvorsitzender Christian Quinger sagte. Bevor der zweifache Familienvater aber die Küchenschürze umlegte und sich am Gyrosstand nützlich machte (45 Kilo Gyros wurden verkauft), hatte er eine wichtige Aufgabe.

Ein Vierteljahrhundert liebevolle Erziehung und Betreuung

Er hielt eine Laudatio auf die Leiterin: „25 Jahre Kindergarten Döringstadt ist: 25 Jahre Kinder erziehen, ist auch: 25 Jahre mit Moni Spindler!“ Die Leiterin ist seit Beginn mit dabei, führte die zuerst zweigruppige Einrichtung kompetent und liebevoll durch ein viertel Jahrhundert. Dafür gab es Blumen und viel Applaus der Gäste.

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Elternbeiratsvorsitzender Christian Quinger gratuliert Leiterin Moni Spindler für 25 Jahre Dienstzeit. Foto: Monika Schütz

Auch für diesen Fest-Sonntag hatten Moni Spindler und ihr Team viel vorbereitet. Die Erzieherinnen Mona, Juliane, und Regina, die Diplompädagogin Ruth, Kinderpflegerin Nora und Heilerziehungspflegerin Sonja hatten schon Wochen zuvor begonnen, ein buntes Progarmm auszuarbeiten. Der Weg vom Parkplatz zum Eingang des „Kinderhauses“, wie es seit einigen Jahren heißt, war geschmückt mit einer vielen Meter langen Präsentation von Berichten und Zeitungsartikeln der vergangenen 25 Jahre. Im Garten war eine Kastenrutsche aufgebaut, die bei den Kindern gut ankam. Im Innern des Gebäudes warteten die verschiedensten Aktionen auf neugierige Gäste.

Der Bau des Kindergartens war ein Kraftakt

Obwohl der Kindergarten St. Martin eher klein ist, so hat er doch ein großes Einzugsgebiet: die Orte rechts vom Main, nämlich Döringstadt, Eggenbach, Freiberg, Ober- und Unterbrunn, Draisdorf und Messenfeld. Das war nicht immer so.

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Der neue Sandspielplatz gefiel Bürgermeister Bernhard Storath undKindergartenbeauftragtem Reinhold Zeitler. Foto: Monika Schütz

Als die Einrichtung vor 25 Jahren eröffnet wurde, hatte die damaligen Planer und Bauer schon einige Anstrengungen und Diskussionen hinter sich. Das Gelände war einst ein Sportplatz. Direkt neben der ehemaligen Schule gelegen, oben am Berg. „Es war damals für Döringstadt ein Kraftakt. Es mussten Gelder gesammelt werden und Spenden“, erinnerte Reinhold Zeitler an die Anfangszeit. Der Sportplatz musste schließlich weichen, übrig geblieben ist ein Bolzplatz. „Es reicht für uns“, bekräftigte Zeitler. Er ist nicht nur Kindergartenbeauftragter der Kirchenstiftung Döringstadt, sondern auch Vorstand der Sportfreunde. „Es war die richtige Entscheidung“, betonte er.

„Wir geben momentan sehr viel aus für die Kinder, und das ist richtig.“
Bernhard Storath, Bürgermeister

Das sah auch der Bürgermeister so: natürlich ist es immer wieder viel Geld, das die Gemeinde in die Hand nehmen muss: 25 Prozent zahle das Erzbistum, 25 Prozent die Kirchenstiftung und 50 Prozent die Marktgemeinde Ebensfeld, sagte er. „Wir geben momentan sehr viel aus für die Kinder, und das ist richtig“, betonte Storath.

Zurzeit besuchen 39 Kinder die Einrichtung, aufgeteilt in die „Kleinen“, die bis zu dreijährigen Kinder in der Krippengruppe „Spatzennest“ und in die „Großen“, die bis zu sechsjährigen in der Kindergartengruppe „Mäuseloch.“

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Lucy macht eine Imbisspause auf dem Drachen. Foto: Monika Schütz

Gefördert werden die verschiedensten Kompetenzen: sprachliche Bildung, mathematisch-naturwissenschaftlicher, religiöser, musikalisch-kreativer Bereich und Bewegung. Dabei wird gerne und erfolgreich gruppenübergreifend gearbeitet. Das nächste Projekt wird der altersgemäße Umbau des Gebäudes und der Einbau eines Spielhauses in der „Spatzengruppe“ sein. Das soll bis Mai 2020 fertig gestellt sein.

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Elternbeiratsvorsitzender Christian Quinger hilftmit beim Bruzzeln. Foto: Monika Schütz

Von Monika Schütz

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