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EBENSFELD

Ebensfelder Wehr: Nach der Segnung direkt zum Einsatz

Ebensfelder Wehr: Nach der Segnung direkt zum Einsatz
Pastoralreferent Daniel Wehrfritz segnete die Fahrzeugeund die Kameraden. Foto: Monika Schütz

Seltenes Ereignis für die Marktgemeinde. Gleich drei Tragkraftspritzenfahrzeuge TSF 44/1 wurden am Dienstagabend gesegnet und ihrer Bestimmung übergeben. Eines davon erhielt die Freiwillige Feuerwehr Eggenbach. Diese Wehr mit ihrem Kommandanten Michael Böhmer und Vorstand Michael Böhm deckt im Rahmen der Alarmierungseinheiten auch die Orte Freiberg und Draisdorf mit ab.

Das zweite Fahrzeug ging nach Unterneuses: dort kümmern sich Kommandant Sebastian Dorsch und Vorstand Christoph Hofmann neben ihrem Standort auch um Pferdsfeld und Niederau. Das dritte 44/1 wird in Zukunft in Prächting stehen und fährt mit aus, wenn es in Dittersbrunn, Sträublingshof, Kümmel und im Ort selbst benötigt wird.

„Nicht die Feuerwehr,

sondern die Bürger benötigen ein zeitgemäßes

Feuerwehrfahrzeug!“

Kreisbrandinspektor

Siegfried Hammrich

Für die Prächtinger ist dieses Fahrzeug etwas ganz Besonderes. Bernhardt Gehringer, Vorstand, und Karl-Heinz Nüßle in, Kommandant der Wehr, hatten bisher nur einen Anhänger mit Tragkraftspritze zu Verfügung, der bei Bedarf von Bulldogs gezogen wurde. Das war nicht mehr zeitgemäß und entsprach nicht mehr den Anforderungen. In der heutigen Zeit würden die landwirtschaftlichen Betriebe weniger, und so auch die Zahl der Bulldogs, die im Ernstfall zur Verfügung stehen würden, um die Pumpe an den Einsatzort zu bringen, so Bernhardt Gehringer. „Im Bedarfsplan waren sie vorgesehen, jetzt sind sie da“, freute sich der Bürgermeister Bernhard Storath. Mit ihm waren auch sein Stellvertreter und viele der Marktgemeinderäte zur feierlichen Segnung und Übergabe in die Rinnigstraße gekommen.

Die Kameraden haben die Fahrzeuge selbst abgeholt

Rund 25 000 Euro pro Fahrzeug kostet das die Gemeinde Ebensfeld nach Abzug der Förderungen. Die drei Fahrzeuge sind bau- und typgleich, sozusagen „Mengenrabatt“, den die Gemeinde gerne angenommen hat. Erst einige Tage zuvor, am Freitag, fuhr ein Bus der Ebensfelder nach Nordrhein-Westfalen, mit fast 20 Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren an Bord. Die wurden vor Ort gleich in die neuen Fahrzeuge eingewiesen und durften dann die 44/1 vom rund 360 Kilometer entfernten Mudersbach/Siegen mit nach Hause nehmen. Die Kennzeichen LIF-ME 26, -ME-31 und -ME-32 wurden schon am Donnerstag besorgt, TÜV-Abnahme und Meldung der neuen Einsatzfahrzeuge bei der Leitstelle erfolgten am Samstag.

Ebensfelder Wehr: Nach der Segnung direkt zum Einsatz
Vor dem Feuerwehrhaus wurde eine kurze Andacht gefeiert. Foto: Monika Schütz

Landrat Christian Meißner bedankte sich bei den ehrenamtlichen Feuerwehrlern nicht nur für ihre Einsatzbereitschaft, sondern auch für die Hege und Pflege der Fahrzeuge. „So sind und bleiben wir leistungsfähig“, lobte er die Mannschaften. Freudig und stolz war auch Kreisbrandinspektor Siegfried Hammrich. Der KBI brachte es auf den Punkt: „Nicht die Feuerwehr, sondern die Bürger benötigen ein zeitgemäßes Feuerwehrfahrzeug!“

Knapp 3600 Feuerwehrleute im Landkreis

Er bedankte sich für die gute Zusammenarbeit und die Einsatzbereitschaft der knapp 3600 Feuerwehrleute im Landkreis. „Gütiger Gott, schütze alle, die mit diesen Fahrzeug Dienst tun, bei ihrem Einsatz für die Mitmenschen vor jeder Gefahr. Segne diese Fahrzeuge, die heute zu ihrem Dienst übergeben werden“, bat Pastoralreferent Daniel Wehrfritz und segnete die neuen Fahrzeuge und die Kameraden.

Ebensfelder Wehr: Nach der Segnung direkt zum Einsatz
Einen Blick in die neuen Fahrzeuge warfen (v.li.) SebastianDorsch, Kommandant der FFW Unterneuses, Kreisbrandmeister ChristianSchilder und Landrat Christian Meißner Foto: Monika Schütz

Kleine Kuriosität: eben war das letzte Dankeswort gesprochen und die Gäste wollten sich an einem kleinen Imbiss stärken, als die Piepser der Ebensfelder Feuerwehr losgingen: das hieß, alles liegen und stehen lassen, rasch umziehen, zum Fahrzeug eilen und ausrücken. Gott sei Dank war es nur ein Müllbehälter am Veitsberg, der in Brand geraten war.

 

Von Monika Schütz

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