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BAD STAFFELSTEIN

Asbest: Erste Räume der Viktor-von-Scheffel-Schule sind frei

Unser Archivbild zeigt die Viktor von Scheffel Schule in Bad Staffelstein. Foto: Harald Koch

Asbestfasern in der Viktor-von-Scheffel-Realschule: Das war eine Nachricht, die für Aufsehen sorgte (unsere Redaktion berichtete). Vier Räume sind jetzt so gereinigt und abgedichtet, dass sie als nicht mehr belastet gelten. Es handelt sich dabei um das Lehrerzimmer und die Schulleiterbüros sowie das Sekretariat.

In den anderen 14 betroffenen Räumen laufen derzeit Arbeiten weiter. In allen Räumen werden die Seitenteile der Türelemente abgedichtet und gereinigt. Anschließend erfolgen auch dort Kontrollmessungen in den Räumen selbst und in den Fluren. Die Arbeiten in weiteren Räumen sind bereits abgeschlossen, hier stehen am Wochenende die Kontrollmessungen an.

Ergebnisse liegen erst am 16. September vor

Die Ergebnisse liegen allerdings erst am Montag, 16. September vor. Da die beauftragte Firma sehr gründlich und sorgfältig vorgehe, geht das Landratsamt davon aus, dass die Kontrollmessungen positiv ausfallen.

Am Donnerstag, 12. September, fand ein gemeinsames Gespräch mit Schulleitung, Personalrat der Schule und den Mitgliedern des Elternbeirats sowie den zuständigen Mitarbeitern aus dem Landratsamt statt, und die derzeitige Situation wurde intensiv besprochen. Viele Fragen sowohl zum Thema Asbestbelastung in den Räumen, als auch zum Thema Generalsanierung und Aufstellen von Containern wurden diskutiert und erörtert.

Zusätzliche Kontrollmessungen, wie zum Beispiel in weiteren Schränken und Spinden aber auch in anderen Gebäudeteilen wurden von Seiten des Landratsamtes zugesichert.

Erster Schultag am 17. September

Der erste Schultag ist an der Realschule Bad Staffelstein der kommende Dienstag, 17. September. Laut einer Pressemitteilung des Landratsamts ist mit kleinen Einschränkungen zu rechnen, da noch vier Räume bis zum 20. September final gereinigt und die Kontrollmessungen vorgenommen werden müssen. Dies sei mit der Schulleitung abgesprochen. Ein Raumkonzept für diese wenigen Tage und Räume sei erstellt. „Damit ist die Sicherheit der Schülerinnen und Schüler sowie Lehrer in der Schule sichergestellt und der Unterricht kann beginnen“, so das Landratsamt weiter.

Auch werden im Laufe der nächsten Monate regelmäßige Kontrollmessungen in der Schule stattfinden, um auch sicherzustellen, dass die Abdichtungs- und Reinigungsarbeiten erfolgreich waren und keine Asbestbelastung mehr vorliegt.

Hintergrund

Im Zuge der geplanten Generalsanierung des Nord-, Ost- und Südtrakts der Viktor-von-Scheffel-Realschule in Bad Staffelstein hat der Landkreis Lichtenfels (Sachaufwandträger) als Grundlage für die Kostenermittlung der Generalsanierung Schadstoffuntersuchungen beauftragt. Die gemessenen Werte für Asbest liegen knapp über dem Grenzwert für Innenräume. „Der Landkreis Lichtenfels hat aber den Anspruch, die Werte in den betroffenen Räumen auf unter 500 Fasern/Kubikmeter, im Idealfall auf unter 100 zu reduzieren, da es sich um eine Schule handelt“, heißt es in einer Pressemitteilung des Landratsamts. Am 24. August wurden daher sämtliche Räume mit derartigen Türelementen gemessen. Laut Messergebnis vom 27. August liegen die Werte zwischen weniger 100 und maximal 1370 Fasern/Kubikmeter.

Gesamtergebnis: sechs Raummessungen mit weniger als 103 Fasern/Kubikmetern, sechs Raummessungen mit 103 bis 500 Fasern/Kubikmeter sowie zwölf Raummessungen mit mehr als 500 Fasern/Kubikemtern. Definierte Grenzwerte gibt es nicht. Null-Belastung gibt es quasi auch nicht, da Asbest natürlicherweise bei der Abwitterung von Lagerstätten freigesetzt wird. Deshalb geht man laut Bayerischen Landesamt für Umwelt davon aus, dass Werte kleiner 100 Fasern/Kubikmetern nur schwer zu erreichen sind. Weiterhin wird angegeben, dass der Zielwert für die Sanierung von Innenräumen bei maximal 500 Fasern/Kubikmetern liegen sollte.

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