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VIERZEHNHEILIGEN

150 Ackerrösser bei Traktorenwallfahrt nach Vierzehnheiligen

150 Ackerrösser bei Traktorenwallfahrt nach Vierzehnheiligen
Pater Stanislaus segnet die Wallfahrer und ihre Fahrzeuge. Foto: Nicklas Derra

Langsam bewegten sich am Samstag alte Traktoren und einige Unimogs hoch zur Basilika. Über 150 „Ackerrösser“ mit ihren Besitzern und Besitzerinnen fuhren schnaufend den „Heiligen Berg“ hinauf, um vor der Basilika nach dem Gottesdienst den Segen Gottes zu erhalten.

Die Traktorenenwallfahrt ist eine besondere Form von gelebtem Glauben. „Die Wallfahrer wollen Danke sagen, für ein unfallfreies Jahr. Sei es im Beruf oder in der Freizeit“, meinte 1. Vorsitzender Reinhard Derra.

Die Staffelsteiner Oldtimerfreunde, die die Wallfahrt organisieren, freuten sich sehr über die vielen Teilnehmer. Die Wallfahrt ist eine Sternwallfahrt. Aus allen Himmelsrichtungen kamen Teilnehmer. Man sah Trakoren aus Köln, Fulda und Bad Kissingen. Sogar aus Oberbayern, Thüringen und Hessen waren Teilnehmer da. Rund 25 Traktorenbesitzer reisten schon am Vortag an und übernachteten in Wiesen und am Siedlerheim.

150 Ackerrösser bei Traktorenwallfahrt nach Vierzehnheiligen
Zahlreiche Zuschauer bewunderten die Traktoren auf ihrer Fahrt zur Basilika. Foto: Nicklas Derra

Angeführt wurde die Kolonne von Reinhard Derra mit seinem restaurierten Eicher. Es folgte ein Hürlimann (Schweizer Fabrikat) der Bulldogfreunde aus Vorrhöhn, gefahren von Erwin Amrhein. Neben ihm hielt seine Frau Imelda die Wallfahrtskerze. Auf den nachfolgenden Traktoren fuhren der Stellvertreter des Landrates, Helmut Fischer, und Zweiter Bürgermeister Hans-Josef Stich mit.

Als alle Eicher, Deutz, Porsche, Fendt, Lanz, MAN, Kramer, Güldner, Bautz, Mc Cormick, Schlüter etc. rund um die Wallfahrtskirche standen, zogen die Pilger – feierlich von der Leuchsentaler Blasmusik aus Mistelfeld begleitet – in das Gotteshaus ein. Am Eingang wurden sie vom Kirchenschweizer Daniel Reitz empfangen. Der Guardian des Klosters, Pater Heribert Arens, begrüßte die Teilnehmer und besprengte sie mit Weihwasser.

Eicher, Porsche, Fendt – und vielen andere Marken dabei

Die Wallfahrtsurkunde, die jeder Teilnehmer erhielt, zeigt heuer den Heiligen Aegidius. Er pflegte, laut der Legende, eine mit einem Pfeil angeschossene Hirschkuh wieder gesund, und sie ernährte ihn zum Dank mit ihrer Milch. Im Evangelium heißt es: „Macht Euch die Erde untertan.“ Pater Heribert führte in seiner Predigt dann aus: „Dass heißt nicht – beutet die Erde aus. Wir müssen mit der Schöpfung sorgsam umgehen. Wir besitzen sie nicht, sondern müssen sie für unsere Nachkommen bewahren.“

Mit Blasmusik und deftiger Brotzeit

Nach dem feierlichen Auszug, der heuer um die neuen Glocken führte, die vor dem Gnadenaltar auf einem Gestell hängen, ging es hinaus auf den Vorplatz. Hier segnete Pater Heribert und Pater Stanislaus die Teilnehmer und ihre Traktoren. Anschließend gingen die Gläubigen bei einer deftigen Brotzeit und fränkischer Blasmusik im Biergarten der Brauerei Trunk zum weltlichen Teil über.

Walter Mackert fasste die gelungene Wallfahrt mit den Worten „Miteinander beten, miteinander feiern - das ist Franken“ zusammen.

Von Walter Mackert

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