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KUTZENBERG / BAYREUTH

Bezirk investiert 540 Millionen Euro für die Kliniken

Eine Visualisierung des Klinik-Neubaus in Kutzenberg vor der Kulisse der bestehenden Gebäude. Foto: Beeg Lemke Architekten GmbH

Mit einer Rekordsumme von bis zu 540 Millionen Euro will der Bezirk Oberfranken seine Gesundheitseinrichtungen fit für die Zukunft machen. Dies erklärte Bezirkstagspräsident Henry Schramm am Mittwoch in Bayreuth. Das Investitionsprogramm beinhaltet in den kommenden zwölf Jahren Bauprojekte in ganz Oberfranken, angefangen vom Neubau des Bezirksklinikums Obermain in Kutzenberg (wir haben berichtet) über die Erweiterung der Kinder- und Jugendpsychiatrie in Bayreuth bis hin zur Errichtung eines neuen Bettenhauses an der Bezirksklinik Rehau.

„Als Bezirk sind wir besonders für diejenigen Menschen zuständig, mit denen es das Leben nicht so gut gemeint hat: Für Menschen mit Behinderung, für alte Menschen und eben für Menschen mit psychischen Erkrankungen“, sagte Schramm. Um diesen Menschen in ihren Lebenskrisen zu helfen, betreibe der Bezirk durch die GeBO ein flächendeckendes Netz an Kliniken, Tageskliniken und Psychiatrischen Institutsambulanzen in ganz Oberfranken.

Auf der vom Bezirkstag bereits einstimmig beschlossenen Liste stehen insgesamt 40 Bauprojekte, die Stand in den kommenden zwölf Jahren in Angriff genommen werden sollen. Katja Bittner, Vorstand der GeBO, betonte, dass eine bauliche Rundumerneuerung nötig sei, um den Anforderungen der Patienten und Angehörigen gerecht zu werden. Auch neue Behandlungskonzepte würden neue Raumkonzepte nötig machen.

Vorgesehen seien nicht nur Renovierungs- und Sanierungsarbeiten, sondern auch die Aufstockung von Kapazitäten und Angeboten sowie der Verbesserung von Arbeitsbedingungen und dem Bau von Personalwohnheimen an zwei Standorten. Mittelfristig werden wohl auch die Umlagezahler mithelfen müssen, den prognostizierten Eigenanteil in Höhe von insgesamt 140 bis 210 Millionen Euro (je nach Baukostensteigerung) aufzubringen, so der Bezirkstagspräsident.

Im Bezirksklinikum Kutzenberg soll im ersten Bauabschnitt ab 2021 die Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik neu errichtet werden. Der zweite Bauabschnitt, geplant ab 2026, beinhaltet die Klinik für Rheumatologie und die Lungenfachklinik. Die Gesamtinvestition beträgt rund 140 Millionen Euro. Zudem wurde ein denkmalpflegerisches Gesamtkonzept in Auftrag gegeben, um eine Nachnutzung für die teils denkmalgeschützte Gebäudesubstanz zu finden. Unter anderem soll dort eine Gedenkstätte für die Opfer der T4-Aktion eingerichtet werden. (red)

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