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BAD STAFFELSTEIN

Menosgada: Stadtführung der besonderen Art am 17. August

Auf und rund um den Staffelberg befand sich einst eine keltische Siedlung. Foto: Karl-Heinz Müller

Unter dem Titel „Mensogada – die keltische Stadt auf dem Staffelberg“ laden die Kultur- und Freizeitfreunde am Samstag, 17. August, zu einer Stadtführung der etwas anderen Art ein, nämlich auf den Staffelberg, in die keltische Stadt am Obermain.

Was bereits der Heimatforscher Dr. Gustav Roßbach/Lichtenfels vor gut 135 Jahren vermutete und seither durch zahlreiche professionelle Ausgrabungen wie die von Dr. U. Osterhaus und Professor Björn-Uwe Abels von 1967 bis 2003 und derzeit durch Dr. Schußmann bestätigt wurde, zeigt, dass der Begriff „Stadtführung“ durchaus gerechtfertigt ist. Auf dem Staffelberg befand sich in den letzten beiden Jahrhunderten vor Christ Geburt eine mächtige und stark befestigte keltische Siedlung – ein Oppidum, wie Gajus Julius Cäsar solche keltischen Großsiedlungen bereits im „gallischen Krieg“ (58 bis 51 vor Christus) bezeichnete. Ob es sich bei der Keltenstadt auf dem Staffelberg tatsächlich um „Mesonsgada“ handelt, den Ort, den bereits Ptolemäus in der „Geographike Hyphegesis“ (seiner umfassenden Darstellung der bekannten Welt des zweiten Jahrhunderts nach Christus) handelt, wird weiterhin strittig diskutiert, ist aber wohl sehr wahrscheinlich.

Gut 2800 Meter umfasste die Wall- und Maueranlage, die eine Anlage von 52 Hektar Größe, mit einer akropolis-ähnlichen Oberstadt auf dem Hochplateau, umschloss und auch heute noch in beeindruckenden Resten erkennbar ist.

Die relativ leichte Wandertour, für die allerdings gutes Schuhwerk und auch etwas Phantasie nötig ist, dauert rund drei Stunden, natürlich mit Einkehr in der Staffelbergklause. Sie beginnt um 14 Uhr am Parkplatz oberhalb von Romansthal, unter der Leitung von Karl-Heinz Müller.

Eingeladen sind Einheimische ebenso wie Kur- und Urlaubsgäste. Es wird kein Kostenbeitrag erhoben. Eine Anmeldung ist nicht nötig. (red)

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