aktualisiert:

BAD STAFFELSTEIN

„In der Heimat wohnen“: Neues Konzept und mehr Zielgruppen

„In der Heimat wohnen“: Neues Konzept und mehr Zielgruppen
Die beiden Quartiersmanagerinnen Nadja Motschmann und Katja Brade (von re.) verstehen sich als erste Anlaufstelle hinsichtlich eines Beratungsbedarfs für verschiedenste Personengruppen zu unterschiedlichen Themen. Auch der ehrenamtliche Senioren- und Behindertenbeauftragte der Stadt, Stadtrat Walter Mackert (li.), steht für Informationen zur Verfügung. Foto: Alfred Thieret

Seit Mai 2016 gibt es das Quartiersmanagement „In der Heimat wohnen“ als Beratungsstützpunkt in Bad Staffelstein in der Viktor-von-Scheffel-Straße 10. Das Wohnmodell und Quartiersmanagement wurde während einer dreijährigen Laufzeit von der Deutschen Fernsehlotterie finanziell gefördert.

Die beiden Quartiersmanagerinnen Katja Brade und Nadja Motschmann haben nach Ablauf der Förderperiode ein erweitertes Konzept für Bad Staffelstein entwickelt, womit eine finanzielle Folgeförderung durch die Fernsehlotterie ermöglicht wurde. Der erweiterte Konzeptansatz sei nun nicht mehr nur auf die Belange von Senioren ausgerichtet, sondern bezieht auch weitere Zielgruppen, wie etwa Familien, Angehörige von Pflegebedürftigen, Alleinerziehende, Menschen mit Behinderung oder Menschen mit Migrationshintergrund ein, erläuterte Katja Brade. Alle Menschen mit Hilfebedarf sollen in den Fokus genommen werden und mit dem Beratungsangebot des Quartiersmanagements erste Unterstützung erfahren.

Alle Menschen mit Hilfebedarf einbinden

Bürgermeister Jürgen Kohmann sei sehr erfreut, dass das Projekt „In der Heimat wohnen“, dass die Stadt zusammen mit der Caritas, der Joseph-Stiftung und der Baufirma Raab konzipiert hat, nun für weitere zwei Jahre sicher durch die Fernsehlotterie mitfinanziert werde, unterstrich Nadja Motschmann. „Mit dem Projekt wollen wir das Zusammenleben der Bürger mit unterschiedlichen Altersstrukturen unter Einbeziehung von Menschen mit Behinderung und Einbindung des gesamten Umfeldes beleben“, betonten die beiden Quartiersmanagerinnen unisono.

In dem Haus in der Viktor-von-Scheffel- Straße sind 27 barrierefreie Wohnungen entstanden, in denen Senioren, Familien mit Kindern oder Menschen mit Behinderung unter einem Dach leben. Die steigende Nachfrage zeigt, dass Bedarf für dieses Wohnmodell vorhanden ist. Auch eine Wohngemeinschaft für zwölf Menschen mit Demenz ist im Haus integriert. Die Quartiersmanagerinnen legen Wert auf ehrenamtliches Engagement und ein gutes Verhältnis zur Nachbarschaft. Sie organisieren weiterhin diverse Angebote und Veranstaltungen, informieren und beraten als erste Anlaufstelle zu Themen wie Alter und Behinderung, unterstützen bei Antragstellungen und vermitteln an weiterführende Hilfen.

Das Quartier bezieht sich auf die Stadt Bad Staffelstein und seine dazugehörigen 29 Ortsteile. Um die Senioren in den Ortsteilen besser erreichen zu können, haben die Quartiersmanagerinnen die „Mobile Sprechstunde“ ins Leben gerufen. Einmal im Monat findet diese in Kooperation mit den Ortssprechern in einem anderen Ortsteil statt und wird von den Senioren sehr gut angenommen.

In den nächsten Jahren gelte es das bisher Erreichte zu festigen, auszubauen und neue Angebote für das Quartier zu initiieren. Die Quartiersmanagerinnen setzen weiterhin auf bürgerliches Engagement. Die aus ehrenamtlichen Bürgern von Bad Staffelstein bestehende Projektgruppe sei ein wichtiger Teil des Konzeptes „In der Heimat wohnen“, welche sich in regelmäßigen Abständen trifft, um Projekte im Quartier zu entwickeln und umzusetzen.

Wer sich gerne aktiv mit einbringen möchte und für Bad Staffelstein Maßnahmen für ein soziales Miteinander mitgestalten will, ist herzlich zu einem der nächsten Treffen der Projektgruppe eingeladen.

Weitere Informationen gibt es beim Quartiersmanagement unter der

Tel. (09573) 3302780. Sprechzeiten: Montag, Dienstag und Donnerstag jeweils 10 bis 13 Uhr, Mittwoch 14 bis 17 Uhr und nach Vereinbarung.

Von Alfred Thieret

Weitere Artikel