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KÜMMERSREUTH

FFW Kümmersreuth: Alles begann mit einer Handspritze

FFW Kümmersreuth: Alles begann mit einer Handspritze
Langjährige und Verdienter Mitglieder der Jubelwehr mit den Ehrendamen. (v.l.) Christian Betz (Kdt), Lisa Gehringer, Anna Böhmer, Hanna Gehringer, Anna Lunz, Ferdinand Betz (50 Jahre), Bernhard Lunz (50 Jahre), Johann Lunz (60 Jahre), Rainer Betz (25 Jahre), Georg Heidenreich (40 Jahre), Martin Zillig (50 Jahre), Friedrich Lunz (50 Jahre), Konrad Gehringer (40 Jahre), Nikolaus Gehringer (50 Jahre), Richard Krappmann (Ortssprecher), Adam Heidenreich (60 Jahre), Stefan Heidenreich (Vorsitzender), Maria Böhmer, Melanie Förner, Tobias Dusold (Stadtrat) und Anja Kunzelmann. Foto: Gerd Klemenz

„Am 25. November 1894 war es endlich soweit, und in Kümmersreuth wurde ein Freiwillige Feuerwehr gegründet. Im Stammbuch dieser sind 25 Gründungsmitglieder verzeichnet. Damals war die Bevölkerung froh, einen eigenen Feuerschutz stellen zu können, zwar nur mit begrenzten Hilfsmitteln, aber dafür mit umso mehr Stolz und Bereitschaft“, erinnerte Vorsitzender Stefan Heidenreich am Samstag zu Beginn des Festkommers anlässlich des 125-jährigen Bestehens der Ortswehr.

„Damals war die Bevölkerung froh, einen eigenen Feuerschutz stellen zu können, zwar nur mit begrenzten Hilfsmitteln, aber dafür mit umso mehr Stolz und Bereitschaft.“
Stefan Heidenreich, Vorsitzender

Alles begann mit einer Hand- und Druckspritze, die erste motorisierte TS8-Pumpe wurde in den 1950-er Jahren auf dem Juraplateau stationiert. In den 1980-er Jahren war die Begeisterung für die Ortswehr so groß, dass man drei Gruppen zur Leistungsprüfung stellen konnte, fügte Heidenreich an.

FFW Kümmersreuth: Alles begann mit einer Handspritze
Gute Stimmung herrschte am Samstagabend im Festzelt beim Auftritt der „Best of Band“.

Ein Meilenstein war sicherlich der Neubau des Feuerwehrgerätehaus am Schulberg, das am Muttertag 2017 eingeweiht wurde. „Ganz stolz können wir hierbei auf unsere bauerfahrenen Rentner sowie auf die ehrenamtlichen Helfer sein. Insgesamt wurden 5500 ehrenamtliche Stunden geleistet“, lobte der Vorsitzende.

Nach dem Neubau und der Einweihung ging es nahtlos weiter mit den Planungen für das 125-jährige Bestehen. Innerhalb kürzester Zeit stemmte das kleine Juradorf mit dem Kemitzenfest und den Jubiläumsfest zwei große Feste, wofür sich Stefan Heidenreich zum Schluss seines Rückblickes sehr bedankte.

„Haltet zusammen, damit das Dorfleben weiter attraktiv bleibt.“
Tobias Dusold, Stadtrat

Stadtrat Tobias Dusold überbrachte die Grußworte der Adam-Riese-Stadt sowie des Schirmherrn, Bürgermeister Jürgen Kohmann. Dusold zollte der kleinen Wehr seinen Respekt für die Ausrichtung solch einer großen Veranstaltung. „Haltet zusammen, damit das Dorfleben weiter attraktiv bleibt. Es müssen sich wieder mehr Menschen in den Vereinen engagieren und Verantwortung übernehmen“, so der Appell des Stadtrats am Ende.

Norbert Schorn, Vorsitzender des Patenvereins aus Schwabthal, bescheinigte die Jubelwehr, perfekte Gastgeber zu sein. Richard Krappmann, Ortssprecher und Ehrenvorsitzender, gratulierte der Ortswehr ebenfalls zum großen Jubiläum. Für ihn selbst ist es bereits das dritte Jubiläumsfest. Als Kraftakt in den vergangenen Jahren nannte er den Neubau des Gerätehauses.

Im Anschluss an den Festkommers heizte die „Best of Band“ das Festzelt ordentlich ein.

Ehrungen

Nach der Absage von Bürgermeister Jürgen Kohmann waren die Kümmersreuther auch über die kurzfristige Absage der Dritten Bürgermeisterin Sabine Scheer enttäuscht. Somit übernahmen es Kommandant Christian Betz, Vorsitzender Stefan Heidenreich und Stadtrat Tobias Dusold, langjährige und verdiente Mitglieder zu ehren. Ausgezeichnet wurden 2. Vorsitzender Rainer Betz für 25 Jahre Dienst bei der Ortswehr, der ehemalige 1. Kommandant und ehemalige 1. Vorsitzende Georg Heidenreich sowie der langjährige Maschinist und ehemalige 2. Vorsitzende Konrad Gehringer für 40 Dienstjahre, Nikolaus Gehringer sowie die „Superrentner“ „Ferdl“ Ferdinand Betz, „Benno“ Bernhard Lunz, „Fritz“ Friedrich Lunz und „Zucker“ Hans Betz für 50 Jahre. Die vier „Superrentner“ waren während der gesamten Bauzeit des neuen Feuerschutzgerätehauses die treibenden Motoren auf der Baustelle. Für 60 Jahre in der Ortswehr wurden Lorenz Betz, Johann Lunz sowie Ehrenkommandant Michael Gehringer und der langjährige Maschinist Adam Heidenreich geehrt.

Von Gerd Klemenz

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