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DITTERSBRUNN

Blutspenderehrung: Zeit genommen fürs Leben retten

50, 75, 100, 125 und dreimal sogar 150 Mal spendeten Bürger aus dem Stadtgebiet Bad Staffelstein. Das verdient hohe Anerkennung, finden auch Bürgermeister Jürgen Kohmann (li.), die stellvertretende BRK-Kreisverbandsvorsitzende Rosemarie Göhring (7. v. re.) und BRK-Kreisgeschäftsführer Thomas Petrak (5. v. re.). Foto: Mario Deller

Blutspender schenken im Zeichen des Solidaritätsgedankens gleich doppelt – erstens ihren kostbaren Lebenssaft und natürlich auch ihre Zeit, die sie sich dafür nehmen. Es war daher den Vertretern des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK) im Landkreis ein Anliegen, im Gasthaus „Zum Veitsberg“ idas Engagement treuer Blutspender der Kommunen Bad Staffelstein und Ebensfeld Dank zu würdigen. 50, 75, 100, 125 oder sogar schon 150 Mal haben die Geehrten sich „anzapfen“ lassen und leisten damit einen ungemein wichtigen gesellschaftlichen Beitrag.

„Der heutige Abend ist nur ein kleines Zeichen des Dankes und kann nicht aufwiegen, was Sie, liebe Blutspender, oft über Jahrzehnte hinweg, freiwillig und unentgeltlich geleistet haben. Das ist wirklich aller Ehren wert“, betonte BRK-Kreisgeschäftsführer Thomas Petrak. „Das moderne Gesundheitswesen wäre ohne Menschen wie Sie nicht möglich“, wies er auf die immense Bedeutung von Blutspendekonserven hin mit den vielen Einsatzfeldern von Verkehrsunfällen über Anämieerkrankungen bis hin zu Krebstherapien.

„Das moderne Gesundheitswesen wäre ohne Menschen wie Sie nicht möglich.“
Thomas Petrak, BRK-Kreisgeschäftsführer

Im Jahr 2018 spendeten in der Viktor-von-Scheffel-Realschule Bad Staffelstein an fünf Terminen 833 Bürger einen halben Liter ihres Lebenssaftes, in der Pater-Lunkenbein-Schule in Ebensfeld im Vorjahr 514 Bürger. Erfreulich auch, dass wieder eine Reihe von Erstspendern zu verzeichnen waren. Bei den Spendeterminen in 2018 waren dies 40 (Bad Staffelstein) bzw. 17 (Ebensfeld).

Bei den Blutspenden im Landkreis ist ein Rückgang zu verzeichnen

Die Anzahl der Blutspenden im gesamten Landkreis belief sich 2018 auf 5441, was leider einen Rückgang gegenüber 2017 (5916) bedeutete.

Im Landkreis Lichtenfels liege die Blutspendebereitschaft mit elf bis zwölf Prozent aber immer noch weitaus höher als der bundesweite Schnitt von nur rund drei Prozent – und in Franken höher als im südbayerischen Raum. Regionen mit sehr geringen Blutspenderzahlen, wie sie vor allem in Großstädten aufträten, müsse man so gut es geht kompensieren, so Petrak. „In den Münchnern fließt also sozusagen auch fränkisches Blut“, meinte der Kreisgeschäftsführer augenzwinkernd – um im selben Atemzug wieder ernsthaft zu werden. „Treue Blutspender wie Sie sind die besten Werbeträger“, sagte er in Richtung der Geehrten, die sich das Essen als Dankeschön redlich verdient hatten. Herzlich Dank sagte Petrak auch den den Ehrenamtlichen, die bei den regelmäßigen Blutspende-Terminen im Einsatz sind.

Ehrennadel, Urkunde und ein Weinpräsent überreicht

Die stellvertretende BRK-Kreisverbandsvorsitzende Rosemarie Göhring (li.), Dritte Bürgermeisterin Gabriele Böhmer (2. v. li.) und BRK-Kreisgeschäftsführer Thomas Petrak (re.) dankten den treuen Spendern aus dem Ebensfelder Gemeindegebiet. Es fehlen: Hans-Werner Helmreich und Frank Fischer. Foto: Mario Deller

Im Beisein der stellvertretenden Vorsitzenden des BRK-Kreisverbandes Lichtenfels, Rosemarie Göhring, der dritten Ebensfelder Bürgermeisterin Gabriele Böhmer sowie für die Stadt Bad Staffelstein Bürgermeister Jürgen Kohmann nahmen die treuen Spendern Ehrennadel, Urkunde und ein Weinpräsent in Empfang. Mit Friedrich Lunz aus Kümmersreuth, Wolfgang Polster aus Bad Staffelstein und Willibald Beuschel aus Unterzettlitz waren sogar drei Herren dabei, die 150 Mal spendeten, mithin insgesamt 75 Liter Blut.

Im Namen der Marktgemeinde Ebensfeld sprach Dritte Bürgermeisterin Gabriele Böhmer ebenfalls den Blutspendern Dank aus: „Macht weiter so“. Wir sollten uns, so Böhmer, stets vor Augen halten, das wirklich jeder einmal in die Situation gelangen könne, einmal auf Blutspenden angewiesen zu sein.

Die Geehrten

Blutspender aus dem Stadtgebiet Bad Staffelstein:

50 Spenden: Andrea Keller (Bad Staffelstein); 75 Spenden: Christoph Gawantka, Wolfgang Böh, Wolfgang Kleine, Ralf Dünow (alle Bad Staffelstein), Hildegard Donath (Grundfeld), Josef Walter (Unterzettlitz), Franz Donath (Romansthal); 100 Spenden: Thomas Quinger (Zilgendorf), Franz Hatzold (Wolfsdorf); 125 Spenden: Monika Gehringer (Frauendorf), Ingrid Schramm, Norbert Schramm (beide Unnersdorf), Bernd Hornung (Püchitz), Johann Betz (Loffeld); 150 Spenden: Willibald Beuschel (Unterzettlitz), Friedrich Lunz (Kümmersreuth), Wolfgang Polster (Bad Staffelstein).

Blutspender Markt Ebensfeld:

50 Spenden: Markus Schober (Ebensfeld), Sven Wagner-Baumeister (Oberbrunn); 75 Spenden: Rita Moritz (Kleukheim); 100 Spenden: Hans-Werner Helmreich (Unterneuses), Harald Scherbaum (Kleukheim); 125 Spenden: Irene Süppel (Birkach), Frank Fischer (Ebensfeld), Siegfried Böhmer (Unterneuses).

 

mde

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