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BAD STAFFELSTEIN

Bad Staffelstein: Mehr als nur eine Werbegemeinschaft

Das neue Vorstandsteam der Werbegemeinschaft: (v. li.) Susi Mayr, stellvertretender Vorsitzender Sven Düber, Vorsitzender Frank Mirsberger, sein Vorgänger Theo Wittmann und Kassier Franz Elflein. Foto: Monika Schütz

Es knisterte förmlich vor Spannung im Obergeschoss der Peter-Moll-Halle, als Frank Mirsberger seine neuen Ideen vorstellte. Am Mittwoch war der 37-Jährige ohne Gegenstimme zum neuen ersten Vorsitzenden der Adam-Riese-Werbegemeinschaft gewählt worden. Seit 2011 ist er Mitglied, nun steht er an der Spitze und möchte mit Aktionen und Ideen ein neues Bewusstsein schaffen.

„Wir sind ein beliebter Urlaubsort – wir dürfen unsere Rolle nicht gegenüber dem Internet verspielen“, kritisierte er die immer stärker werdende Macht einiger Online-Riesen, die „weder Steuer noch Umsatzsteuer in Deutschland abführen – und der Staat sieht zu“.

Projekte endlich einmal umsetzen

Um die Position der Unternehmen in Bad Staffelstein zu stärken, müsse jetzt etwas unternommen werden. „Wir haben schon den Vorteil, dass die Obermain Therme mit im Boot ist“, freute er sich. „Wir müssen unsere Projekte einfach mal umsetzen und nicht ewig darüber nachdenken, dann haben wir in Bad Staffelstein gute Voraussetzungen für unsere Unternehmen.“

Quartiersmanager Michael Böhm schlug vor, die verkaufsoffenen Sonntage bis auf den Autofrühling abzuschaffen. Stattdessen sollen die Geschäfte freitags und samstags jeweils bis 20 Uhr offen haben. Foto: ArchivTobias Kindermann

Frank Mirsbergers Liste: „Gastronomie, Reha-Klinik, Kurhotel, Therme – wir müssen alle ansprechen. Jeder, der sich einbringt, ist ein Gewinn! Warum nicht IBC und Rösler? Wir sind nicht nur Werbegemeinschaft, eher ,Staffelstein regional'“, schlug er vor.

Soll die Werbegemeinschaft einen neuen Namen erhalten?

Unterstützt wird er bei seiner Vorstandsarbeit von Sven Düber, der ebenfalls ohne Gegenstimme in seinem Amt als 2. Vorsitzender bestätigt wurde. Auch er hat einiges vor, beispielsweise, wo kann man was moderner gestalten könne. Sogar der Vorschlag, die Adam-Riese-Werbegemeinschaft umzubenennen fiel.

Das ging einigen Anwesenden dann doch zu schnell: Peter Schlund, Beirat, bemerkte: „Wir sind doch schon ,AR plus', das heißt doch schon ,plus', also offen für andere.“ Auch der „Stammtisch“, der monatliche Treff der Mitglieder zum Meinungsaustausch, soll nach dem Willen des neuen Vorsitzenden einen anderen Namen bekommen. Hier einigten sich die Anwesenden auf „offenes Treffen für Mitglieder“.

Vorschlag: verkaufsoffene Sonntage abschaffen

Um möglichen neuen Mitgliedern einen Einblick in die AR-Werbegemeinschaft zu geben, soll am Montag, 1. Juli, ein solches Treffen stattfinden, dieses Mal auch für Nicht-Mitglieder. Treffpunkt ist um 19.30 Uhr im Stadtcafé. Nach der Wahl hat der Verein nun auch eine neue Geschäftsstelle und Adresse, nämlich Kirchgasse 14, die ehemalige AOK-Geschäftsstelle.

Quartiersmanager Michael Böhm erklärte seine Unterstützung, wenn sich der Verein den neuen Herausforderungen von Amazon, E-Bay & Co. stellt. „Wenn wir alle unsere Stärke einbringen, könnte es sich für uns rentieren“, meinte er. Einer seiner Vorschläge: die verkaufsoffenen Sonntage in ihrer Attraktivität steigern und verstärkt gemeinsam – und zwar alle Mitglieder – bisweilen an Freitagen oder Samstagen bis 20 Uhr öffnen. Mirsberger schlug auch vor, Aktionen vom Kurpark in die Innenstadt zu holen.

Bei all den anstehenden Projekten gab es bei der Versammlung auch die Zeit für einen Blick zurück. So bedankten sich die Anwesenden beim scheidenden Vorsitzenden Theo Wittmann, der seit 2003 an der Spitze die Geschicke der Adam-Riese-Werbegemeinschaft geleitet hatte. „Unter deiner Regie hat?s gut geklappt!“, bedankte sich Schriftführerin Susi Mayr im Namen des Vorstands.

Anstehende Termine:

• Montag, 1. Juli, 19.30 Uhr offenes Treffen auch für Nicht-Mitglieder im Stadtcafé.

• Verkaufsoffene Sonntage am 29. September, 27. Oktober und 24. November.

Das neue Führungsteam

1. Vorsitzender Frank Mirsberger; 2. Vorsitzener Sven Düber; Schriftführerin Susi Mayr; Kassier Franz Elflein; Beiräte: Michael Böhm, Hans-Josef Stich, Peter Schlund und Matthias Mischke.
Quartiersmanager Michael Böhm schlug vor, die verkaufsoffenen Sonntage bis auf den Autofrühling abzuschaffen. Stattdessen sollen die Geschäfte freitags und samstags jeweils bis 20 Uhr offen haben. Foto: ArchivTobias Kindermann

Von Monika Schütz

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