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VIERZEHNHEILIGEN

Neue Glocken der Basilika erklingen am Christkönigssonntag

An der Basilika Vierzehnheiligen wird weiter gebaut. Darüber wurden die Mitglieder der Freunde und Förderer der Basilika Vierzehnheiligen bei der Hauptversammlung informiert. Foto: Franken Tourismus/Hub

Bei der Mitgliederversammlung der „Freunde und Förderer der Basilika“ im Diözesanhaus dankte der Vorsitzende, Landrat Christian Meißner, dankte allen für ihre Unterstützung des gemeinsamen Anliegens, den Erhalt der Basilika und des lebendigen Lebens in der und um die Basilika.

„Die Glocke war schon immer ein Zeichen: Hier ist etwas, was uns auf Gott aufmerksam macht, und das ist so bis heute.“
Rosemarie Vollmer, Künstlerin

Guardian Pater Heribert erinnerte an das, was mit großer Selbstverständlichkeit jährlich an der Basilika geschieht: über 900 Gottesdienste, 170 bis 180 Fußwallfahrten, etwa 300 Kirchenführungen, 25 Orgelkonzerte, dazu Orgelführungen, 180 Stunden Beichte und Gespräch, 50 bis 60 Ehejubiläen und manches mehr. Er unterstrich, wie wertvoll es ist, bei diesen Aufgaben Freunde und Förderer im Rücken zu wissen. Er dankte den Vorstandsmitgliedern für ihr Engagement, dabei auch Schatzmeister Raimund Köhler, der seinen Bericht gab und den Haushaltsplan für 2019 vorlegte, der einstimmig beschlossen wurde.

Rollstuhl- und rollatorfreundlich

Pater Heribert berichtete, dass im vergangenen Jahr einiges geschehen ist, um älteren und behinderten Menschen den Weg in die Basilika zu erleichtern: der rollstuhl- und rollatorfreundliche Zugang zu den Toiletten und ein Geländer an der großen Freitreppe vor dem Portal.

In diesem Jahr kommt die Erneuerung des Geläuts zum Abschluss. Seit dem 12. Mai läuten die Glocken nicht mehr – wegen der beginnenden Arbeiten in den Türmen. Die neuen Glocken sind gegossen und werden ab Juli in der Basilika zu sehen sein (diese Redaktion berichtete). Am 8. September wird Erzbischof Ludwig Schick sie im Rahmen eines Pontifikalamtes weihen, bevor sie in den Turm entschwinden. Das erneuerte Geläut soll am Christkönigssonntag (24. November) zum ersten Mal erklingen.

Drei Kurzfilme zum Glockenguss

Im Anschluss an die Versammlung kamen noch Besucher dazu, um drei Kurzfilme anzusehen, erstellt von der Fernsehredaktion des Erzbistums Bamberg: ein Film über den Glockenguss am 26. April, ein Interview mit dem Glockengießer Albert Bachert und eines mit Rosemarie Vollmer, der Künstlerin, die die Glocken gestaltet hat.

Bachert sagte in diesem Interview auf die Frage, ob es ihn stolz mache, für die berühmte Basilika Glocken zu gießen: „Stolz ist vielleicht der falsche Ausdruck. Man freut sich auf die Aufgabe, auf jeden Fall. Wenn man vor den beiden Türmen steht, dann spürt man aber auch die Last auf den Schultern, wenn man für so eine Kirche die Glocken gießt, und spürt auch die Verantwortung. Das überwiegt. Und hinterher ist es dann eine große Freude, wenn das alles gut gelingt.“

Rosemarie Vollmer, sagte in ihrem Interview: „Jeder weiß, wenn eine Glocke läutet, entweder es ist Abend oder Morgen, vielleicht ist ein Gottesdienst, vielleicht ist es die Totenglocke. Die Glocke braucht keine Worte! Und sie war schon immer ein Zeichen: Hier ist etwas, was uns auf Gott aufmerksam macht, und das ist so bis heute. Und das ist auch das Gute an ihr. Die ist über die ganzen Streitereien erhaben. Und deswegen wird Glocke bleiben. Ich glaub ganz fest dran!“

Im Rahmen der Versammlung wurde auch darüber informiert, dass das Gerüst, das zur Zeit an der Fassade der Basilika errichtet wird, nichts mit dem Geläut zu tun hat. Es dient der dringend notwendigen Sanierung der Fassade. Es wird wahrscheinlich bis zum Herbst 2020 dort stehen. (red)

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