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STUBLANG

Wenn der VdK zum Wunschberuf verhilft

Zwei langjährige Mitglieder wurden besonders geehrt (v. li.):Michael Höppel (25 Jahre Treue zum VdK), stellvertretender VorsitzenderWendelin Kauppert, Hans-Jürgen Wenisch (40 Jahre) und KreisvorsitzenderHeinz Wittmann. Foto: Monika Schütz

„Wieso werden Renten besteuert und Vermögen nicht? Wieso zahlt eine Erzieherin ein – und eine Beamtin nicht? Ist das gerecht?“ Beim Kaffeekränzchen des VdK-Ortsverbandes Lautergrund am Sonntag bekamen die rund 60 Anwesenden im Gasthof Dinkel einiges zu hören.

Kreisvorsitzender Heinz Wittmann hatte kurz zuvor in München-Bogenhausen dem bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder genau diese Fragen gestellt. Es seien einige der Grundforderungen des VdK, erklärte Wittmann den Mitgliedern und ihren Partnern. Täglich treten in Bayern 220 Menschen in den Sozialverband ein, die Mitgliederzahl in der Bundesrepublik liegt derzeit bei gut 1,95 Millionen Menschen. Söders Antwort und Abschlussworte bei der Münchner VdK Verbandstagung: „Bleibt am Ball – aber ihr müsst euch warm anziehen!“

Jeder ist irgendwie betroffen

Wittmann stellte die neue Broschüre vor, die in etwa vier Wochen in der Geschäftsstelle in der Viktor-von-Scheffel-Straße in Lichtenfels erhältlich ist. Die Gäste lauschten aufmerksam. Auffallend: Immer wieder nickten die Zuhörer, stimmten den Ausführungen des Kreisvorsitzenden zu. Irgendwie war und ist auch jeder betroffen. Sei es in der Pflege als Patient oder als pflegender Angehöriger, als Rentnerin, die vielleicht jeden Cent umdrehen muss, oder als körperlich Beeinträchtigter, der einfach nur barrierefrei von A nach B kommen möchte.

Stadtrat Andi Pfarrdrescher lobte das Engagement des Vorstands. „Der VdK ist keine Nebenbeschäftigung“, dankte er Wendelin Kauppert, der in Vetretung des Vorsitzenden Martin Zillig diesen Nachmittag organisiert hatte. Für ihre Treue zum Ortsverband Lautergrund wurden Mitglieder aus Uetzing, Stublang, End, Wattendorf, Loffeld, Bad Staffelstein und Kümmersreuth geehrt.

Mit 21 Jahren eingetreten

Unter den Geehrten war auch Michael Höppel, erst 46 Jahre alt, aber schon 25 Jahre im VdK. Er erinnert sich, wie er nach seiner Schulzeit – wie auch heute üblich – einen Eignungstest machen musste. Sein Wunschberuf: Kfz-Mechaniker. Wegen einer körperlichen leichten Beeinträchtigung sei ihm aber „von allen Seiten abgeraten“ worden. „Die haben damals alle gesagt, ich soll einen Büro-Job machen“, erzählt er. Aber das wollte er nicht.

Er wandte sich mit den Eltern an den VdK, den er von Vater und Großvater her schon gut kannte, und begann zeitgleich seine Ausbildung in einem Kfz-Betrieb. „Ein halbes Jahr stand es auf der Kippe, dann wusste ich: Ja, ich darf.“ Der VdK ging übers Amtsgericht und erreichte, dass der junge Mann seinen Wunschberuf erlernen durfte. Mittlerweile ist er seit 26 Jahren in diesem Beruf tätig. Die Urkunde und die Ehrennadel des VdK nahm Michael Höppel strahlend entgegen.

Termine

Folgende Termine wurden bekannt gegeben: Die Tagesfahrt führt am 20. Juli in die Rhön, das Fischessen in der Ellner Mühle findet am 6. September statt.

Ehrungen

Zehn Jahre: Annette Balik und Konrad Gründel.

15 Jahre: Erwin Säum, Gabriele Säum, Siegfried Vogt, Klara Kraus, Winfried Schütz, Sieglinde Bornschlegel und Ursula Wachsmann.

20 Jahre: Michael Ladisley, Berta Lehmann und Renate Ott.

25 Jahre: Michael Höppel.

40 Jahre: Hans-Jürgen Wenisch.

Von Monika Schütz

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