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STUBLANG

Ein Halleluja aus den "Zylinderorgeln" in Stublang

Ein Halleluja aus den „Zylinderorgeln“ in Stublang
Mit Vertrauen auf Gott in die neue Saison: Pfarrer Helmuth Bautz und Gemeindereferent Matthias Beck segneten die Motorradfahrer mit ihren Maschinen. Foto: Gerd Klemenz

Das Streben nach Freiheit und Gemeinschaft und die Freude am Leben – dieses Feeling eint die Fahrer von Motorrädern. Damit dieses Glück auch lange Erfüllung findet, treffen sich viele Motorradfreaks jedes Jahr zu Beginn der Motorradsaison, um ihre Fahrzeuge segnen zu lassen. So auch am Sonntag wieder im Lautergrund. Rund 100 Biker kamen der Einladung nach.

Ein Blick auf die Nummernschilder zeigte, dass nicht nur Biker aus dem Landkreis Lichtenfels vertreten waren, sondern auch Teilnehmer aus ganz Ober- und Mittelfranken. „Zum zehnten Mal treffen sich die Motorradverrückten und ihre Freunde hier in Stublang“, erinnerte der evangelische Pfarrer Helmut Bautz. Neben Christi Himmelfahrt sei der Palmsonntag mit seinen Jubelrufen ein geradezu motorradfreundliches Hochfest des Kirchenjahres, und so forderte der Pfarrer die Biker auf, zu ihren Motorrädern zu gehen und mit dem rechten Handgriff lautstark in das „Halleluja“ einzustimmen.

„Nehmen sie den mit aufs Motorrad und in ihr Leben, der unsichtbar und doch da ist. Ohne den nichts geht.“
Matthias Beck, Gemeindereferent
Ein Halleluja aus den „Zylinderorgeln“ in Stublang
Zum Ausklang spielte die Kulmbacher Motorradfahrer Kultband „Braazzz“.

Das ließen sich die Zweiradfreunde nicht zweimal sagen: Die Musik aus den „Zylinderorgeln“ war unüberhörbar. Gemeindereferent Matthias Beck sagte in seiner Predigt, wie wichtig die Luft im Leben jedes Einzelnen ist. „Was wären wir mobile Menschen ohne die Luft in den Reifen? Ohne Luft geht nichts und fährt nichts“, so Beck. „Nicht nur im Reifen sondern auch im Leben.

Zugunsten des Hospizvereins

Ein Halleluja aus den „Zylinderorgeln“ in Stublang
Der Nachwuchs stand schon bereit Foto: Gerd Klemenz

Manchmal geht uns unterwegs die Luft aus und dann wir kriegen die Kurve nicht mehr.“ Im Leben sei das wie auf dem Motorrad. Wann immer einem die Luft unterwegs ausgehen wolle, könne gleichsam ein Gebet einen wieder aufpumpen.

„Setzen Sie sich auf ihr Motorrad. Denken Sie an die unsichtbare Luft, ohne die nichts ginge. Und nehmen sie den mit aufs Motorrad und in ihr Leben, der unsichtbar und doch da ist. Ohne den nichts geht“, forderte der Gemeindereferent zum Schluss.

Die Kollekte ging an den Hospizverein Lichtenfels. Katja Enders, Mitarbeiterin im Hospizverein, gab einen kurzen Einblick in ihre Arbeit. Es gibt momentan 29 ausgebildete Hospizhelfer, die Betroffene betreuen. Und für diese ehrenamtliche Arbeit spendeten die Biker gerne.

Ein Halleluja aus den „Zylinderorgeln“ in Stublang
Die Biker stimmten mit dem rechten Handgriff in das Hallejulia ein. Foto: Gerd Klemenz

Am Ende des Gottesdienstes segneten Pfarrer Bautz und Gemeindereferent Beck die in Reih und Glied stehenden Maschinen und ihrer Fahrer. Im Anschluss spielte die Kulmbacher Motorradfahrer Kultband „Braaz“ für alle auf.

Zur Geschichte des Gottesdienstes

Am 25. April 2010 hatte die Gemeinschaft der Motorradfreunde Bad Staffelstein/Stublang erstamsl gemeinsam mit der ökumenischen Kur- und Urlauberseelsorge Bad Staffelstein zum Motorradgottesdienst nach Stublang eingeladen. Damals waren 70 Biker mit ihren Motorrädern gekommen, um unter freiem Himmel um Gottes Segen für ihre Fahrten zu bitten.

 

klem

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