aktualisiert:

LOFFELD

Konzert: Einsatz und Mut der Musikschüler werden belohnt

Konzert: Einsatz und Mut der Musikschüler werden belohnt
Ensemble 2: lauter konzentrierte, kleine Gitarrenspieler. Foto: Birgit Kunig

Es liegt nicht nur Frühling in der Luft, es ist eine Anspannung, gepaart mit mit frappierend frohlockender Fröhlichkeit und Freude, wie wenn summende Bienlein ihren Bienenstock suchen. Und die Alte Schule in Loffeld ist zum Bersten voll am Freitag Abend, als die Städtische Sing- und Musikschule Bad Staffelstein ihr Frühlingskonzert zum Besten gibt.

Alle sind gekommen: Eltern, Geschwister, Tanten, Onkel, Omas, Opas und auch Neugierige, die das lustige Treiben vor der Alten Schule direkt neben dem Bräustüberl mitbekommen haben. Viele finden gar keinen Platz mehr, aber das stört sie nicht, da stellt man sich halt dann ganz nach hinten.

Vorfreude vertriebt das Lampenfieber

Als der achtjährige Paul, der sein erstes Gitarren-Konzert gibt, gefragt wird, ob er aufgeregt sei, sagt er: „Nö, nicht so sehr“ - er gibt sich cool und lacht. Also ist man erstaunt, dass die Vorfreude auf den allerersten öffentlichen Auftritt tatsächlich vor dem Lampenfieber hilft. Und so ist auch die allgemeine Stimmung in dem Saal „Alles kann - nichts muss“. Die Freude auf das Konzert ist jedem ins Gesicht geschrieben.

Es ist eine Kinderschar im Alter zwischen sechs und 13 Jahren, die mit Musikalität und teilweise schon Virtuosität ihr Instrument beherrschen und auch stimmlich aus sich herausgehen. Auch die Musiklehrer Susi Schliefer, Walter Breidenbach, Thomas Steinhart und Thomas Lipport unter der Leitung von Bernd Donath geben sich gut gelaunt und unterstützen ihre Schüler, wo sie nur können.

In den tiefen Tönen steckt viel Kraft und Inbrunst

Ganz plötzlich ist mucksmäuschenstill, als Jonas und Ralf Kunzelmann voller Kraft ein Tuba-Duett spielen. Man merkt sofort: da steckt viel Kraft und Inbrunst in den tiefen Tönen, die sie erzeugen. Auch der Nussknacker-Marsch von Tschaikovsky gespielt von Eva-Maria Weiß, Lotta Trunk, Marie Schütz, Emma Kerner/Querflöte und Katharina Weiß/Klarinette ist mehr als beeindruckend.

Annika Schneider spielt ihr 'Amazing Grace' auf dem Saxophon schon ziemlich professionell. Alle Töne sind richtig getroffen, und das Stück ist richtig schwer. Aber am schönsten ist doch das ganze Konzert, weil man weiß, es muss nicht immer alles perfekt sein, sondern das Dabeisein und die Spielfreude ist das, was zählt.

Japanische Töne vom ersten Gitarren-Ensemble

Beim Can Can von Offenbach muss der junge Trompeter Aaron zwar mehrmals ansetzen. Aber sein Durchhaltevermögen und sein Mut werden immer noch mehr belohnt, und das zeigt sich in tosendem Applaus. Das wirkt sich überhaupt auf die ganze Stimmung aus. Und letztlich sind alle froh, dass sich ihre Kinderlein, Enkel, Urenkel, Neffen, Nichten so vortrefflich entwickeln und soviel Freude dabei haben. Nicht zu vergessen Tim Pfeiffers und Jannik Werners flotte Trompeten- und Klarinetten Klänge.

Auch japanische Töne sind vom ersten Gitarren-Ensemble von Emma Rebhahn, Leo Hellmut, Leni Dinkel, Linus Henning und Laurin Winkler an der Bongotrommel zu hören. Und das zweite Ensemble sind die ganz Kleinen. Sie haben Lustiges im Repertoire, zum Beispiel „Wenn der Elefant in die Disco geht“.

Da unterstützt dann auch Thomas Lipport seine kleinen Gitarristen Paul Hennemann, Elias Friedrichs, Martha Klecker, Hannes Dütsch, Fritz Fiebe und Lea Pfarrdrescher.

Wenn Clara Dinkel am Klavier ihren Can Can schon sehr virtuos und Lea Vogt das Divertimento von Mozart an der Querflöte spielen, schmilzt das Publikum dahin. Und viele sind erstaunt über das Können der Musikschüler. Auch das Greensleves, die ewig bekannte irische Volksweise an der Gitarre gespielt von Melina Hübner erfordert äußerste Konzentration.

Und Ben Jiptner glänzt mit seinem „Augustin“ am Klavier. Richtig filigran gezupft und mit wunderschön zarten Stimmen gesungen, begeistern Greta Tisca und Lena Schwab mit „Let her go“ von Passenger. Und als gebührenden Abschluss rockt Elias Sniehotta mit seinem „Enter Sandmann“ von Metallica das Publikum.

Die Kinder sind erleichtert und überwältigt von ihrem eigenen Mut, die Eltern und Lehrer voll des Lobes. Die abschließenden Worte von Bernd Donath hallen noch lange nach: „Einsatz und Mut werdend immer belohnt“.

ONLINE-TIPP

Mehr Bilder unter www.obermain-tagblatt.de

Konzert: Einsatz und Mut der Musikschüler werden belohnt
Die Zuhörer lauschten aufmerksam und waren beeindruckt von den Darbietungen.
Konzert: Einsatz und Mut der Musikschüler werden belohnt
An der Querflöte Lea Vogt, am Kavier Walter Breidenbach.

Von Birgit Kunig

Weitere Artikel