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KLOSTER BANZ

"Lieder auf Banz": Jeder Preisträger hat einen eigenen Sound

„Lieder auf Banz“: Jeder Preisträger hat einen eigenen Sound
„Belle Fin“ aus Wien bieten einen raffinierten Mix aus Jazz, Latin, Chanson und dem Wiener Lied. Foto: Stefan Joham

Die Gewinner des Nachwuchsförderpreises der Hanns-Seidel-Stiftung stehen fest: Christin Henkel, Lennart Schilgen und „Belle Fin“ werden bei den „Liedern auf Banz“ am Freitag, 5., und Samstag, 6. Juli, auf der Klosterwiese zu hören sein. Dies gibt der Veranstaltungsservice Bamberg bekannt.

Die Hanns-Seidel-Stiftung ruft jedes Jahr Gruppen und Solisten auf, sich für den jeweils mit 5000 Euro dotierten Förderpreis zu bewerben. Die Preisträger dürfen sich beim traditionsreichen Liedermacherfestival „Lieder auf Banz“ auf der großen Bühne neben den etablierten Stars präsentieren. Außerdem erhalten sie im intimen Rahmen am Donnerstag, 4. Juli, beim Nachwuchspreisträgerkonzert im Kloster Banz die volle Aufmerksamkeit des Publikums.

Klosterwiese als Sprungbrett für viele Musiker

„Lieder auf Banz“: Jeder Preisträger hat einen eigenen Sound
Christin Henkel hat ihr eigenes Genre kreiert: das „Kla-Ka-Son“, das klavierkabarettistische Chanson. Foto: Katerina Kepka

Ein Großteil der bisherigen Preisträger ist mittlerweile nicht mehr aus der deutschen Musiklandschaft wegzudenken, wie beispielsweise „Rosenstolz“, Willy Astor oder Bodo Wartke. Die Moderatoren der „Lieder auf Banz“, „Viva Voce“, haben die begehrte Trophäe bereits 2004 abgeräumt. Im vergangenen Jahr konnten sich Miss Allie, die „Herbstbrüder“ und Ami Warning über diese Auszeichnung freuen.

Die drei Preisträger werden jährlich von einer unabhängigen Fachjury in mehreren Runden ermittelt. Wie es in der Pressemitteilung weiter heißt, gab es in diesem Jahr knapp 100 Bewerbungen, von denen letztlich 18 für die finale Entscheidungsrunde ausgewählt wurden. Am Ende haben sich Christin Henkel, Lennart Schilgen und „Belle Fin“ durchgesetzt.

„Lieder auf Banz“: Jeder Preisträger hat einen eigenen Sound
„Wer Bodo Wartke mag, wird Lennart Schilgen lieben“, urteilt der NDR über den Nachwuchspreisträger der Hanns-Seidel-Stiftung. Foto: Jost Schilgen

Christin Henkel beherrscht alle Gefühle. Von außergewöhnlich komisch über gemein bis tief-bewegend. Deshalb brauchte sie ein neues Genre, um alle Talente und Klangfarben in einer Schublade unterzubringen. Und voila: das „Kla-Ka-Son“ war geboren – das klavierkabarettistische Chanson.

Christin Henkel: Liedermacherin mit tiefschwarzem Humor

Seit einigen Jahren tourt die Liedermacherin mit dem tiefschwarzen Humor quer durchs Land, war unter anderem Gast bei Dieter Nuhr, „Pufpaffs Happy Hour“, „Night-wash“ und „Ladies Night“, schrieb nebenbei Orchester- und Kammermusik und veröffentlichte ihr erstes Buch „Juhu, berühmt! Ach nee, doch nich“ (Knaur/2017) sowie ausgewählte Songtexte in der Anthologie „Querulantinnen“ des Reclam Verlags. Auf der Platte und bei Live-Auftritten wird Christin von Ausnahmetalent Juri Kannheiser (auch bekannt als „die Band ohne Haare“) auf dem Cello begleitet.

Lennart Schilgen bringt in seinen Liedern Feststehendes zum Kippen

Lennart Schilgen findet Blickwinkel, aus denen das vermeintlich Feststehende wackelig erscheint. Und bringt es dann in seinen Liedern zum Kippen: vom Tragischen ins Komische, vom Schönen ins Schräge. Oder auch mal umgekehrt. Mit „Funken schlagender Sprachkunst“ (AZ) und hintergründiger, leichtfüßiger Komik erzählt er Geschichten vom Scheitern, die so nah am Leben sind, dass man ihm gerne jedes Wort glaubt – mitunter hoffend, es möge sich nicht wirklich alles so zugetragen haben.

Seit der Premiere seines ersten abendfüllenden Programms 2015 heimste der Berliner allerhand Kleinkunstpreise ein, wie den „Bielefelder Kabarettpreis“ oder den „goldenen Stuttgarter Besen“. Seine Auftritte führen ihn durch den gesamten deutschsprachigen Raum und mittlerweile an so renommierte Spielorte wie die „Bar jeder Vernunft“ in Berlin. Der NDR urteilte: „Wer Bodo Wartke mag, wird Lennart Schilgen lieben.“

Auf einer Reise von Wien bis Südamerika mit „Belle Fin“

Die Welt von Belle Fin erzählt Geschichten und zeichnet Bilder von Südamerika über Frankreich bis in ihre Heimatstadt Wien. „Belle Fin“ spürt unterschiedlichen Rhythmen auf, fängt ihre unverwechselbaren Schattierungen ein und vereint sie leichtfüßig und ohne Zwang. Ein raffinierter Mix aus Jazz, Latin, Chanson und dem Wiener Lied machen diese Band unverwechselbar.

„Belle Fin“ besteht aus langjährigen Freunden, und das spürt man. Die Frontmänner Robin Ullmann (Trompete und Gesang) und Fabian Belle Fin (Gesang und Gitarre) singen seit elf Jahren miteinander und haben bis heute Spaß an dem, was sie machen. Bei größeren Konzertanfragen wird ihr Rücken von Julian Berann (Drums) und Paul Male (Gitarre) gestützt. Ansonsten spielen sie in der Quartett-Besetzung: Fabian Belle Fin, Robin Ullmann, Peter Engel (Kontrabass) und Mathias Ihrybauer (Ziehharmonika). Die familiäre Stimmung in der Band überträgt sich unweigerlich auf das Publikum, egal ob vor mehreren 100 Leuten in Theatern und Konzertsälen oder vor 20 Personen im Gasthaus.

Das Line-Up der diesjährigen „Lieder auf Banz“

Damit ist das diesjährige Programm der „Lieder auf Banz“ vollständig: „Süden II“ (Schmidbauer, Pollina, Kälberer), Wolfgang Niedecken, Wolfgang Ambros, Hannes Ringlstetter und Band, „Die Wellpappn“, Roger Stein, Jule Neigel feat. Maschine und Hasbee, Lennart Schilgen, „Belle Fin“, Christin Henkel, Moderation „Viva Voce“.

Der Samstag, 6. Juli, ist bereits ausverkauft, auch die Tribünenplätze für den Freitag, 5. Juli. Restkarten gibt es noch für die Wiese am Freitag.

Karten gibt es an allen bekannten Vorverkaufsstellen, in allen gängigen Vorverkaufssystemen, unter der Hotline, Tel. (0951) 23837, oder unter www.kartenkiosk-bamberg.de. (red)

 

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