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Benefizkonzert Kutzenberg: Mary Poppins tanzt durch den Saal

Benefizkonzert Kutzenberg: Mary Poppins tanzt durch den Saal
Als I-Tüpfelchen zu „An der schönen Donau“ von Johann Strauß gab es passenderweise noch eine Walzer-Tanzleinlage. Foto: Mario Deller

Unter dem Motto „Zeit zum Genießen“ begeisterten die Teilnehmer der Stimmbildungskurse der Volkshochschule Bamberg die Besucher eines Konzerts auf dem Gelände des Bezirksklinikums. Es war der Abschluss ihres Semesters. Dem Publikum ging in der zweistündigen musikalischen Reise das Herz auf.

Unter der künstlerischen Leitung von Anastasia Maarsman-Bayer, die in Doppelfunktion als musikalische Begleitung am Klavier sowie als Dirigentin mitwirkte, präsentierten die Sänger der Stimmbildungskurse sehr gelungen das einstudierte bunte Repertoire. Die Darbietung gestaltete sich zur Freude des Publikums äußerst abwechslungsreich. Sie verdiente wunderbar das Attribut, das zugleich titelgebend ist für ein eingangs präsentiertes Lied aus dem Musical „Kiss me Cate“ .

Lustige Einlagen von Beginn an

Dass die Männer und Frauen nicht nur das Singen lieben, sondern auch die wichtige Prise Humor und Lebensfreude mitbringen, wurde mit einer lustigen Einlage schon zu Beginn deutlich. Elisabeth Merklein, die zusammen mit Irene Huber das Konzert moderierte, war zur Darbietung der „Kleinen Nachtmusik“ als Mozart kostümiert – und sorgte als gekünstelt-chaotischer Dirigent für Lacher im Publikum.

Das war natürlich nur Show. Wie sich erweisen sollte, war das Ensemble auf den Punkt vorbereitet und verzauberte mit einem regenbogenbunten Programm. Dieses reichte von zeitlos schönen Klassik-Stücken wie Offenbachs „Barkarole“ über „Wochenend und Sonnenschein“ der Comedian Harmonists bis zu „Rock with you“ als Hommage an den unvergessenen Michael Jackson.

Letztgenanntes Stück leitete Moderatorin Merklein ein mit einem Aufruf: „Falls jemand von Ihnen den Moonwalk beherrscht, kann er oder sie gerne jetzt mit auf die Bühne kommen“. Gelächter im Publikum. Leider fand sich niemand, doch auch so konnte sich der Auftritt wahrlich sehen und hören lassen.

Der „Al Capone der Katzenwelt“

Das galt ebenso für die Auftritte erfahrener Solisten. „Wenn ich einmal reich wär“, ertönte der sanfte Bass von Lothar Zillig, Monique von Delft schlüpfte in die Rolle von Macavity, dem „Al Capone der Katzenwelt“ im legendären Musical „Cats“ und Marion Braun tanzte „Chim chim cheree“ singend durch den Festsaal, als den Regenschirm kreisen lassende Mary Poppins.

Auch die Stippvisite durch die 1970-er-Jahre gelang mit von Dana Klaumünzer intonisiertem Nina-Hagen-Hit „Du hast den Farbfilm vergessen“, mit „Lolliop“ durften auch die von neu erwachter Lebenslust gekennzeichneten 1950-er-Jahre nicht fehlen. Andrea Walthes sorgte mit einer Stepptanz-Begleitung zu „Sing mit mir“ für eines der vielen Begeisterungsstürme im Publikum. Stephanie Brems, Gabi Borowietz, Michaela Hirschlein, Udo Rittmaier, Elisabeth Lieb, Melanie Wagenhäuser, Almuth Quidenus und Susanne Weihmann konnten als weitere Solisten überzeugen.

Äußerst kurzweilige Stunden

Die rund 130 Zuhörer dankten den Darbietenden nach ausgesprochen kurzweiligen zwei Stunden mit lang anhaltendem Schlussapplaus, den sich die auftretenden Männer und Frauen wahrlich verdient hatten.

Getoppt wurde das Ganze dadurch, dass die Veranstaltung zudem auch noch etwas Gutes bewirkte. Die freiwilligen Spenden der Zuhörer kamen nämlich vollumfänglich der Aktion „Helfen macht Spaß“ des Obermain-Tagblatts zugute, die Hilfsbedürftige unterstützt. Rotes Kreuz, Caritas und Diakonie sind dabei feste Partner. Es kamen 481,59 Euro zusammen.

Benefizkonzert Kutzenberg: Mary Poppins tanzt durch den Saal
Fröhlich singend tanzte Marion Braun als Mary Poppins durch den Festsaal. Foto: Mario Deller
Benefizkonzert Kutzenberg: Mary Poppins tanzt durch den Saal
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