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PRÄCHTING

FFW-Pächting: Vorfreude auf technischen Meilenstein

FFW-Pächting: Vorfreude auf technischen Meilenstein
Dem bisherigen Kreisbrandinspektor Gerhard Elflein (li.) wurde mit einem Präsent gedankt. Vorsitzender Bernhardt Gehringer, 2. Vorsitzender Alexander Kropp, Kommandant Karl-Heinz Nüsslein und Kreisbrandmeister Christian Schilder (übrige v. li.) wünschten außerdem dem neuem stellvertretenden Kommandanten Markus Fadler (re.) alles Gute in seinem neuen Amt. Zurück „zu den Wurzeln“ gelangte ein Gemälde des Zapfendorfers Adolf Schnappauf. Foto: Mario Deller

Die Vergangenheit im Herzen tragen, die Zukunft mutig anpackend – von beidem geprägt war die jüngste Dienst- und Jahresversammlung der Prächtinger Wehr im Kulturraum. Vor allem galt es durch die Neubesetzung des vakant gewordenen Postens des stellvertretenden Kommandanten wieder Kontinuität zu schaffen.

Und das gelang hervorragend. Nachdem Florian Zipfel, der dieses Amt seit Januar 2014 inne hatte, dieses nun nicht mehr ausüben konnte, bildete die Wahl eines Nachfolger eines der zentralen Programmpunkte der Versammlung. Markus Fadler, seit vielen Jahren in der Wehr aktiv, erklärte sich bereit, die Verantwortung zu übernehmen. Bei 17 stimmberechtigten Mitgliedern wurde – es gab zwei Enthaltungen – Fadler quasi einstimmig mit 15 Ja-Stimmen das Vertrauen geschenkt. In den Berichten von Kommandanten Karl-Heinz Nüsslein und 2. Vorsitzendem Alexander Kropp fanden die Teilnahmen am 150-Jahr-Jubiläum der Ebensfelder Wehr, an der Segnung der neuen Pumpe der Wehr in Messenfeld sowie an der 50-Jahr-Feier des TSV Kelbachgrund Erwähnung.

29 Aktive bei der Wehr

Insgesamt 29 Aktiven sind bei der Wehr im Einsatz. Im Namen der Marktgemeinde wurde dieser Dienst von Zweitem Bürgermeister Hauke Petersen gewürdigt. Bei den beiden größeren Bränden am Nikolaustag 2018 in Kleukheim sowie erst kürzlich in Ebensfeld habe man gesehen, „wie wichtig unsere Feuerwehren doch sind. Da braucht man Leute wie euch“. Als vorbildlich bezeichnete er das harmonische Verhältnis mit der Freiwilligen Feuerwehr Dittersbrunn-Sträublingshof. Die Aktiven aus beiden Wehren werden wohl am 27. Juli in Dittersbrunn gemeinsam die Leistungsprüfung ablegen. Ebenso fest im Kalender angestrichen hat die Prächtinger Wehr den Dittersbrunner Florianstag am 4. Mai. Zum einen werde man anlässlich der Einweihung der neuen Pumpe der Dittersbrunner Wehr mit einer Abordnung vertreten sein. Zugleich werde, der feierliche Rahmen genutzt, langjährige Mitglieder der Feuerwehr Prächting dann für ihre Treue zu ehren.

Vom Vorstand der Wehr über den Zweiten Bürgermeister bis hin zu Feuerwehrreferentin Friedrich wurde erwartungsgemäß mehrfach eine vom Gemeinderat beschlossene Anschaffung thematisiert, die aus Sicht der Prächtinger Wehr durchaus das Attribut „Meilenstein“ verdient. Gemeint ist das genehmigte neue Tragkraftspritzenfahrzeug. Zweiter Bürgermeister Petersen sagte, nach derzeitigem Stand könne das Fahrzeug Anfang Mai geliefert werden. Dass das neue Gefährt eine Tauchpumpe und einen Schlammer enthalte, bezeichnete Gehringer als essenziell, für Hochwassereinsätze im Kelbachgrund. Auch Kreisbrandmeister Schilder freute sich, dass die Prächtinger Wehr dadurch schlagkräftiger wird.

Notstromaggregat wäre sinnvoll

Aber: Um auch dann gut gerüstet zu sein, wenn der Strom abgeschaltet werden müsse, wäre zudem ein Notstromaggregat sinnvoll, hieß es anschließend aus der Runde. Ein solches käme auf rund 1500 Euro. Die Feuerwehr wird sich mit einem Antrag an die Gemeinde wenden. Zweiter Bürgermeister Petersen und Gemeindereferentin Friedrich sicherten zu, dass das Anliegen geprüft werde. Dem scheidendem Kreisbrandinspektor Gerhard Elflein wurde ein Geschenk überreicht und für seinen Einsatz herzlich gedankt. „Haltet weiter zam – großes Werk gedeiht nur durch Einigkeit“, appellierte er an alle.

Im Rahmen der Versammlung kehrte ein von Adolf Schnappauf gemaltes, anlässlich des 100-Jahr-Jubiläums der Prächtinger Wehr an den damaligen Landrat und Schirmherrn Helmut G. Walther überreichtes Gemälde, nun an seinen Ausgangspunkt zurück. Die Gattin Walthers war in eine kleinere Wohnung umgezogen, hatte das Bild dann dem Vater des heutigen Landrats, Georg Meißner, überlassen – und dieser wandte sich nun an die Prächtinger Wehr. Leider konnte er nicht selbst kommen, aber er schrieb ein paar Zeilen dazu in der Gewissheit, „das es sicher in eurem Versammlungsraum einen würdigen Platz erhalten und an das schöne Fest und den Schirmherrn erinnern wird“.

Von Mario Deller

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