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DÖRINGSTADT

Döringstadter Pfarrfasching: Beim Putzfrauen-Tanz tobt das Publikum

Döringstadter Pfarrfasching: Beim Putzfrauen-Tanz tobt das Publikum
Der Hit beim Pfarrfasching war ein mitreißender Tanz der Döringstädter Jugend als Putzfrauen verkleidet. Foto: Heike Sommer

Der Döringstadter Pfarrfasching war wieder ein Highlight im dörflichen Leben. Einfallsreiche Spiele, kreative Ensembles, Tanz und Musik mit Peter Hofmann sorgten wieder einmal für ausgelassene Stimmung im Saal des Gasthauses „Zum goldenen Wagen“.

Pfarrgemeinderatsvorsitzende Adele Quinger hieß ihre Döringstädter Willkommen, wunderte sich jedoch über wenige Gäste aus den Nachbarorten, obwohl doch sogar ein Münchner extra angereist war.

Mit dem Körper schreiben

Los ging es mit einem turbulenten Buchstabenspiel, bei dem zwei Teams mit jeweils vier Teilnehmern gegeneinander antraten. Sie bekamen Buchstaben auf Brust und Rücken geklebt und mussten die erratenen Begriffe möglichst schnell mit ihren Körpern „schreiben“. Dabei kam es allerdings immer wieder zu lustigem Durcheinander, da manch einer nicht mehr wusste, welchen Buchstaben er auf dem Rücken hatte. Dies führte zu seltsamen Wortkreationen, die einzelne Mitspieler verzweifeln ließen, aber die Zuschauer zum Lachen brachten.

Beim zweiten Auftritt wurde der Saal kurzerhand zum Wartezimmer umfunktioniert. Dort nahmen Frau Hawlischek (Betty Zeis) und Frau Posposchil (Simone Zellmann) Platz und unterhielten sich auf nicht ganz Hochdeutsch über ihre Wehwehchen. Dabei konnte die kluge Frau Hawlischek ihrer schmerzgeplagten Bekannten immer wieder den passenden Facharzt für ihre Leiden empfehlen: „Mit Kneifen und Ziehen im Gedärm missen sie gehen zu Därmatologen, is doch klar!“ Bei Ohrenschmerzen würde der „Ohruloge“ helfen und bei Beschwerden mit dem „Arsch“ riet sie ihr, den Spezialisten in Ägypten aufzusuchen, den „Arscheologen“.

Beerdigung für Fortgeschrittene

Nachdem die Lachsalven darüber verhallt waren, zogen zu Trauermusik vier gesprächige Damen zum Leichenschmaus auf der Bühne ein. Sie kamen gerade wieder einmal von einer Beerdigung und machten sich Gedanken, wie wohl ihre eigene sein werde. Dabei diskutierten sie auch darüber, neben wem sie Platz nehmen würden und wo die beste Lage ihrer letzten Ruhestätte im Döringstädter Friedhof sei. So wäre ein Grab am Wegesrand sehr gefährlich, denn ab und zu könnte einem ja ein Jeep über die Beine fahren, stellte eine der Damen fest. Wolle man die Hinterbliebenen ärgern, so müsse man ein Grab weit weg von der Wasserstelle wählen, damit diese sich beim Gießen in den Sommermonaten plagen, ergänzte eine andere.

Zur späteren Stunde heizte dann die Döringstädter Jugend noch einmal die Stimmung an. Sieben Jugendliche hatten sich als Putzfrauen verkleidet und zu fetziger Musik eine grandiose Tanzeinlage einstudiert, bei der sich alles um den Besen drehte. Mit ihrer tollen Choreographie brachten sie den Saal noch einmal zum Toben.

Döringstadter Pfarrfasching: Beim Putzfrauen-Tanz tobt das Publikum
Ein turbulentes Buchstabenspiel sorgte für viel Heiterkeit.

Von Heike Sommer

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