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BAD STAFFELSTEIN

Gemeindereferent Beck: Teamworker mit E-Bike und Empathie

Gemeindereferent Beck: Teamworker mit E-Bike und Empathie
Das Mitwirken und die Umsetzung des neuen Programmes der Kur- und Urlauberseelsorge bildet einen wichtigen Aspekt in der Arbeit des neuen Gemeindereferenten Matthias Beck. Foto: Mario Deller

Gelingen kann Wandel nur, wenn sich „frischer Wind“ und Bewährtes die Hand geben. Genau das ist die Intention von Matthias Beck, dem neuen Gemeindereferenten des Pfarreienverbundes Banzer Stift-Bad Staffelstein-Lautergrund. Nach gut hundert Tagen im Amt fühlt sich der 37-Jährige am Obermain längst „angekommen“. Voller Tatenkraft und mit Vorfreude blickt er auf die Aufgaben und Veranstaltungen im neuen Jahr. Dass hier am Obermain viele Beteiligte an einem Strang ziehen, gibt dem gebürtigen Baiersdorfer Rückenwind und Motivation.

Aufgewachsen in der „Meerrettich-Stadt“ bei Erlangen, habe er schon in seiner Jugend „die Spuren Jesu entdecken“ dürfen, blickte Beck in einem ersten Grußwort im „Kiliansboten“ im Herbst 2018 auf seine Kindheit zurück. Die Eltern wirkten seinerzeit sehr aktiv mit in der örtlichen Pfarrei Sankt Josef, so sei er „quasi reingewachsen“. Zusammen mit seinen beiden Schwestern war Beck in der katholischen Jugendarbeit tätig.

Die wertvollen Erfahrungen nahm er mit in seine Ausbildung zum Erzieher – und stellte sich immer wieder die für ihn wichtige Frage: „Welchen Platz hat Jesus in meinem Leben?“ So begründet er heute auch seine Motivation, 2004 das Studium der Religionspädagogik an der Katholischen Hochschule Eichstätt aufzunehmen.

„Die hier in Bad Staffelstein mit den Veranstaltungen der Kur- und Urlauberseelsorge so hervorragend gelebte Ökumene ist eine gute Möglichkeit, die Menschen zusammenzubringen.“
Matthias Beck, Gemeindereferent

Die Tätigkeit als Gemeindereferent ist für den schlanken jungen Mann kein Neuland. Nach zweijähriger Gemeindeassistenzzeit im Seelsorgebereich „Bamberg-Ost“ hatte Beck diese Funktion sieben Jahre im Raum Kronach inne. Im dortigen Seelsorgebereich „Unteres Hasslachtal“ war Beck für drei Pfarrgemeinden zuständig. Im Herbst 2018 wechselte er dann nach Bad Staffelstein.

Dankbar ist Beck dafür, dass er in den Monaten der Einarbeitung am Obermain gute Unterstützung fand. Dies gelte für beide „Säulen“ seiner neuen Wirkungsstätte: die kirchliche Arbeit im Pfarreienverbund und die Kur- und Urlauberseelsorge Bad Staffelstein. Diese sei für ihn „auch ein springender Punkt gewesen, weshalb ich mich für die Tätigkeit hier als Gemeindereferent beworben habe“. Er nennt im Gespräch in diesem Zusammenhang einen wichtigen Punkt, der ihm ein Herzensanliegen ist: „Die hier in Bad Staffelstein mit den Veranstaltungen der Kur- und Urlauberseelsorge so hervorragend gelebte Ökumene ist eine gute Möglichkeit, die Menschen zusammenzubringen.“

Dass dieses Miteinander der Konfessionen in der Adam-Riese-Stadt so gut gelingt, führt er darauf zurück, dass alle an einem Strang ziehen, allen voran das engagierte Pfarrersehepaar Anja und Helmuth Bautz, die Mitarbeiter im Pfarreienverbund und die Ehrenamtlichen, beispielsweise die Pilgerbegleiter. So mache die Arbeit einfach Freude, strahlt Beck: „Ich verstehe mich schon immer als Teamworker.“.

Familien als Zielgruppe

Beck wirkte bereits an der Konzeption des aktuellen Jahresprogramms der Kur- und Urlauberseelsorge mit. Er setzt dabei auf einen Mix aus Bewährtem und Neuem: „Zum einen soll die Kontinuität gepflegt werden auf der Basis der guten Arbeit von Josef (Becks Vorgänger Josef Ellner, Anm. d. Red.), aber ich will freilich auch neue Akzente einbringen.“ So fanden Mondscheinwanderungen und Motorradgottesdienst wieder Einzug ins Programm, aber wie zuvor an seiner Kronacher Wirkungsstätte plant Beck auch einen Jugendkreuzweg. Nicht zuletzt will er auch Familien ansprechen. So findet sich im Programm auch „Familienpilgern – der Natur auf der Spur“ mit Geocaching am Donnerstag, 1. August.

Wie Amtsvorgänger Ellner übernimmt Beck die Leitung des diesjährigen Firmvorbereitungskurses. Zu seiner Arbeit gehört außerdem – abwechselnd mit Pfarrerin Anja Bautz und Pfarrer Helmuth Bautz – die Tätigkeit als Klinikseelsorger in der Bad Staffelsteiner Schön Klinik. Zusammen mit Pfarrerin Bautz gestaltet Beck im Konferenzraum der Klinik Gesprächsabende zu wechselnden Themen. Die Reihe unter dem Titel „Gott & die Welt“ ist ebenfalls Bestandteil des Programms der Kur- und Urlauberseelsorge.

Prägende Gespräche

Einmal wöchentlich am Mittwochnachmittag bieten er beziehungsweise Pfarrerin Anja Bautz eine seelsorgerliche Sprechstunde an. „Nicht nur Patienten nutzen diese Möglichkeit, sondern auch hin und wieder sonstige Gläubige aus der Pfarrgemeinde, die ihre Anliegen sozusagen auf neutralem Boden besprechen möchten.“ Dies gehört zu den Tätigkeiten, die für ihn „Neuland“ darstellen. Seine freundliche, menschliche Art mit Empathie und Aufgeschlossenheit, die ihm schon bei der Verabschiedung an seiner vorherigen Wirkungsstätte im Frankenwald bescheinigt worden war, kommt Beck auch hier zugute. „Es ist wichtig, den Menschen Zeit zu schenken und ihnen zuzuhören“, unterstreicht er. „Die Gespräche in der Schön Klinik sind für mich schon sehr prägend.“

Ausgleich findet er in der schönen Umgebung: „Ich muss mich jetzt outen, ich hab mir ein E-Bike angeschafft“, verrät der passionierte Radler schmunzelnd vor dem Hintergrund so manchen Anstiegs in der Region, Banz und Vierzehnheiligen lassen grüßen. Es habe ihm Vergnügen bereitet, auf diese Weise die schöne Landschaft in der Region kennenzulernen, was zugleich für so manche Pilgerwanderung als Bestandteil der Kur- und Urlauberseelsorge hilfreich ist.

„Gemeinsam den Aufbruch wagen, miteinander Sehnsucht spüren, die gute Nachricht weitertragen und das Ziel nicht aus den Augen verlieren“ – im Sinne eines bekannten Kirchenliedes formuliert Beck seine Intention als neuer Gemeindereferent. Beck ist längst fester Bestandteil der Crew. Die nächste Besprechung wartet schon. Mit einem fröhlichen „Hallo“ kommt Pilgerbegleiterin Hildegard Wächter in die Kaplanei.

Von Mario Deller

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