OBERLEITERBACH

Christbaumversteigerung in Oberleiterbach: Spielzeug, Schinken und aufgetauter Spinat

Christbaumversteigerung in Oberleiterbach: Spielzeug, Schinken und aufgetauter Spinat
„Wir retten doch keinen Bayern-Fan“: Der Sketch rund um einen Feuerwehreinsatz schürte die Rivalität ...

Und plötzlich stand Eiskönigin Elsa auf dem Tisch der vordersten Gäste, ein hellblaues Kinderkleid um den Hals, und sang das Lied vom tropfenden Spinat: Der Sketch „Aufgetaut“ war dank seiner überraschenden Handlung zweifelsohne einer der Höhepunkte der Christbaumversteigerung, zu der der Soldaten- und Kameradschaftsverein um Gerhard Senger ins Gemeinschaftshaus geladen hatte. Auch sonst war für beste Unterhaltung gesorgt – und natürlich gab es auch wieder das ein oder andere Bietergefecht.

Den wachen Augen von 2. Vorsitzenden Nikolaus Kunzelmann entging nichts. „Fünf Euro sind geboten. Fünffünfzig, dahinten sechs. Bei euch sechs?“ Immer wieder ließ er den Blick durch die bestens gefüllten Haupt- und Nebenräume schweifen, um ja kein Handzeichen eines eifrigen Bieters zu übersehen. Und die Gäste beteiligten sich zahlreich: Das Team um Vorsitzenden Gerhard Senger hatte allerlei Begehrenswertes an den Baum und seine Äste gehängt, darunter Liköre und Gerstensaft, aber auch Kuscheltiere, Spielzeug und lukullische Leckereien.

So war für jede Altersklasse das richtige dabei. Und wer dann letztlich „Zum Ersten, zum Zweiten und zum Dritten!“ den Zuschlag erhielt und vielleicht den ein oder anderen Euro mehr aus dem Geldbeutel holen durfte, der tat das in der Gewissheit, damit letztlich wohltätige Zwecke zu unterstützen. Immer wieder nämlich spenden die Soldatenkameraden die Erlöse ihrer Veranstaltungen. Zuletzt ging ein 400-Euro-Scheck an die Renovierung des Einsiedler-Ivo-Gemäldes auf dem Staffelberg.

Lose sind schnell ausverkauft

Kenner der Veranstaltung wussten, dass sie weit vor dem offiziellen Beginn zu kommen hatten, wollten sie noch Lose für die Tombola ergattern. Schon vor den Grußworten des Vorsitzenden waren die 350 Gewinnzettelchen verkauft, und so hoffte jeder auf den Hauptgewinn, einen 100-Euro-Wertscheck der Geschäfte im Markt Ebensfeld. Daneben gab es auch Kerzen, Kegelsets, Kehrschaufeln, Ketchup, Kochbeutelreis, Konserven, Kaffeemaschinen sowie Süßigkeiten, Weine, Schmankerln und sogar eine Flex zu gewinnen.

Mit drei Sketchen zwischen Tombola- und Versteigerungsrunden brachten Angela Hennemann, Sonja Göbel und Martina Drossel, zeitweise verstärkt von Anna Hennemann und Sarah Drossel, die Gäste zum Schmunzeln, Lachen und Feixen. Vor allem das kurze Schauspiel „Rettung aus höchster Not“, bei dem Feuerwehrleute (und offensichtlich Clubfans) einem Bayern-München-Fan ziemlich unsanft aus dem brennenden Haus halfen, ließ die Gäste aufhorchen, kichern, meckern. Je nach Fußballvorliebe. Und beim eingangs erwähnten Sing-Sketch waren die Gäste geradezu baff. Bernhard Kreppel trug seinerseits mit den Weihnachtsgeschichten „Drei merkwürdige Gäste“ und dem heiter-verrückten Gedicht „Die Geschichte vom Lametta“ zu einem vergnüglichen Abend bei. Und Ludwig Hennemann unterhielt mit traditionellen Weihnachtsliedern.

Den Stamm zum Schluss

Den Höhepunkt der Christbaumversteigerung wiederum besiegelte Auktionator Nikolaus Kunzelmann, als er in er in den Nebenraum zeigte und der Familie Göbel den Zuschlag für den Stamm gab. Diese hatten 80 Euro für den riesigen Schinken, das Sechser-Bauernbrot, zwei Liter Bier und eine Flasche Obstbrand geboten.

Christbaumversteigerung in Oberleiterbach: Spielzeug, Schinken und aufgetauter Spinat
Auktionator Nikolaus Kunzelmann brachte bei der Christbaumversteigerung nicht nur Spielzeug unter den Hammer.