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KUTZENBERG

Klasse Klassikcrew in Kutzenberg

Klasse Klassikcrew in Kutzenberg
Violinist Manfred Wengoborski, Georg Schäffner am Klavier sowie Otto Winter an der Oboe erfreuten mit gelungenen Klassikwerken. Foto: Mario Deller

Es gibt heute Youtube, MP3-Player und noch allerhand sonstigen technischen Schnickschnack. Doch über das hautnahe Erleben, Hineinspüren und Genießen live und „unplugged“ dargebotener Musikkunst geht auch anno 2018 nichts.

Dies gilt umso mehr, wenn wie im Falle der Bachsolisten die instrumentale Versiertheit der ebenso wichtigen Leidenschaft die Hand reicht. Einmal mehr bietet das dreiköpfige Ensemble den Anhängern des Klassikgenres im Festsaal des Bezirksklinikums Obermain in Kutzenberg Ohrenschmaus zum Dahinschmelzen.

Akustische Vorschuss-Lorbeeren

Entspannt und zugleich hoch konzentriert – ja, das ist kein Widerspruch, es bedingt für hochwertige Darbietungen sogar einander – betreten Otto Winter, Manfred Wengoborski und Georg Schäffner die Bühne, begleitet von akustischen Vorschuss-Lorbeeren des Publikums. Und die sind durchaus gerechtfertigt, wie sich zeigen wird. In der Tat wird den Zuhörern in den darauf folgenden eindreiviertel Stunden der Musikgenuss zuteil, den Dietmar Hagel in seiner Begrüßung den Zuhörern versprochen hatte.

In den Darbietungen erweisen sich die namhaften musikalischen Akteure als Meister ihres Fachs: Otto Winter an der Oboe, der viele Jahre bei den Bamberger Symphonikern mitwirkte, Manfred Mengoborski – dieser war lange Zeit im genannten Ensemble erster Geiger - sowie Georg Schäffner am Klavier. Letzterer ist Organist an der Basilika in Gößweinstein und Regionalkantor der Erzdiözese Bamberg.

Hörenswerter Tanz der Noten

Sie spielen sich gelungen die musikalischen Bälle zu beim hörenswerten Tanz der Noten. Das Publikum zeigt sich angetan von der instrumentalen Hommage an geniale Komponisten des 18. und 19. Jahrhunderts.

Zu Gehör bringen die „Bamberger Bachsolisten“, wie sich das Trio bei seinen Auftritten nennt, eingangs eine Triosonate von Carl Philipp Emanuel Bach, nachfolgend Sonaten von Mozart, des gebürtigen Oberfranken Johann Andreas Amon sowie von Nicolo Paganini. Eine Triosonate von Georg Friedrich Händel in G-Dur bildet den Abschluss eines zauberhaften Konzerts im Zeichen der Klassik. Das Publikum dankte es mit lang anhaltendem Applaus.

„Man merkt wirklich, dass die drei nicht nur etwas draufhaben, sondern zudem Spaß am Musizieren verkörpern - einfach toll“, sagt eine Zuhörerin anschließend strahlend und tritt mit ebenso fröhlicher Miene wie die übrigen Konzertbesucher den Nachhauseweg an.

Von Mario Deller

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