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VIERZEHNHEILIGEN

Vierzehnheiligen: Neue Basilikaglocken werden bald gegossen

Pater Heribert informierte die rund 200 Wallfahrtsführer über die Saison 2019. Foto: Andreas Welz

Frohe Kunde brachte Pater Heribert Arens am Samstag in den Victor-von Scheffel-Saal beim jährlichen Wallfahrtsführertreffen im Diözesanhaus: „Die neuen Glocken der Basilika werden Ende Februar, Anfang März in der Glockengießerei Bachert in Neunkirchen-Baden gegossen“. Damit rücke der Zeitpunkt näher, dass das Geläut wieder vollzählig und erweitert erklinge. Zur Kirchweih im September könnte es soweit sein. Bis Weihnachten hoffte er auf das Ergebnis der Ausschreibung für die Sanierung der Glockenstühle.

Wenn die Arbeiten ausgeführt werden, könnte es möglich sein, dass manche Wallfahrten nicht mit Geläut empfangen werden. Pater Heribert dankte den vielen Spendern, aber es klaffe immer noch eine große Lücke. Er ermunterte die Wallfahrtsführer zu Aktionen in ihren Heimatgemeinden, die der Finanzierung des Geläuts dienen sollten.

Erneut Gerüste an der Fassade

Weiter gab er bekannt, dass die Fassade zwischen den Türmen der Basilika im kommenden Jahr wieder eingerüstet werde. Eine Sanierung müsse auch dort aufgrund der Untersuchungsergebnisse ausgeführt werden.

Fertiggestellt sei der behindertengerechte Zugang zu den Toiletten, der vom Freistaat und der Regierung von Oberfranken gefördert wurde. In der kommenden Woche würde die Geländer an der Haupttreppe zum Westportal der Basilika montiert, auch an der unteren Treppe bis zur Straße.

Kritik an den vielen Absperrungen

Eine Wallfahrtsführerin beschwerte sich über die vielen Absperrungen im Kirchenraum. Man wisse oft nicht wo man sich hinsetzen könne oder man sei eingesperrt. Pater Heribert begründete die „Stricke“ mit den vielen Touristen, die von den Wallfahrern oder den Gottesdienstbesuchern ferngehalten werden müssten. Als er vor acht Jahren nach Vierzehnheiligen kam, wollte er die Absperrungen am liebsten abschaffen. Aber in der Praxis sei das nicht möglich gewesen. „Eine Gratwanderung, mit der wir leben müssen“, bedauerte er.

Der Geschäftsführer des Diözesanhauses, Raimund Hümmer, informierte die Wallfahrtsführer über die Generalsanierung des Hauses Frankenthal. „Einschränkungen müssen in Kauf genommen werden“, sagte er. Die Baustelle werde noch bis Ende der Wallfahrten 2019 bestehen bleiben.

Engpässe sind möglich

Zu Engpässen könne es in den Monaten Mai bis Juli kommen, insbesondere an Himmelfahrt oder dem Gedenktag Peter und Paul. Die Mitarbeiter des Hauses Frankenthal seien alle im Diözesanhaus beschäftigt und garantierten für die Unterbringung und Verpflegung der bis zu 500 Wallfahrern am Tag.

Hümmer empfahl den Wallfahrtsführern eine rechtzeitige Anmeldung, am besten noch heute für das kommende Jahr. Online-Buchung sei möglich auch für Touristen, allerdings hätten die Wallfahrer Vorrang.

Neuer Film über Vierzehnheiligen

Der neue Film des Bayerischen Rundfunks über Vierzehnheiligen werde im Mai 2019 ausgestrahlt. Die Information über den Termin der Ausstrahlung wird rechtzeitig auf den Homepages der Basilika und des Diözesanhauses veröffentlicht. Nachdem sich den neue Kirchenschweizer Daniel Reitz vorgestellte hatte, er kam Mitte des Jahres nach Vierzehnheiligen, wurde das Wallfahrtsprogramm bekannt gegeben. Die ersten Pilger kommen am 13. April aus Stockheim im Landkreis Kronach.

Am frühen Vormittag fand ein Festgottesdienst anlässlich des Wallfahrtsführertreffens in der Basilika statt. Pater Heribert ging in seiner Predigt auf das Leitwort der Wallfahrtssaison 2019 ein: „Lauft nur, ich werde euch tragen, euch hinführen bis ans Ziel“ – ein Wort des heiligen Augustinus, von ihm formuliert als Frucht eines langen Suchprozesses.

Schritt für Schritt

Der Mensch, der läuft, habe auch die Chance, auf Gott zuzugehen. So auch der Pilger, der aufbricht an Orte, an denen Gottes Nähe besonders spürbar ist. „Für die Pilgergruppen, die durch ihre Wallfahrtsführer in diesem Gottesdienst vertreten sind, ist das Vierzehnheiligen“, so der Geistliche. Dorthin brechen sie auf, gehen Schritt für Schritt, rasten und gehen wieder weiter, nehmen, wenn nötig, Umwege in Kauf, um zum Ziel zu kommen. So sei das neue Motte für 2019 eine Einladung, zu laufen, zu pilgern zum Ziel, das Gott ist – und darauf zu vertrauen, dass er auch auf dem Weg dabei ist.

sz

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