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ALTENKUNSTADT

Weg zum Kordigast neu befestigt

Weg zum Kordigast neu befestigt
Zufrieden zeigten sich Bürgermeister Robert Hümmer und Bürgermeister Michael Zapf beim Ortstermin auf dem Kordigast, bei dem sie die gründlich sanierte Straße begutachteten. Im Hintergrund der Abenteuerspielplatz „Spielwienix“. Foto: Dieter RAdziej

Mit vielen Einschränkungen müssen sich die Bürger am wegen der Corona-Krise abfinden. Dafür werden schöne Ecken des Landkreises, die viele als eine Selbstverständlichkeit hinnehmen, wieder bewusster wahrgenommen und neu entdeckt. So auch die Gegend um den Kordigast. Nachdem im vergangenen Jahr der Berg und damit das gesamte Obermain-Gebiet mit dem Abenteuerspielplatz „Spielwienix“ aufgewertet wurde, findet dieser nördliche Ausläufer des Jura mit seinen beiden Gipfeln bei Radfahrern und Wanderern immer mehr Gefallen.

Da trifft es sich gut, dass der Maschinenring Coburg-Kronach-Lichtenfels den Weg zum Kordigast rechtzeitig zum Himmelfahrtstag neu befestigt hat. Dies war das erste Gemeinschaftwerk der Gemeinde Altenkunstadt und der Stadt Weismain nach den Kommunalwahlen. Während das Jura-Städtchen seinen Teil von Siedamtsdorf aus bis hinauf zur Steinernen Hochzeit fertigstellte, nahm die Gemeinde Altenkunstadt den Weg von Pfaffendorf bis hinauf zum Abenteuerspielplatz in Angriff. Zuletzt wurden die Gräben ausgeputzt und die Straßenränder abgeflacht, sodass bei schlechtem Wetter das Regenwasser rasch abfließen kann.

Die verkehrsrechtlichen Anordnungen sind zu beachten

Die Bürgermeister Robert Hümmer, Altenkunstadt, und Michael Zapf, Weismain, zeigten sich vor Ort zufrieden mit der Baumaßnahme. Sie sprachen allerdings auch den Wunsch aus, dass die verkehrsrechtlichen Anordnungen, die Kennzeichnung des letzten Teilstücks zwischen Weismain und Altenkunstadt als land- und forstwirtschaftlicher Weg, entsprechend beachtet und die ausgewiesenen Parkplätze genutzt werden.

Schließlich soll diese Straße möglichst lange in einem guten Zustand bleiben und vor allem Radlern, Wanderern und Familien ermöglichen, sicher zum Abenteuerspielplatz zu kommen. Am Himmelfahrtstag war dieser Weg bei strahlendem Sonnenschein bereits stark frequentiert.

Keltische Siedlungen und Bergwerksstollen

Auf dem „Korches“, wie er auch genannt wird, sollen im vierten und fünften Jahrhundert vor Christus Kelten gesiedelt haben. Dafür spricht das Hügelgrab auf halber Höhe zum Großen Kordigast. Neben historischen Fakten gibt es auch viele Sagen und Erzählungen zum Hausberg der Altenkunstadter und Weismainer, etwa die vom „Steinernen Hochzeitszug“ auf dem Kleinen Kordigast.

Der Kleine und der Große Kordigast sind nur wenige Meter niedriger als der Staffelberg. Neben den Waldwegen gibt es hier den einen oder anderen Bergwerksstollen zu entdecken, in denen früher Eisenerz abgebaut wurde. Die Wege, auf denen das Gestein ins Tal transportiert wurde, sind heute noch zu erkennen: Sie haben als Geländeeinschnitte deutliche Spuren hinterlassen.

Die „Kordigastquelle“ sprudelt nach wie vor, allerdings nicht mehr so kräftig wie früher. Aufgrund der anhaltenden Trockenheit fließt meist nur ein feines Rinnsal Richtung Pfaffendorf.

Von Dieter Radziej

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