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ARNSTEIN

Vor 75 Jahren erstmals am Tisch des Herrn

Die Jubilare die vor 70 und 75 Jahren zum ersten Mal zur heiligen Kommunion gingen, mit Pfarrer Gerhard Möckel. Foto: Roland Dietz

Ihre Jubelkommunion feierten 37 Christen am vergangenen Sonntag in der Arnsteiner Pfarrkirche Sankt Nikolaus. Da im vergangenen Jahr wegen der anhaltenden Corona-Pandemie die Feier nicht abgehalten werden konnte, hatten sich viele entschlossen, jetzt zu feiern. Vor 25, 40, 50, 60, 70 und 75 Jahren waren die Jubelkommunikanten zum ersten mal an den Tisch des Herrn getreten.

Vor sechs Jahrzehnten gingen diese Jubilare das erste Mal an den Tisch des Herrn. Foto: Roland Dietz

Zu dem Choral „Das neue Morgenroth erglüht“, gespielt von der Blaskapelle Kauper, zogen die Jubilare bei strahlendem Sonnenschein vom Kindergarten in das schon herbstliche geschmückte Gotteshaus ein. Dabei wurden sie von den diesjährigen Kommunionkindern begleitet.

Jubilar Peter Schütz gestaltet die Messe musikalisch aus

Vor 50 Jahren hatten diese Jubilare in Arnstein Erstkommunion. Foto: Roland Dietz

„Es ist schön, dass wir mit der Jubelkommunion und dem Hochfest Maria Himmelfahrt ein Doppelfest feiern können“, sagte Pfarrer Gerhard Möckel. Es sei ein schönes Zeichen, wenn sich die Jubilare nach einer solch langen Zeit wieder treffen. Dies komme einer Spurensuche gleich: „Alle sind einen weiten Weg gegangen, der sicherlich auch oft sehr unterschiedlich war. Es gab viel Glück und Freude aber auch oft schicksalhafte und traurige Begebenheiten.“ Für ihre verstorbenen Jahrgangsmitglieder hatten die Jubilare und eine Kerze mit schwarzer Banderole auf dem Altar entzündet.

Ihre erste heilige Kommunion feierten diese Jubilare vor 40 Jahren. Foto: Roland Dietz

Von der Kirchengemeinde begrüßte Gerhard Popp die Jubilare, die ein starkes Band zu ihrem Glauben gezeigt hätten. Organist Peter Schütz, der vor 40 Jahren das ersten Mal zur Kommunion ging, gestaltete dem Festgottesdienst musikalisch ausn. Mit dem „Ave Verum“ und „Ich bete an die Macht der Liebe“ gelang ihm das zur Kommunionausteilung vorzüglich.

„Wie weit weg oder wie nah ist jeder in den vielen Jahren bei seinen Glauben geblieben?“, fragte Pfarrer Gerhard Möckel. Trotz aller Höhen und Tiefen sei es das Entscheidende, dass Gott schon zur Taufe, Erstkommunion und Firmung allen treu geblieben sei. Dies sei ein Versprechen das für immer gelte. „Mit ihm im christlichen Glauben in Verbindung zu stehen, soll den Tag der Jubelkommunion bereichern“, betonte der Pfarrer.

„Wie weit weg oder wie nah ist jeder in den vielen Jahren bei seinen Glauben geblieben?“
Gerhard Möckel, Pfarrer
Vor 25 Jahren feierten sie ihre erste heilige Kommunion in Arnstein. Foto: Roland Dietz

Im Glaubensbekenntnis wurde dies bekräftigt. In den von Jubilaren vorgetragenen Fürbitten wurde um Tiefe im Glauben und seine Erneuerung mit Freude und Hoffnung gebetet. Mit Blasmusik ging es zurück zum Kindergarten, wo Erinnerungsfotos gemacht wurden, bevor sich die Jubilare soweit es möglich war trafen und sich über die früheren Zeiten unterhielten.

Von Roland Dietz

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