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MODSCHIEDEL

Umfahrung von Modschiedel im Bau

Seit Ende Mai laufen die Arbeiten für die neue Ortsumgehung von Modschiedel: Bei einem Ortstermin machte sich Landrat Christian Meißner (li.) ein Bild vom Neubau der Kreisstraße Lif 12. Der Leiter des Kreisbauhofs, Heiko Tremel, erläuterte die Pläne. Foto: red

„Lange hat es gedauert, aber nun sieht man die Baufortschritte auch vor Ort“, stellte Landrat Christian Meißner fest, als er sich mit dem Leiter des Kreisbauhofes, Heiko Tremel, bei einem Ortstermin ein Bild vom Beginn der Arbeiten im Bereich der Ortsumgehung Modschiedel machte. 5,4 Millionen Euro sind im Haushalt des Landkreises für den Neubau der Kreisstraße Lif 12 in diesem Bereich veranschlagt. Über 20 Jahre Arbeit stecken in der Ortsumfahrung, deren Planungsursprünge bis 1996 zurückzuführen sind, informiert der Landrat weiter.

Durch die Umgehung werde sich nicht nur die Lebensqualität in Modschiedel, sondern auch die Verkehrssicherheit und die Entwicklungsmöglichkeiten verbessern, meint Meißner. Das Bauprojekt sei im Vorfeld eng mit der Unteren Naturschutzbehörde am Landratsamt abgestimmt worden. Man habe großen Wert darauf gelegt, im Einklang mit der Natur zu planen.

Mit dem Bau der Umgehung von Weismain habe die Stadt Weismain zusammen mit dem Staatlichen Bauamt Bamberg den ersten Abschnitt der geplanten Verkehrsverlagerung aus dem Kleinziegenfelder Tal zur Autobahn A 70 verwirklicht. Nun galt es, das nächste Puzzleteil dieses Verkehrskonzeptes zu einer zielführenden und realisierbaren Lösung zu führen: die Ortsumgehung von Modschiedel.

Entschärfung der Einmündung der Lif 12 in die Staatsstraße

„Seit etwa sechs Jahren wurde die Planung für diese Umfahrung intensiv vorangetrieben und war für viele Beteiligte auch eine Geduldsprobe“, so der Landrat. Der ersten Bürgerversammlung im April 2015 folgten viele Abstimmungen mit allen Beteiligten, bevor im Mai der Bau beginnen konnte.

Mit dem Bau der Ortsumgehung wird auch die Einmündung der Lif 12 in die Staatstraße 2190 verkehrssicher umgebaut. Diesen Wunsch haben die Modschiedler im Rahmen von Bürgerversammlungen an den Landkreis herangetragen. Landrat Meißner ist zufrieden, dass dieser gefährliche Einmündungsbereich in Zusammenarbeit mit dem Staatlichen Bauamt umgebaut werden kann. Bei der Einmündung werden die Sichtweiten verbessert und ein Fahrbahnteiler eingebaut, erläutert der Leiter des Kreisbauhofs, Heiko Tremel. Die Ortsumgehung hat eine Gesamtlänge von rund 1,5 Kilometer und der Umbau der Staatstraße 2190 umfasst 600 Meter, sagte er.

Die Regierung von Oberfranken habe dem Bauvorhaben bereits grundsätzlich zugestimmt. Der Landkreis müsse noch ergänzende Unterlagen für den Förderbescheid einreichen. Mit diesen Unterlagen verbindet der Landrat den Wunsch, „einen sehr hohen Fördersatz“ für den Landkreis Lichtenfels zu bekommen.

Umfahrung mit einer Länge von 1,5 Kilometern

Auf einen symbolischen Spatenstich habe der Landkreises wegen der Covid-19-Pandemie verzichtet, weil wegen der Kontaktbeschränkunen nur wenige Repräsentanten hätten teilnehmen können, obwohl am Planungsprozess sehr viele Menschen und Institutionen beteiligt waren. Deren Einsatz hätte man so nicht gerecht werden können. Aus diesem Grund soll ein Festakt später nachgeholt werden.

Heiko Tremel kündigt an, dass es während der Bauzeit zu Behinderungen kommen wird. Das Landratsamt werde darüber rechtzeitig informieren. Das Landratsamt bittet die Verkehrsteilnehmer und Anlieger um Verständnis für die auftretenden Behinderungen. (red)

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