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BAIERSDORF

Trotz Pandemie ist der FC Baiersdorf auf Kurs

Trotz Pandemie ist der FC Baiersdorf auf Kurs
Ehrungen beim FC Baiersdorf (v. li.): 1. Vorsitzender Wolfgang Krauß, Hubert Pechtl (50 Jahre Mitgliedschaft), Hans Müller (30 Jahre Kassenrevisor), Georg Wenninger und Erich Schmatz (beide 50 Jahre Mitgliedschaft) und Dritte Bürgermeisterin Allmut Schuhmann. Foto: Roland Dietz

Zufriedene Gesichter gab's bei der Jahreshauptversammlung des FC Baiersdorf, da der Verein wirtschaftlich sehr gut durch die Corona-Pandemie gekommen ist. Außerdem haben die Fußballer mehr als berechtigte Zukunftshoffnungen.

Dies war auch atmosphärisch feststellbar im Sportheim mit Vitrinen voller Pokalen, Mannschaftsfotos, Wimpel, zwei aufgehängten Trikots von Niklas Dorsch aus seiner Profizeit und schließlich dem große FC-Baiersdorf-Logo an der Wand. Die zahlreichen Besucher achteten auf die Infektionsschutzbestimmungen.

„Ein für alle nicht vorstellbares Vereinsjahr liegt hinter dem FC Baiersdorf“, stellte Vorsitzender Wolfgang Krauß fest. Wegen der Corona-Pandemie seien in den vergangenen 18 Monaten weder ein geregelter Spiel- und Trainingsbetrieb noch größere wirtschaftliche Unternehmungen möglich gewesen. Es fehlten Einnahmen, während die monatlichen Ausgaben für das Sportheim und die Instandhaltung des Sportgeländes in Höhe von fast 900 Euro weiterhin anfielen. Dank gelte daher allen Unterstützern und Spendern, die es möglich machten, diese Fixkosten zu decken. Eine Spendensammlung fand gute Unterstützung. Dank galt auch den Trainern Hendric Marzog und Nico Hahner sowie allen im Jugendbereich, die auf ihre Aufwandsentschädigung verzichtet haben, aber dennoch mit vollem Einsatz Trainingsstunden abgehalten haben, wenn es möglich war.

Wer hilft den Kickern mit einer Rasenpatenschaft?

Eingeführt wurde auch eine Rasenpartnerschaft, bei der Förderer einen Teil des Rasenplatzes symbolisch für 19,26 Euro (entsprechend dem Gründungsjahr) erwerben können. Außer drei Todesfällen haben keine Mitglieder den Verein verlassen, was für den Zusammenhalt spreche, sagte Krauß. Abgehalten werden konnten nur die Hallenturniere der Mannschaften im Januar und Februar. Um trotzdem die Kasse etwas aufzubessern, wurde erstmals zu einer „Baaschdorfer Kerwa“ und einem Frühschoppen mit Mittagessen eingeladen.

Einen geregelten Spielbetrieb machte die Pandemie unmöglich. Ebenso die Saisonvorbereitung 2020. Auch der kurzzeitigen Spielbetriebsbeginn im Herbst sei eine große Herausforderung gewesen. „Aber die Spieler haben den Spaß am Fußball und ihrer Gemeinschaft nicht verloren, sondern stehen fest zum Verein“, freute sich der Vorsitzende. Ein Highlight sei, das es der Verein im März 2020 erstmals ins Fernsehen geschafft habe in die WDR-Sendung „Zeiglers wunderbare Welt des Fußballs“, als Florian Dorsch zum Schützen des „Kacktors des Monats“ gewählt wurde.

Mit der Instandhaltung der Anlagen und des Sportheimes hatten die Mitglieder einiges zu tun. Saniert wurde die zweite Damen-Toilette, neue Türen eingebaut, die Thekenfront montiert und der Außenanstrich und die Einzäunung des Sportgeländes geschlossen. Die Zufahrt zur neuen Gerätehalle wurde gepflastert, die neue Bratwurstbude verputzt, das Biergartengelände eingeebnet und die Rasenfläche hinter der Gerätebude begradigt, berichtete Krauß. Dank sagte er allen, die ihre Arbeitskraft in den Dienst des Vereins gestellt haben.

Beispielhafte Initiative „Helfen statt trainieren“

Auf Anregung von Fabian und Silvan Göhl wurde die Initiative „Helfen statt trainieren“ ins Leben gerufen. Hier unterstützen Fußballer ältere Einwohner und erledigen Einkäufe oder Botengänge. Auch wurde zum Erhalt der Fitness ein Online-Training organisiert.

In den Berichten der Abteilungen wurde deutlich, dass der FC Baiersdorf mit Reinhard Tropschug, Stefan Betz, Alexander Erhardt und Klaus Schubert im Jugendbereich über vier lizensierte Betreuer mit dem Trainer C-Schein verfügt. So könnten die Eltern sicher sein, dass ihre Kids beim FC Baiersdorf gefördert werden. Lob gab's für den guten Start der ersten Mannschaft im Spielbetrieb. Altligaleiter Erich Schmatz berichtete über das wachsende gesellschaftliche Engagement seines Teams.

Dritte Bürgermeisterin Allmut Schuhmann würdigte das Engagement des FC im sportlichen und gesellschaftlichen Bereich. „Nicht nur der Erfolg, nein auch Geselligkeit und Freude an der Sache stehen im Mittelpunkt“, betonte sie.

Auszeichnung für verdiente Mitglieder

Für 50 Jahre Mitgliedschaft wurden Heribert Hößerich, Hubert Pechtl, Karl-Heinz Rost, Erich Schmatz und Georg Wenninger ausgezeichnet. Seit 25 Jahren hält Stefan Deuerling dem FCB die Treue. Verabschiedet wurde Hans Müller nach 30 Jahren als Kassenprüfer. Dank galt auch Alois Kochhafen, der sich seit 1975 ehrenamtlich im Verein engagiert hat. Dabei fungierte er als 1., 2. und 3. Vorsitzender, Spielleiter der 1. und 2. Mannschaft Ausschussmitglied und zuletzt zehn Jahre lang als Platzwart. Er war an allen wichtigen Entscheidungen wie dem Bau des Sportheims oder des neuen Rasenplatzes beteiligt.

Der neue Vorstand

Die Vorstandswahlen gingen beim FC Baiersdorf zügig über die Bühne, da es nur wenige Veränderungen gab:

1. Vorsitzender bleibt Wolfgang Krauß, 2. Vorsitzender Christian Fischer 3. Vorsitzender Christian Gampert, Schriftführer Hubert Göhl, Kassier Fabian Krauß. Vereinsausschussmitglieder sind Jürgen Schreck, Irene Göhl, Michael Göhl, Silvan Göhl, Norbert Pitterich und Georg Wenninger. Kassenprüfer Felix Dietz und Markus Weichert.

Trotz Pandemie ist der FC Baiersdorf auf Kurs
Der neu gewählte Hauptvorstand des FCB mit (v. li.) Schatzmeister Fabian Krauß, 3. Vorsitzender Christian Gampert, Vorsitzender Wolfgang Krauß, 2. Vorsitzender Christian Fischer, Schriftführer Hubert Göhl und Dritte Bürgermeisterin Allmut Schuhmann. Foto: Roland Dietz

Von Roland Dietz

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