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WEISMAIN

Töpferkurs im Rahmen des Ferienprogramms in Weismain

Töpferkurs im Rahmen des Ferienprogramms in Weismain
Sophia und Hannes macht das Töpfern sichtlich Spaß Foto: Roland Dietz

Auch in diesem Jahr war das Töpfern eine schöne Bereicherung des Jugendsommerferienprogramms im östlichen Landkreis. Kita-Leiterin Elfi Bienlein bestätigte, dass die Kursplätze wieder sehr schnell vergeben waren. Es waren einige Kinder dabei, die schon Erfahrung mitbrachten.

Wie ein Atelier eines viel schaffenden Künstlers wirkte die Garagenanlage in der Kita Kinderzeit in Weismain. Nachdem der Ton vom Block geschnitten worden war, half Bienlein den Kids beim Ausrollen. Dies ist der schwerste Teil am Töpfern und schon etwas anstrengend. Er ist aber auch wichtig, da sich keine Blasen im Teig bilden dürfen, denn sonst würde er beim Brennen regelrecht aufplatzen, erklärte die Kita-Leiterin den Kindern.

Die Möglichkeiten sind breit gefächert

Und nun begann für die Jungen und Mädchen der kreative Teil. Sie konnten sich Schablonenvorlagen und Aussteckformen aussuchen. Blumen, Katzen, Elefant, Eule, Herzen, Fische, Vögel und Schmetterlinge: Die Möglichkeiten waren breit gefächert.

Die Schablonen wurden nun auf den ausgerollten Ton gelegt und mit einem Küchenmesser nachgefahren, alternativ wurden die Figuren mit einer Form ausgestochen. Hannes sah sich das Ganze zunächst etwas ungläubig an: Küchenmesser und Nudelholzrolle beim Töpfern? „Werden die mir das zu Hause glauben?“, fragte er sich.

Mit Wasser die Ränder der tönernen Gebilde glätten

Der junge Mann ist ein kleiner Kreativspezialist und gerne beim Jugendsommerferienprogramm dabei. Seinen Einsatz beim Pizzabacken ein paar Tage vorher kommentierte er so: „Meine Pizza war die beste die ich je gegessen habe.“ Dann machte er sich über einen Tondinosaurier, den er, wenn er fertig ist, zuhause aufhängen will.

Als nächstes mussten die Kinder mit Wasser den Rand der entstandenen Gebilde glatt ziehen. Eine Eule hatte sich Sophia ausgesucht, und nachdem sie die ersten beiden Arbeitsschritte hinter sich hatte, verzierte sie ihr Werk mit kleinen Punkten. So entstand das Federkleid ihrer Eule. Das sei zwar nicht ihr Lieblingstier, aber es sollte ja in erster Linie etwas Schönes entstehen.

Erst in acht Wochen können die Stücke gebrannt werden

Töpferkurs im Rahmen des Ferienprogramms in Weismain
ihrem Werk versunken, lassen sich die Kinder bei ihrem Töpfern nicht stören Foto: Roland Dietz

Die Kinder waren in ihrem Element. Wenn sie nicht gerade Fragen an Elfi Bienlein hatten, waren sie in sich gekehrt und konzentriert bei ihrer Tätigkeit. Die ersten fertigen Figuren wurden nun mit den Namen der Kids versehen, damit sie nach dem Brennen wieder zurück zum richtigen Besitzer fanden. Die Tatsache, dass die Werkstücke erst acht Wochen trocknen müssen, bevor sie in einem Ofen bei 1000 Grad Celsius gebrannt werden, tat der Freude über das eigene Werk keinen Abbruch.

Und weiter ging es in die nächste Runde, in der sich der Ideenreichtum vieler erst so richtig zeigte. Delfine, Fabeltiere, Sterne und Windlichter entstanden. Eine Augenweide waren die filigranen Verzierungen, mit welchen Marie ihren Herzanhänger verschönte. Sah es zunächst nach einem Gesicht aus, wurde schnell ersichtlich, dass sie die Wandlung einer Raupe zum Schmetterling abbildete. Bei Lara brauchte der Elefant Ohren, die extra angebracht werden mussten.

Highlight: eine Schale in der Form eines Ahornblatts

Töpferkurs im Rahmen des Ferienprogramms in Weismain
Marie beim Ausschneiden mit Hilfe eines richtigen Ahornblattes; daraus eird eine Schale. Foto: Roland Dietz

Ein Highlight hatte sich Sophia mit einem echten Ahornblatt ausgesucht. Nach dem Ausschneiden des Tons drückte sie das Blatt fest darauf, so dass die Adern des Blattes sich abzeichneten. Die Enden wurden aufgestellt, und es entstand eine kleine Schale.

Über 40 Kunstwerke hatten die Kids nun gefertigt und passten zum Schluss natürlich ganz genau darauf auf, dass ihr Name richtig darauf geschrieben war. Schließlich wollen sie in zwei Monaten ihre Arbeiten abholen. Stolz zeigten sue beim Abholen ihren Eltern und Großeltern, was sie alles geschafft hatten.

 

Von Roland Dietz

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