aktualisiert:

STRÖSSENDORF

Strössendorf: Vorstellung von Pfarrer und Konfirmanden

Strössendorf: Vorstellung von Pfarrer und Konfirmanden
ie Konfirmandinnen und Konfirmanden begaben sich bei ihrer Vorstellung auf den Laufsteg. Foto: Dieter Radziej

Im Gottesdienst in der evangelisch-lutherischen Pfarrkirche wurden am Sonntag der neue Gemeindepfarrer Gundolf Beck und die Konfirmandinnen und Konfirmanden vorgestellt. Für Beck war es ein außergewöhnliches Ereignis, denn erstmals durfte er in seiner anvertrauten Kirchengemeinde „als echter und wirklicher Pfarrer“ predigen. Die Gläubigen spendeten spontan herzlichen Applaus.

Der Seelsorger und die Konfirmandinnen und Konfirmanden hatten sich für diesen Tag ihrer gemeinsamen Vorstellung einiges vorgenommen. Nach den Bibel-Lesungen rückte die Aufforderung, „sich neu einzukleiden“, in den Mittelpunkt. Allerdings ging es nicht darum, die alten Klamotten auszusortieren und sich der aktuellen Mode anzupassen, sondern um einen „neuen Menschen“.

„Wir freuen uns (...), dass Sie sich als Pfarrer für uns entschieden haben.“
Ursula Trinkwalter, Kirchenvorsteherin

Die Konfirmanden und Konfirmandinnen präsentierten eine Modenschau. „Peter“ verdeutlichte mit großem Mantel und einer nicht zu übersehenden Brille das „herzliche Erbarmen“. Die Brille sollte den Blick für Menschen schärfen, die auf Erbarmen angewiesen sind. „Caroline“ hingegen stellte mit einer flauschigen Kuscheljacke „Freundlichkeit und Güte“ dar. „Demut“ verkörperten „Linda“ und „Selina“ mit ihren Schürzen, die zeigten, dass man sich in jede Aufgabe „hineinknien“ kann. „Sanftmut“ präsentierte „Alina“ mit armlangen (Samt-)Handschuhen. Einen dicken, farbenfrohen und flauschigen Pullover trug „Franz“ als „dickes Fell“.

Strössendorf: Vorstellung von Pfarrer und Konfirmanden
Großen Beifall gab es für die Vorstellung der Konfirmanden und Konfirmandinnen. Foto: Dieter Radziej

Geduld ist in jeder Lebens- und Wetterlage wichtig

Pfarrer Gundolf Beck dazu: „Auch wenn es manchmal so richtig stürmt und kracht, der Wind ins Gesicht bläst, mit Geduld sind alle und in jeder Lebens- und Wetterlage immer gut beraten.“

Beim gemeinsamen Finale wurde nicht einer ausgezeichnet, sondern alle Konfirmanden trugen Schärpen aus Goldpapier: Das Leben wäre ärmer, wenn auch nur eines dieser Models fehlen würde, und deshalb umschloss ein „Band der Liebe“ alle. Für diese letzte Runde, nochmals von passender Musik begleitet, gab es lang anhaltenden Beifall.

Danach begrüßte Kirchenvorsteherin Ursula Trinkwalter im Namen der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Strössendorf-Altenkunstadt und im Auftrag des Kirchenvorstandes Pfarrer Gundolf Beck und sein Familie: „Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit, vor allem Dingen, dass sie sich als Pfarrer für uns entschieden haben.“ Im Anschluss an den Gottesdienst, den der evangelische Kirchenchor von Münchaurach unter der Leitung von Beate Beck festlich ausgestaltet hatte, verweilten viele noch beim Kirchenkaffee im Gotteshaus.

 

Von Dieter Radziej

Weitere Artikel