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ALTENKUNSTADT

Sportlich gesehen auf gutem Weg

Einer der Höhepunkte in der Geschichte des Fusionsvereins war die Meisterschaft und der Aufstieg 2015/16. Zur Feier des Erfolgs gab's sogar eine Meisterschafts-Torte, die (v. li.) Spielleiter Franz Ritzel, der 2. Vorsitzende des 1. FC Altenkunstadt, Johannes Oppel, Trainer Volker Petterich, Bürgermeister und Vorsitzender des 1. FC Woffendorf, Robert Hümmer, Spielleiter Michael Herbst und FCA-Vorsitzender Dieter Radziej anschnitten. Nun wird der Verein aufgelöst. Foto: dieter RAdziej

Zwar musste auch beim FC Altenkunstadt die eine und andere gesellschaftliche Veranstaltung ausfallen, dafür bot bei der Jahresversammlung das sportliche Abschneiden Anlass zur vollsten Zufriedenheit. Denn in der laufenden Spielsaison ist die 1. Mannschaft des noch bestehenden Fusionsvereins wieder ganz vorne mit dabei.

Mit einem Willkommensgruß eröffnete Vorsitzender Dieter Radziej die Jahresversammlung in der Gastwirtschaft „Zum Preußla“. Zweiter Bürgermeister Marco Weidner sprach ein kurzes Grußwort und zeigte sich erfreut darüber, dass sich bei den Vereinen, in diesem Falle dem FC Altenkunstadt, die sportlichen- und gesellschaftlichen Aktivitäten langsam wieder zu normalisieren beginnen.

Einschränkungen prägten das Geschäftsjahr

Bei seinem Rechenschaftsbericht war auch Radziej eine gewisse Erleichterung darüber zu spüren, dass man wieder zur turnusmäßigen Abhaltung der Versammlungen zurückkehren konnte. Allerdings prägten die bestehenden Einschränkungen noch das zurückliegende Geschäftsjahr. Viele Aktivitäten waren nicht möglich beziehungsweise durften nicht stattfinden. Dies ging einher mit dem Ausfall vieler Einnahmen, mit denen der Verein immer hatte rechnen können und die es in der Vergangenheit ermöglichten, dass der FCA in finanzielle Hinsicht etwa leichter planen konnte.

Damit war der Vereinsvorsitzende gleich bei einem weiteren wichtigen Thema angelangt, das den Fusionsverein betraf. Wegen Corona fehlten dem Partnerverein FC Woffendorf schon im zweiten Jahr die Einnahmen des Galgenbergwaldfestes, und das Vereinsheim in Woffendorf blieb lange Zeit geschlossen. So trafen auch diesem Sportverein mit ganzer Härte die Auswirkungen der Pandemie. Daher haben die Woffendorfer den FC Altenkunstadt darüber in Kenntnis gesetzt, dass sie ihren Anteil an der Finanzierung des Fusionsvereins nicht mehr aufbringen können.

Ab der neuen Saison wird nur noch der FCA antreten

„Daraufhin haben wir uns in verschiedenen Vorstands- und Ausschusssitzungen mit diesem Thema ebenfalls beschäftigt“, erklärte Radziej, „und sind zu dem Ergebnis gelangt, dass der FCA – auch wenn dies schon eine Herausforderung für uns alle darstellt – das sportliche Geschehen der 1. und 2. Mannschaft wieder alleine übernehmen wird.“ Dies beginne bereits mit der neuen Saison, bei der dann nur noch der FC Altenkunstadt antreten wird; Austragungsort ist künftig wieder das Sportgelände am Main.

Der Vorsitzende erinnerte an eine Saison, in der der Verein in der Kreisklasse 2 auf höchstem gespielt habe. Dennoch glückte der Aufstieg nicht. Gegenwärtig seien die Fußballer wieder ganz vorne mit dabei, und Radziej zeigte sich zuversichtlich, dass diese Saison in den verbleibenden Spielen erfolgreich zu Ende gebracht wird.

Wer hat in der neuen Saison die Trainingsleitung

Er wies auch darauf hin, was für Anstrengungen der Verein für seine kleinen und großen Fußballer unternimmt, etwa der Kabinenumbau, die Platzpflege oder die Ausstattung beider Spielfelder im Rahmen der Klimaschutzinitiative mit LED-Leuchten. Die Trainingsleitung obliegt ab der neuen Spielsaison Stefan Dinkel zusammen mit seinem neuen Partner Matthias Reuss, der vom SCW Obermain nach Altenkunstadt wechselt, sowie Tobias Wachter. Stellvertretender Schatzmeister Fabian Angermann gab einen detaillierten Kassenbericht; Markus Michel und Benno Vonbrunn hatten die Revision vollzogen und informierten die Versammlung darüber, das alles belegt und in bester Ordnung vorgefunden wurde.

Spielfreude ist bei den Jugendlichen trotz Corona erhalten geblieben

Über den Spielbetrieb informierte Tobias Natterer. Die erste Mannschaft des Fusionsvereins mischt auch in der laufenden Spielsaison wieder ganz vorne mit, bislang gab es nur zwei Niederlagen. Seit dem 22. August 2021 hat das Kreisklassenteam des Vereins kein einziges Spiel mehr verloren. Tobias Wachter informierte über das sportliche Geschehen bei der zweiten Mannschaft.

Anschließend kamen die Jugendtrainer Jens Weberpals und Frank Freitag zu Wort, die über den Spielbetrieb bei den Schülern und Jugendlichen in allen Klassen berichteten. Sie freuten sich darüber, dass sie inzwischen bei ihren Tätigkeiten eine weitere Unterstützung erhalten haben. Trotz aller Beeinträchtigungen und Auflagen seien die Spielfreude und die Begeisterung für den Fußballsport erhalten geblieben. Über die Aktivitäten der Altliga gab Peter Wunderlich einen kurzen Bericht ab.

Erhöhung des Mitgliedsbeitrags beschlossen

Dann stand die Anpassung des Mitgliedsbeitrages auf der Tagesordnung. Vor der Abstimmung erklärten Schriftführerin Nadine Freitag und Vorsitzender Dieter Radziej auf eine entsprechende Anfrage von Ehrenmitglied Dieter Friebe hin die Beweggründe und listeten die bevorstehenden Investitionen detailliert auf. Einstimmig wurde danach beschlossen, den Jahresmitgliedsbeitrag für Kinder auf 40 Euro, bei den Erwachsene auf 60 Euro und den Familienbetrag auf 75 Euro festzusetzen.

Die Fußballer beschlossen außerdem, sich am Regiomed-Triathlon am 5. Juni, am Kreisjugendfest am 3. Juli und am Straßenfest von Altenkunstadt am 10. September zu beteiligen. Am Ende wurde über das Boothaus am Main diskutiert. Die Mitglieder wünschen sich, dass dieser beschauliche Ort, vor allem das durch einen Brand vor mehr als vier Jahren beschädigte Gebäude, wieder mit Leben erfüllt werden sollte. (dr)

Von Dieter Radziej

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