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ARNSTEIN

SC Jura Arnstein hofft auf den Klassenerhalt

Foto: Roland Dietz

Statt im Gastronomiebereich richtete der SC Jura seine Jahreshauptversammlung im Obergeschoss des Arnsteins Sportheims aus. So konnten die Hygienebestimmungen eingehalten werden und die Mitglieder genügend Abstand zu einander halten. Neben einer Erfolgsbilanz stand die Ehrung langjähriger und verdienter Mitglieder im Mittelpunkt des Abends.

„Ihr habt eure Sache im ersten Jahr sehr gut gemacht“, lobte Ehrenvorsitzender Georg Mager den seit einem Jahr amtierenden Hauptvorstand. Die Aufteilung der Zuständigkeiten auf vier Schultern habe dank guter Zusammenarbeit prima geklappt. Auch die Kameradschaft im Verein sei sehr lobenswert.

„Wir müssen heute so sitzen wie bei einer Prüfung in der Schule, doch ich hoffe auf eine baldige Rückkehr zur Normalität“, sagte Johannes Ruß, Vorstandssprecher sowie Verwaltungs- und Finanzvorstand. Das Vorstandsteam arbeite einmütig, Ideen und Vorhaben würden gut umgesetzt, meinte er. „Es macht Spaß, für den Verein zu arbeiten.“ So werde das Vorstandsteam nicht müde, nach Verbesserungen zu suchen und diese nach Möglichkeit zu verwirklichen. Er dankte allen. die sich für den Verein eingesetzt haben.

Florian Hoffmann, Vorsitzender im Bereich Sport, berichtete, dass nach 52 Jahren Vereinsbestehen eine neue Zeitrechnung mit dem Spielbetrieb in der Bezirksliga West angebrochen sei. Fast 400 Besucher wollten das erste Heimspiel gegen den TSV Ebensfeld sehen. „Der sportliche Erfolg war aber nicht von Dauer, und wir mussten danach schon Lehrgeld bezahlen“, räumte er ein. Dies sei auch den verletzten Stammspielern geschuldet, denn in 19 Spielen wurden nur acht Punkte erreicht. Zwar kamen nach Weihnachten die Verletzten zurück, doch die Corona- Pandemie machte die Hoffnung, den Klassenerhalt doch noch zu schaffen, erst einmal zunichte.

„Auch in Zukunft wird nicht entscheidend sein, in welcher Liga gespielt wird, sondern, dass weiter Fußball in Arnstein gespielt wird.“
Florian Hoffmann, Vorsitzender im Bereich Sport

Die Ergebnisse der zweiten und dritten Mannschaft seien ebenfalls steigerungsfähig. Er dankte den Trainern Sebastian Hopfenmüller und Peter Tremel für ihre Arbeit und den guten Teamgeist. In der spielfreien Zeit haben sich auf ihr Entgelt verzichtet. Die Kosten des Spielbetriebs seien weit im unteren Bereich – Kameradschaft werde hier groß geschrieben. „Auch in Zukunft wird nicht entscheidend sein, in welcher Liga gespielt wird, sondern, dass weiter Fußball in Arnstein gespielt wird“, betonte Frank Hoffmann. Stellvertretend für alle Helfer lobte er die Damen, die die Spielkleidung waschen. Franz Herold, zuständiger Vorsitzender für die Liegenschaften, zeigte sich zufrieden. Nach dem Einbau der Sprinkleranlage sei der Platz bezirksligatauglich gemacht worden. Allerdings sei es mangels Wasser am Trainingsplatz nicht einfach, eine wesentliche Verbesserung zu erreichen.

Sprinkleranlage macht den Platz fit für die Bezirksliga

Das Imbisshaus wurde komplett saniert und sei nun sehr zweckmäßig und ansprechend. In der Corona-Pause wurde die desolate Elektrohauptverteilung im Sportheim saniert. Der veraltete Spindelmäher wurde für 1000 Euro überholt. Für Exklusivfans wurde am Eingang eine kleine Überdachung gebaut und eine neue Sitzbank am Sportheim von tüchtigen Mitgliedern gebaut. Als nächste Ziele nannte er die Installation einer LED-Flutlichtanlage und der Ausbau der Gästekabinen. Enttäuscht zeigte sich Franz Herold von der Stadt Weismain, die den Aufstieg in die Bezirksliga nicht mit einem Eintrag ins Goldene Buch oder einer Auszeichnung beim Ehrenamtsabend gewürdigt habe.

Über erfreuliche Kassengeschäften berichtete Johannes Reinlein, Vorsitzender für Wirtschaft und Veranstaltungen. Dem Verein gehören 324 Mitglieder an. Mit je 500 Buchungen im Ein - und Ausgabebereich war viel zu tun. Der Wirtschaftsdienst im Sportheim habe mit den Spielen in der Bezirksliga gut begonnen, und es waren immer genügend Mitarbeiter da. Wünschenswert wäre es, wenn mehr Helfer im Wechsel mitmachen würden, appellierte Reinlein. „Immer dieselben können es auf Dauer nicht schaffen.“

Die Winterwanderung sei vom schlechten Wetter geprägt gewesen. Die Weihnachtsfeier mit Ehrungen rundete das Jahr ab. „Es habe sich in der Corona-Pandemie gezeigt, dass der SC Jura Arnstein gut aufgestellt ist und finanzielle Ausfälle kompensiert werden konnten“, betonte der Finanzvorstand. Gegen den Antrag der Vorfinanzierung für den Flutlichtausbau und die Umgestaltung der Gästekabine gab es keinen Einwand. Genehmigt wurde auch das Protokoll von Andreas Dauer.

Ehrungen

Für ihre Treue zum Verein ehrten Johannes Ruß und Ehrenvorsitzender Georg Mager zahlreiche Mitglieder:

Für zehn Jahre Christian Gack und Lucas Hügerich.

Für 20 Jahre Florian Dauer, Lukas Eberlein, Marcel und Tobias Herold, Dominik Linz, Andreas Popp, Michael Reh, Christian und Daniel Schmitt, Steffen Schütz, Christian und Manuel Will und Thomas Witterauf

Für 40 Jahre Kunibert Dicker, Harald Schmitt, Manfred Schütz und Albert Spörlein

Für 50 Jahre Josef Amon, Georg Betz, Gerhard Bienlein, Martin Eberlein, Hubert Freitag, Martin Herold, Georg Neuner, Ferdinand Schütz, Bernhard Will und Konrad Ziegler.

Von Roland Dietz

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