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ALTENKUNSTADT

Pianistinnen aus Altenkunstadt spitze bei „Jugend musiziert“

Pianistinnen aus Altenkunstadt spitze bei „Jugend musiziert“
Beim Regionalentscheid für den Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ landeten (vorne, von links) Selina Hofmann, Lea Schönhals, Anna Lipis und Esther Schönhals in der Altersgruppe 1b mit der Höchstpunktzahl auf Platz eins. Mit den Klavierschülerinnen freuen sich ihre Lehrerin Larissa Eggloff (Dritte von rechts) und Bürgermeister Robert Hümmer (Zweiter von links). Foto: Bernd Kleinert

Vor 58 Jahren wurde mit „Jugend musiziert“ das wohl renommierteste Musikförderprojekt Deutschlands ins Leben gerufen. Seitdem haben knapp eine Million Kinder und Jugendliche mitgemacht, darunter auch Anna Lipis, Selina Hofmann sowie Esther und Lea Schönhals. Die vier Mädchen, die an der Musikschule des Schulverbands Altenkunstadt/Burgkunstadt/Weismain Instrumentalunterricht erhalten, erreichten jetzt beim Regionalentscheid für den Bereich Coburg/Kronach/Lichtenfels in der Kategorie „Klavier zu vier Händen“ die Höchstpunktzahl und sicherten sich damit in der Altersgruppe 1b den ersten Platz.

„Nicht die Fehler, die sich möglicherweise beim Spielen einschleichen, sind ausschlaggebend. Wichtig sind in erster Linie Musikalität und die Liebe zur Musik.“
Larissa Eggloff, Leiterin der Musikschule

„Nicht die Fehler, die sich möglicherweise beim Spielen einschleichen, sind ausschlaggebend. Wichtig sind in erster Linie Musikalität und die Liebe zur Musik“, stellt Schulleiterin Larissa Eggloff klar. Und daran scheint es Anna, Selina, Lea und Esther nicht zu mangeln. Bravourös präsentierten sie nicht nur der Fachjury anspruchsvolle Klavierwerke, sie spielten diese auch ohne Notenblatt. „Das schafft nicht jeder“, betont Eggloff, die ihre Schützlinge zum Regionalentscheid nach Lichtenfels begleitete.

Und dabei war die Vorbereitung alles andere als einfach. „Aufgrund der Corona-Pandemie musste der Unterricht monatelang komplett entfallen, danach konnten wir eine Zeitlang nur Online-Unterweisung anbieten“, erzählt die Schulleiterin, die die vier Mädchen unterrichtet. Widrige Umstände, von denen sich die Schülerinnen jedoch nicht beeindrucken ließen. Nicht weniger als zwölf Stücke studierten sie für den Wettbewerb ein.

Mit dem „Fünf-Tanten-Boogie“ und „Andante cantabile“ beeindruckt

Anna Lipis und Selina Hofmann interpretierten vierhändig am Klavier unter anderem Franz Schuberts „Kindermarsch“, den „Fünf-Tanten-Boogie“ und das Werk „Carioca“ aus der Feder des ungarisch-britischen Komponisten Matyas Seiber. Als Klavier-Duo traten auch die Schwestern Lea und Esther Schönhals an. Sie beeindruckten mit Stücken wie „Andante cantabile“ von Anton Diabelli, dem von Helen Pace komponierten „Tanz aus Israel“ und Richard Krentzlins „Ungarischer Tanz“. Jedes Duo schaffte 25 Punkte und damit die Höchstpunktzahl. Ein großartiges Ergebnis, über das sich nicht nur die Schulleiterin und die Eltern der jungen Pianistinnen freuten.

Auch Bürgermeister Robert Hümmer, der namens des Schulverbands gratulierte, war begeistert: „Eine meisterhafte musikalische Leistung, auf die ihr stolz sein könnt“. Das Gemeindeoberhaupt wünschte Selina, Esther, Lea und Anna auch weiterhin viel Freude und Erfolg beim Musizieren: „Es wäre toll, wenn wir auch künftig bei schönen Konzerten an eurem herausragenden Talent teilhaben dürften“. Als Zeichen der Anerkennung überreichte Hümmer Geschenke.

Von Bernd Kleinert

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