aktualisiert:

SCHWARZACH

Pfarrstelle in Schwarzach wieder besetzt

Pfarrstelle in Schwarzach wieder besetzt
Pfarrer Siegfried Welsch (li.) stellte den Gemeindegliedern aus Schwarzach und Willmersreuth Sinara und Danilo Kammers vor; im Hintergrund die Kinder Lara und Carlos, die ab September die Grundschule in Mainleus besuchen. Foto: Ingrid Kohles

Am vergangenen Sonntag präsentierte Pfarrersenior Siegfried Welsch in Vertretung von Dekan Thomas Kretschmar mit Sinara und Danilo Kammers gleich zwei Pfarrer für die Pfarrstelle Schwarzach mit Willmersreuth. Zur großen Freude aller ist damit eine lange Vakanz beendet. Den Freiluftgottesdienst vor dem Johannishaus umrahmte der Posaunenchor Schwarzach mit Unterstützung des Posaunenchores Burgkunstadt.

Die Patersberger Alphornbläser aus Veitlahm sorgten für einzigartige Klänge. Religionspädagoge Steffen Hühnlein und Mitglieder der Kirchenvorstände wirkten beim Vorstellungsgottesdienst mit. Zwar kam zum Ende des Gottesdienstes doch noch Regen auf, dieser Segen von oben wurde aber lächelnd empfangen.

„Sie machen die Menschen im Gemeindebereich und im gesamten Dekanat glücklich, wir alle freuen uns sehr, dass Sie dem Ruf aus Oberfranken gefolgt sind.“
Pfarrer Siegfried Welsch zum neuen Pfarrersehepaar

„Sie machen die Menschen im Gemeindebereich und im gesamten Dekanat glücklich, wir alle freuen uns sehr, dass Sie dem Ruf aus Oberfranken gefolgt sind“, sprach Pfarrer Welsch allen aus der Seele. Das Ehepaar Kammers kommt aus Pomerode im Süden Brasiliens. Gemeinsam mit den Kindern Lara und Carlos sind sie am 30. Juli in Schwarzach angekommen und mussten bis zum Vorstellungsgottesdienst in Quarantäne bleiben.

Obwohl beide schon seit Jahren als Gemeindepfarrer im Süden Brasiliens gewirkt haben, werden sie vorerst als Fortbildungsvikare eingesetzt. Das ist so üblich bei Personen, die im Ausland ihre Ausbildung zur Pfarrerin oder zum Pfarrer absolviert haben und nun in Deutschland leben und in den Dienst der Evangelischen Landeskirche Bayern treten.

In den vergangenen Monaten schon sehr gut deutsch gelernt

Sinara und Danilo Kammers haben sich die Entscheidung bestimmt nicht leicht gemacht, ihren pastoralen Weg in Deutschland fortzusetzen. Um ihn zu gehen, haben sie in den vergangenen Monaten schon sehr gut deutsch gelernt, was sie bei ihrer ersten gemeinsamen Predigt über die Heilung eines Taubstummen aus dem Markus-Evangelium gleich eindrücklich bewiesen.

Mainleus' Zweiter Bürgermeister Günther Stenglein begrüßte die Familie Kammers in ihrer neuen Heimat. Er dankte allen, die in der Zeit der Vakanz die Seelsorge in Schwarzach und Willmersreuth übernommen haben. „Es ist eine große Freude für alle, dass wieder Leben ins Schwarzacher Pfarrhaus eingezogen ist“, betonte er und übergab ein Begrüßungsgeschenk der Marktgemeinde.

Auch der Bewohnerrat des Hauses Schmeilsdorf überbrachte Grüße und Geschenke. Willkommensgrüße entboten auch die Kirchenvorsteher sowie der Pfarrer im Ruhestand Hermann Mühlhäuser aus Harsdorf, der früher ebenfalls in Pomerode tätig war.

„Es ist eine große Freude für alle, dass wieder Leben ins Schwarzacher Pfarrhaus eingezogen ist.“
Günther Stenglein, Zweiter Bürgermeister von Mainleus

Pater Kosma Rejmer von der katholischen Nachbargemeinde Mainroth hieß das junge Paar willkommen. Er könne es sehr gut nachempfinden, wie es einem ergeht, wenn man ganz neu in eine fremde Umgebung kommt. Er selbst und seine Mitbrüder aus der klösterlichen Gemeinschaft Altenkunstadt sind 2014 aus Polen an den Obermain gewechselt.

Pater Kosma Rejmer regt ökumenische Zusammenarbeit an

Er freue sich auf die ökumenische Zusammenarbeit und überbrachte auch gleich die Einladung zur ökumenischen Segnung des erneuerten Friedhofskreuzes in Mainroth. „Gottes Wort ist unser gemeinsamer Kompass“, betonte er.

Christina Flauder, Landessynodalin und stellvertretende Landrätin, berichtete, dass es ein langer Weg war, bis die Pfarrstelle wieder besetzt werden konnte. „Umso wichtiger und schöner ist diese Tag, denn wir stehen am Anfang eines neuen Weges. Wir freuen uns, Sie endlich hier zu haben“, sagte sie. Als Begrüßungsgeschenk übergab sie einen selbstgetöpferten Engel als Beschützer für die ganze Familie.

Von Ingrid Kohles

Weitere Artikel