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ALTENKUNSTADT

Ökumenischer Gottesdienst für Senioren in Altenkunstadt

Ökumenischer Gottesdienst für Senioren in Altenkunstadt
Pfarrerin Bettina Beck (vorne, re.) und Diakon Rainer Daum (li.) gestalteten den ersten ökumenischen Seniorengottesdienst, zu dem die Projektgruppe „In der Heimat wohnen“ eingeladen hatte. Der evangelische Posaunenchor Strössendorf unter Leitung von Pfarrer Rudolf Ranzenberger sorgte für die musikalische Umrahmung. Foto: Bernd Kleinert

Im Zeichen des Erntedankfestes stand der erste ökumenische Gottesdienst für Senioren, zu dem die Projektgruppe „In der Heimat wohnen“ eingeladen hatte. Das Außengelände des katholischen Pfarrheims Sankt Kilian mit seinen Grünanlagen und einer geräumigen Terrasse lieferte für die Feier unter freiem Himmel das passende Ambiente.

Quartiersmanagerin Angela Lohmüller freute sich über die vielen Besucher und führte sie zu ihren Plätzen. Beim Aufstellen der Stühle wurde auf die Abstandsregeln geachtet und die Senioren hatten eine Mund-Nase-Bedeckung dabei. Es wurden Kontaktdaten notiert und Hände desinfiziert. Denn Sicherheit ist in Corona-Zeiten oberstes Gebot.

„Wir blicken zurück auf Saat und Ernte, auf all das, was wir von Gott empfangen haben und für das wir ihm danken sollten“, sagte Pfarrerin Bettina Beck. Erntedank solle aufmerksam machen auf das Gute im Leben und auf Gottes gute Gaben und das auch in schweren Zeiten. Im Rahmen einer Natur- und Schöpfungsmeditation trug die junge Geistliche den „Sonnengesang“ des Franz von Assisi vor. Geschrieben hat ihn der große Heilige des 13. Jahrhunderts am Ende seines Lebens und von Krankheit geprägt.

Fürbitten für die vertrockneten Felder und die Landwirte

„Vieles ist für uns derart zur Selbstverständlichkeit geworden, sodass wir vergessen, dafür zu danken“, erklärte Diakon Rainer Daum. Dazu gehörten die Natur, die ein Geschenk Gottes sei, ja sogar die eigenen Mitmenschen. „Aber wie sieht es eigentlich mit Gott und unserem Glauben aus? Sind auch sie selbstverständlich geworden und ist der sonntägliche Gottesdienstbesuch nur noch Routine?“, fragte der Geistliche. Daum appellierte an die Senioren, ihren Glauben und die Beziehung zu Gott zu pflegen. Erntedank solle Mut machen, die Natur, das Leben und die Mitmenschen bewusst zu betrachten und achtsam zu sein. Und das gelte auch für Gott und den Glauben an ihn.

In den Fürbitten beteten die Gläubigen für die Felder und Wälder, die vertrocknet sind, und für die Menschen, deren Arbeit und Mühen vergeblich waren. Der erste ökumenische Seniorengottesdienst endete mit dem gemeinsam gesungenen Choral „Nun danket alle Gott“.

Für die musikalische Umrahmung der Feier sorgte der evangelische Posaunenchor Strössendorf. Unter Leitung von Pfarrer Rudolf Ranzenberger brachten die Bläser traditionelle Choräle, moderne geistliche Danklieder sowie weltliche Stücke, darunter Reinhard Meys „Über den Wolken“, zu Gehör. Die Gläubigen bedankten sich mit herzlichem Beifall. Die Kollekte des ökumenischen Seniorengottesdienstes kommt der Tafel in Burgkunstadt zugute.

Von Bernd Kleinert

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