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WEISMAIN

Neuer Start mit dem Weismainer Bürgermeister Michael Zapf

Der neue Weismainer Bürgermeister Michael Zapf (GUB, re.) mit seinen Stellvertretern Matthias Müller (GUB) und Julia Spörlein (CSU) Foto: Gerhard Herrmann

Es war ein historischer Moment, als der neugewählte Weismainer Bürgermeister Michael Zapf (GUB/Freie Wähler) am Donnerstagabend vom ältesten Stadtrat Alfons Deuber vereidigt wurde. Die konstituierende Sitzung des Stadtrats fand im Kolpinghaus statt, um den nötigen Sicherheitsabstand zu wahren. Mehr als 30 Besucher verfolgten die Sitzung.

Der neue Bürgermeister Michael Zapf (re.) wurde vom ältesten Stadtrat Alfons Deuber vereidigt. Foto: Gerhard Herrmann

Zweiter Bürgermeister ist Matthias Müller (GUB). Er setzte sich gegen den von der CSU nominierten Michael Bienlein mit mit neun zu sieben Stimmen durch. Eine Stimme entfiel auf die nicht nominierte Janine Brunecker (GUB). Als Dritte Bürgermeisterin wurde ohne Gegenkandidaten Julia Spörlein (CSU) mit neun Stimmen gewählt. Sieben Voten entfielen auf die nicht nominierten Uwe Dück (Bürgerblock) und eine auf Gabi Huber (GUB).

Michael Dreiseitel kandidiert nicht mehr um ein Bürgermeisteramt

Als Zweiter Bürgermeister wurde Matthias Müller (GUB) vereidigt und als Dritte Bürgermeisterin Julia Spörlein (CSU). Foto: Gerhard Herrmann

Der bisherige Dritte Bürgermeister Michael Dreiseitel (SPD) stellte sich für das Amt nicht mehr zur Verfügung. „Es war eine besondere Ehre, für Weismain einen Bürgermeister-Titel zu tragen und mich für die Bürger zu engagieren“, sagte er. Sein Dank galt den Bürgern und den Stadtratskollegen für die Unterstützung in den vergangenen sechs Jahren.

Eingangs hatte der neue Bürgermeister Michael Zapf die neuen Stadträte Johannes Ruß (CSU), Norbert Rehe (GUB), Tobias Pregler (SPD), Uwe Dück und Bernd Detsch (beide BB) vereidigt. Die ausgeschiedenen Räte sollen zu einem späteren Zeitpunkt nach Abklingen der Corona-Pandemie oder in der Jahresschluss-Sitzung in würdigem Rahmen, der zurzeit nicht möglich ist, verabschiedet werden.

Die Wähler hätten den Stadträten ihr Vertrauen geschenkt, damit sie die Kommunalpolitik mitgestalten, sagte Michael Zapf. „Sie haben uns gewählt, damit wir Entscheidungen zum Wohle aller nach bestem Wissen und Gewissen treffen.“ Das werde nicht einfach angesichts der Finanzprobleme Weismains und der anstehenden großen Aufgaben. Erschwert werde diese Aufgabe durch die Belastungen der Corona-Pandemie, die alle Lebensbereiche von der Schule bis zur Wirtschaft belastet.

„Eine Krise bietet aber auch die Chance, dass wir durch Zusammenhalt, Rücksichtnahme und Solidarität stärker aus dieser schweren Zeit herauskommen.“
Michael Zapf, Bürgermeister
Die Vereidigung der neugewählten Stadträte erfolgte wegen der Abstandsregeln auf ihren Plätzen. Foto: Gerhard Herrmann

„Eine Krise bietet aber auch die Chance, dass wir durch Zusammenhalt, Rücksichtnahme und Solidarität stärker aus dieser schweren Zeit herauskommen“, appellierte der Bürgermeister. Daher sollten die Stadträte die Situation nutzen, um an einem Strang zu ziehen und trotz konstruktiver Diskussionen über die Sache stets das Ziel verfolgen, das Bestmögliche für das ganze Stadtgebiet und die Bürger zu erreichen.

Mit Schutzmaske sammelte Geschäftsleitender Beamter Frank Gebhardt die Stimmzettel für die Wahl der stellvertretenden Bürgermeister ein. Foto: Gerhard Herrmann

Als Fraktionsvorsitzende wurden für die CSU Michael Bienlein (Stellvertreter: Johannes Ruß), für die GUB Janine Brunecker (Anita Rauch), für die SPD Michael Dreiseitel (Tobias Pregler) und für den Bürgerblock Bernd Detsch (Uwe Dück) benannt.

Das Amt der Ortssprecher als Vertreter der Stadtteile stärken

Bürgermeister Michael Zapf vereidigte als Zweiten Bürgermeister Matthias Müller (GUB, re.) und als Dritte Bürgermeisterin Julia Spörlein (CSU). Foto: Gerhard Herrmann

Gestärkt werden solle künftig das Amt der Ortssprecher, kündigte der Bürgermeister an. Wie das geschehen könnte, solle in der nächsten Stadtratssitzung beraten werden, die voraussichtlich am 16. Juni stattfinden wird. Nachdem in der vergangenen Wahlperiode nur Richard Schütz für Kleinziegenfeld gewählt worden war, sollen künftig mehr Ortssprecher die Interessen der Stadtteile, in denen kein Stadtrat gewählt wurde, vertreten. Ein Recht auf einen Ortssprecher hätten demnach Geutenreuth, Wallersberg, Arnstein, Buckendorf, Fesselsdorf, Kleinziegenfeld und Weiden. Auf Antrag der Dorfgemeinschaft können sie in einer Ortsversammlung gewählt werden. Das Amt diene nicht nur der Informationsweitergabe, sondern auch der Transparenz. „Das ist eine unendlich wichtige Funktion, weil die Ortssprecher den Finger am Puls der Bürger haben“, erklärte Zapf.

Janine Brunecker kündigte an, die Räte der GUB wollten die zehn Euro, um die das Sitzungsgeld erhöht werden soll, zu spenden.

Die Ausschüsse und Referenten

Einstimmig beschlossen wurde die Besetzung der Ausschüsse des Stadtrats. Dem Verwaltungs- und Finanzausschuss gehören Julia Spörlein, Jochen Schäfer (CSU); Janine Brunecker, Anita Rauch (GUB); Tobias Pregler (SPD) und Uwe Dück (BB) an.

In den Bau-, Grundstücks- und Umweltausschuss wurden Michael Bienlein, Alfons Deuber (CSU); Gabi Huber (GUB); Ursula Gommelt (Grüne); Michael Dreiseitel (SPD)und Bernd Detsch (BB) gewählt.

Im Rechnungsprüfungsausschuss arbeiten Anita Rauch (Vorsitzende), Matthias Müller (GUB); Rudolf Dück (stellvertretender Vorsitzender), Johannes Ruß (CSU); Tobias Pregler (SPD) und Uwe Dück (BB) mit.

Dem Schulverband Altenkunstadt, Burgkunstadt/Weismain gehört Michael Dreiseitel (SPD), nachdem wegen der sinkenden Schülerzahlen nur noch ein Verbandsrat entsandt wird.

Im Zweckverband Kindergarten Stadelhofen arbeiten Monika Herold und Manuela Herold (beide aus Buckendorf) mit.

Als Jugendbeauftragte wurde Janine Brunecker (GUB) wiedergewählt und als Seniorenbeauftragte Inge Motschenbacher, die das Amt zusammen mit zwei Stellvertreterinnen mit viel Herzblut ausübe, so Zapf. Als Behindertenbeauftragter wurde Uwe Dück gewählt, nachdem Horst Horn das Amt aus Altersgründen zur Verfügung stellte.

Zum Standesbeamten wurde Michael Zapf ernannt, weil viele Paare vom Bürgermeister getraut werden möchten.

Von Gerhard Herrmann

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