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MODSCHIEDEL

Modschiedel: Neue Ortsumgehung mit Asphalt versehen

Modschiedel: Neue Ortsumgehung mit Asphalt versehen
Für eine spürbare Entlastung vom Durchgangsverkehr und mehr Verkehrssicherheit wird die neue Ortsumgehung von Modschiedel sorgen: In der zurückliegenden Woche wurde die Straße asphaltiert. Über den Fortschritt der Arbeiten informierte sich Landrat Christian Meißner bei einem Ortstermin mit dem Leiter des Kreisbauhofs, Heiko Tremel, sowie Alexander Dauer, Projektleiter und Abteilungsleiter Tiefbau der Bau ausführenden Firma Dechant. Foto: Heidi Bauer

„Die neue Kreisstraße Lif 12 ist auf einem guten Weg. Jetzt sieht man es ganz deutlich“, stellte der Landrat Christian Meißner am vergangenen Mittwoch bei einem Ortstermin fest. Anlässlich der Asphaltierung der Anschlüsse von Modschiedel an die neue Ortsumgehung machte er sich bei einem Gespräch mit dem Leiter des Kreisbauhofs, Heiko Tremel, und mit Alexander Dauer, Abteilungsleiter Tiefbau der Bau ausführenden Firma Dechant, ein Bild vom Fortschritt der Arbeiten.

Asphaltiert wurde laut Pressemitteilung des Landratamtes in der zurückliegenden Woche auf einer Fläche von rund 8500 Quadratmetern.

Mehr Lebensqualität und Verkehrssicherheit

„Die Ortsumgehung von Modschiedel wird durch eine Entlastung des Innerortsbereichs die Lebensqualität im Dorf erheblich verbessern und die Verkehrssicherheit erhöhen. Ich freue mich, dass wir mit den Arbeiten im Zeitplan liegen und die neue Umgehung voraussichtlich im Juli für den Verkehr freigegeben werden kann“, betonte Landrat Meißner. Allen am Bau beteiligten sagte der er herzlichen Dank für die Unterstützung und die gute Zusammenarbeit und den Bürgerinnen und Bürgern für ihr Verständnis für die mit den Bauarbeiten verbundenen Unannehmlichkeiten.

Die gesamte Straßenbaumaßnahme umfasse den Neubau der Ortsumgehung von Modschiedel (Kreisstraße Lif 12, Landkreis Lichtenfels/Stadt Weismain) mit zwei Knotenpunkten innerhalb der freien Strecke und dem Anschluss an die Staatsstraße 2190 Scheßlitz – Kasendorf im Süden, erläuterte Kreisbauhofleiter Heiko Tremel. Die neue Kreuzung mit Einmündung in die Staatsstraße 2190 sei bereits im vergangenen Jahr fertiggestellt worden.

Sieben Wochen Vollsperrung der Kreisstraße angekündigt

Der aktuelle Bauabschnitt der Kreisstraße beträgt laut der Pressemitteilung rund 1,5 Kilometer, die Angleichungslänge der bereits fertiggestellten Staatsstraße zirka 650 Meter. Die momentanen Bautätigkeiten würden schwerpunktmäßig am Bauanfang von Wunkendorf kommend bis zur neuen Einmündung Richtung Weiden liegen, erklärte Heiko Tremel weiter.

Im Zusammenhang mit dem Neubau der Umfahrung von Modschiedel (Lif 12) müsse die neue Ortsumgehung an die bestehende Kreisstraße Lif 12 angeschlossen werden. Da dieser Anschluss erhebliche Veränderungen der Straßenführung mit sich bringen werde, könnten diese Arbeiten nur unter Vollsperrung vorgenommen werden, informierte Heiko Tremel.

Aus diesem Grund müsse die Kreisstraße Lif 12 zwischen Modschiedel und Wunkendorf zur Herstellung des Anschlusses an die bestehende Kreisstraße ab dem 19. April für voraussichtlich sieben Wochen für den Verkehr voll gesperrt werden. Die Herstellung einer provisorischen Umfahrung wie im südlichen Bereich des Neubaus, lasse sich aufgrund des vorhandenen Waldbestandes nicht ohne unverhältnismäßig große Eingriffe in den Baumbestand realisieren, unterstrichen Heiko Tremel und der Landrat.

Behinderungen im Kleinziegenfelder Tal

Der Leiter des Kreisbauhofes kündigte bereits vorab an, dass es aufgrund der Vollsperrung im Bereich Modschiedel zu Behinderungen kommen wird. Mit dem planmäßigen Beginn des nächsten Bauabschnittes ändere sich auch die Verkehrsführung im Bereich Weismain.

Dies bedeute, dass man ab dem 19. April 2021 die Kreisstraße Wunkendorf - Modschiedel nicht mehr befahren könne. Die Fahrtrichtung Weismain zur Autobahn A70 werde über die Kreisstraße Lif 19 (Weiden-Fesselsdorf) ausgeschildert. Um nicht beide Fahrtrichtungen auf der Lif 19 zu bündeln, erfolge die Umleitung von der Autobahn Richtung Weismain durch das Kleinziegenfelder Tal (Staatsstraße 2191). Die Umleitungen würden ausgeschildert, informiert das Landratsamt Lichtenfels.

Der Landkreis-Verwaltung bittet die Verkehrsteilnehmer und Anlieger, sich auf die Sperrungen im Zuge der Bauarbeiten und die damit verbundenen Behinderungen einzustellen und um Verständnis für die auftretenden Behinderungen.

2,9 Millionen Euro Förderung vom Freistaat Bayern

Die Ortsumfahrung Modschiedel im Zuge der Lif 12 sei eine Maßnahme des Landkreises Lichtenfels. Koordiniert werde diese vom Kreisbauhof. Finanziert werde die Maßnahme vom Landkreis Lichtenfels, der dafür Zuwendungen vom Freistaat Bayern und von der Regierung von Oberfranken erhalte.

Gute Nachrichten habet der Landkreis Lichtenfels bereits im vergangenen Jahr hinsichtlich der Finanzierung der Ortsumgehung aus dem Bayerischen Verkehrsministerium erhalten: Laut Verkehrsministerin Kerstin Schreyer unterstütze der Freistaat den Landkreis beim Bau der Ortsumgehung Modschiedel mit der maximalen Fördersumme nach dem Bayerischen Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz mit 2,9 Millionen Euro, erinnert das Landratamt.

Die Gesamtkosten der Ortsumgehung von Modschiedel mit dem Umbau der Staatstraßeneinmündung liegen laut der Meldung bei mehr als 5,7 Millionen Euro. „Über diese hohe Förderung freuen wir uns in diesen herausfordernden Zeiten ganz besonders“, betone Landrat Christian Meißner.

Die Kreisstraße Lif 12 verbindet die Ortsteile Modschiedel, Wunkendorf und Wohnsig mit der Stadt Weismain. Sie sei eine wichtige Zubringerstraße zum überörtlichen Verkehrsnetz und solle laut Verkehrsministerium zur Staatsstraße aufgestuft werden, um den Schwerverkehr zu verlagern, der bislang durch das landschaftlich wertvolle Kleinziegenfelder Tal rolle, wird in der Mitteilung erläutert. Nach der Ortsumgehung Weismain werded mit der Ortsumgehung Modschiedel ein weiterer Teil eines Verkehrskonzepts zur Entlastung der betroffenen Gemeinden vom Durchgangsverkehr verwirklicht.

Lange Planungsphase von über 20 Jahren

Über 20 Jahre Arbeit steckten laut in der Ortsumfahrung, deren Planungsursprünge bis ins Jahr 1996 zurückzuführen sind, informierte Landrat Meißner weiter. Mit dem Bau der Umgehung von Weismain habe die Stadt Weismain zusammen mit dem Staatlichen Bauamt Bamberg den ersten Abschnitt der geplanten Verkehrsverlagerung aus dem Kleinziegenfelder Tal zur Autobahn A 70 verwirklicht. In der Folge gelte es, das nächste Puzzleteil dieses Verkehrskonzeptes zu einer zielführenden und realisierbaren Lösung zu führen: die Ortsumgehung von Modschiedel.

Seit etwa sechs Jahren sei die Planung für diese Umfahrung intensiv vorangetrieben worden. Sie sei für viele Beteiligte auch eine Geduldsprobe gewesen, sagte Meißner. Der ersten Bürgerversammlung im April 2015 seinen viele notwendige und sinnvolle Abstimmungen mit allen Beteiligten gefolgt. Baubeginn sei schließlich am 18. Mai 2020 gewesen.

Naturschutz hat laut Landrat Meißner einen hohen Stellenwert

Der Landrat machte deutlich, dass sich durch die Umgehung die Lebensqualität in Modschiedel, die Verkehrssicherheit und die Entwicklungsmöglichkeiten verbessern werden. Das Bauprojekt sei im Vorfeld eng mit der Unteren Naturschutzbehörde am Landratsamt abgestimmt worden. Bei den Planungen habe man großen Wert darauf gelegt, im Einklang mit der Natur zu planen, was auch gut gelungen sei. Die Arbeiten im Bereich der Umgehung würden mit der Herstellung des naturschutzfachlichen Ausgleiches noch dieses Jahr andauern. Für den Verkehr könne die neue Umgehung voraussichtlich im Juli freigegeben werden.

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