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ALTENKUNSTADT

Mainecker Straße in Altenkunstadt wird saniert

Mainecker Straße in Altenkunstadt wird saniert
841 000 Euro kostet der Austausch der Wasserleitung und die Sanierung des Kanals in der Mainecker Straße in Baiersdorf. Foto: Stephan Stöckel

Die Kreisstraße Lif 23 verläuft durch den Ortsteil Baiersdorf. 2023 baut der Landkreis Lichtenfels die Ortsdurchfahrt aus, die auch über die Mainecker Straße verläuft, wo an der Wasserleitung und dem Kanal der Zahn der Zeit nagt. Die Gemeinde Altenkunstadt tauscht in diesem Jahr die Trinkwasserleitung auf einer Länge von 350 Metern aus und saniert den 560 Meter langen Kanal. „Die Gesamtkosten für die Sanierungsarbeiten in der Mainecker Straße belaufen sich auf 841 000 Euro. Davon entfallen auf die Wasserleitung 518 000 und auf den Kanal 323 000 Euro“, sagte Bürgermeister Robert Hümmer (CSU) in der Gemeinderatssitzung am Dienstagabend. Einstimmig beschloss das Gremium, die beiden Maßnahmen durchzuführen.

Zustimmung für Bau der Agrovoltaikanlage

20 Mutterschafe und ihre Lämmer, die friedlich unter Solarmodulen grasen – eine Agrovoltaikanlage, die der Strössendorfer Baron Christoph von Seckendorff auf einem Grundstück unweit der Trebitzmühle errichten möchte, soll es ermöglichen. Im Unterschied zu konventionellen Solarparks gehen die Flächen für die Landwirtschaft hier nicht komplett verloren. Der Landwirt kann unter Solarmodulen arbeiten, die horizontal beziehungsweise leicht schräg mehrere Meter über der landwirtschaftlichen Fläche aufgeständert sind. Bereits im September vergangenen Jahres war das Projekt im Gemeinderat ausführlich vorgestellt worden. Nun gab das Gremium grünes Licht für die Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplanes. Hümmer wies darauf hin, dass im Unterschied zu ortsfremden Betreibern, die gesamte zu erzielende Gewerbesteuer, die er auf 6000 bis 10 000 Euro schätzte, bei der Gemeinde Altenkunstadt verbleibe.

Im September hatte man noch keinen Beschluss gefasst. Als Begründung hatte der Bürgermeister damals angeführt, dass zunächst einmal ein Gesamtkonzept über geeignete Photovoltaikstandorte in der Gemeinde erstellt werden solle. Ein solches fehlt bis heute, was Vertreter der Freien Wähler scharf kritisierten. „Um Wildwuchs zu vermeiden, dürfen wir das Thema nicht vernachlässigen“, erklärte Georg Deuerling von den Freien Bürgern der Ortsteile (FBO).

Erst einmal grundsätzlich ein Konzept besprechen

Als Hümmer mitteilte, dass im März ein weiterer Antrag für eine Freiflächenanlage behandelt werde, klagte Deuerling: „Jetzt kommt schon wieder eine, ohne dass wir vorher grundsätzlich darüber diskutiert haben.“ Hümmers Kompromissvorschlag in der nächsten Sitzung vor den Antragstellern in einem separaten Tagesordnungspunkt über ein Gesamtkonzept zu diskutieren, befriedigte Deuerling nicht. Man könne ein solches übers Knie brechen. Hans-Werner Schuster (CSU) sprang dem Bürgermeister zur Seite: „Man kann nicht stundenlang darüber diskutieren.“ Rolf Gnatzy von der Freien Wähler Gemeinschaft hielt den Zuhörern den Sinn eines Gesamtkonzeptes vor Augen: „Wir sollten untersuchen, welche Flächen geeignet sind und ein stimmiges Gesamtkonzept erarbeiten.“ Dafür, so Gnatzy, solle man sich ein bis zwei Sitzungen Zeit nehmen. Eine Sichtweise, die auch Almut Schuhmann (SPD) teilte.

Mainecker Straße in Altenkunstadt wird saniert
Blühwiesen sind eine Augenweide und ein Schlemmerparadies für Insekten. Die Gemeinde Altenkunstadt hat sich am Blühpakt Bayern beteiligt. Foto: Stephan Stöckel

Der Bebauungsplan Gartenäcker in Maineck aus dem Jahre 1994 ist nicht mehr auf der Höhe der Zeit, was Baustil und Ökologie betrifft. Die d-invest GmbH, ein Tochterunternehmen der Dechant Hoch- und Ingenieurbau GmbH mit Sitz in Weismain, die Wohngebiete erschließt, will das ändern.

Die Zahl der Bauplätze soll von acht auf zwölf erhöht werden. Neben Einfamilienhäusern sind auch Doppelhäuser möglich. Prokurist Simon Ries stellte dem Gremium die Bedenken und Anregungen der Träger öffentlicher Belange und einiger Bürger vor.

Vorsorge für Starkregen-Ereignisse

Oberhalb des Baugebietes soll ein pädagogischen Reit- und Therapiezentrum entstehen. Um zu verhindern, dass von dort bei Starkregen Wasser in die Anwesen der Häuslebauer fließt, schlägt das Wasserwirtschaftsamt Kronach den Bau einer Mulde als kleinräumige Versickerungsanlage vor. Zusammen mit einem 50 Zentimeter hohen Erdwall wird der Vorschlag in die Planungen des Erschließungsunternehmens aufgenommen. „Das Wasser wird über die Mulde in das bestehende Grabensystem eingeleitet“, sagte Ries. Da es sich bei der Stichstraße des Baugebietes um eine Fortführung des bestehenden Röthenweges handelt, wird dieser Straßenname für das neue Areal übernommen.

 

Von Stephan Stöckel

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