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Leserforum: Warner vor dem Badbau sollen Farbe bekennen

Jetzt fallen langsam die Masken der Verhinderer-Parteien. Es scheint so, als ginge es gar nicht um die Kosten für ein Lehrschwimmbecken, sondern um Befindlichkeiten, nicht in Vertragsverhandlungen eingebunden worden zu sein. Denn bei allen anderen Projekten, stellen die Gemeinderäte die Zahlen von Architekten und Fachleuten nicht in Frage, sondern entscheiden aufgrund dieser Studien und Berechnungen. Beim Thema Lehrschwimmbecken jedoch, werfen einige Parteien mit Zahlen um sich, ohne dazu eine Quelle zu nennen.

Also entweder können die Parteien zu ihren Zahlen eine Quelle, wie etwa eine Studie von Fachleuten und Architekten vorweisen oder sie haben selbst Fachleute zum Thema Hallenbäder in ihren Reihen oder aber sie versuchen mit Fake-News Politik zu machen. Da bisher keinerlei Quellen als Beleg in den Berichten der SPD und Freie Wähler aufgeführt sind, scheint es sich leider um alternative Fakten ohne Grundlage zu handeln. Wie seriös sowas ist, kann jeder selbst beurteilen.

Denn die Zahlen, über die die Bürger von Altenkunstadt entscheiden sollen, sind von mehreren Fachleuten und Architekten mit jahrelanger beruflicher Erfahrung im Bäderbau ermittelt worden. Die Zahlen zum Betrieb wurden sogar mit Vergleichsbädern kontrolliert. Es existiert ein Hallenbad in Franken, das exakt mit dem Konzept der DLRG gebaut und betrieben wird.

Alle Zahlen sind für die Bürger auf der Internetseite der Gemeinde Altenkunstadt zugänglich. Warum veröffentlichen die Bad-Gegner keine Zahlen oder Studien? Oder sind ihre Zahlen möglicherweise nicht belegbar?

Im übrigen hat Burgkunstadt seiner Zeit das Freibad alleine renoviert und trägt alle Kosten, obwohl auch hier sicherlich Besucher aus anderen Gemeinden zu finden sind. Trotzdem hat Burgkunstadt eine Beteiligung am Lehrschwimmbecken zugesagt.

Es wurde in der Bürgerversammlung erklärt, dass nicht die Gemeinde das Bad betreiben soll, sondern der Betrieb ausgeschrieben wird. Wenn das Bad also nicht kommunal Betrieben wird, dann muss der Betreiber alle Betriebskosten tragen und nicht die Gemeinde. Warum das die Parteien nicht verstehen, bleibt rätselhaft, zumal auch dieser Umstand in der Versammlung von der SPD erfragt wurde.

Zum Vergleich: Wenn jemand eine Wohnung mietet, dann trägt er ja auch die Kosten für Wasser, Strom usw. und nicht der Vermieter.

Bevor der Landkreis den Haushalt wegen eines Schwimmbades ablehnt, dürfte wohl eine Erhöhung des Landkreis-Anteils stehen. Denn auch der Landkreis ist ja mit 500 000 Euro am Schwimmbecken beteiligt und somit ebenfalls „im Boot". Deshalb den Kommunalhaushalt abzulehnen, dürfte seitens des Landkreises auf wackligen Füßen stehen.

Liebe Parteien bedenkt: Ein Bad ist immer ein Projekt für die Region. Immerhin 17 000 Einwohner beziehungsweise 25 Prozent der Landkreisbevölkerung sind hierbei derzeit benachteiligt und das, obwohl wir am Obermain Schulregion sein wollen.

Thomas Schneider Burgkunstadt

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