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Leserforum: Lehrschwimmbecken steht allen Bürgern offen

Demo für ein Hallenbad in Altenkunstadt
„Damit aus unseren Kindern keine Generation von Nichtschwimmern wird, brauchen wir ein Lehrschwimmbecken“, appelliert die DLRG Burgkunstadt. Foto: Roland Dietz

Als DLRG-Burgkunstadt sind wir verwundert und überrascht, dass sich die Freien Wähler Burgkunstadt um ein mögliches Lehrschwimmbecken in Altenkunstadt sorgen. Fast 20 Jahre war das Thema der FW-Fraktion doch nur ein Dorn im Auge. Um die vielen inhaltlichen Fehler korrekt darzustellen, möchten wir direkt Stellung dazu nehmen.

Bereits von 2005 bis 2010 hat die DLRG das ehemalige Kathi-Baur-Bad erfolgreich betrieben. Auch während dieser Zeit wurde der Wachdienst im Kunomare durchgeführt. Und natürlich wird dieser auch in Zukunft sichergestellt werden – genauso zuverlässig, wie in den letzten 65 Jahren. Die Dienstzeiten sind im übrigen vertraglich zwischen Stadt Burgkunstadt und DLRG geregelt. Die Freien Wähler sollten so etwas wissen, den aktuellen Vertrag hat schließlich Altbürgermeister Petterich (FW) unterzeichnet. Die Freien Wähler hätten sich diesbezüglich gerne bei der DLRG informieren dürfen.

Ein Lehrschwimmbecken wird selbstverständlich auch der Bevölkerung zum Schwimmen zur Verfügung stehen, unabhängig von der Schul- und Vereinsnutzung. Auch das alte Hallenbad war ein Lehrschwimmbecken und auch dort waren öffentliche Badezeiten möglich – genauso übrigens, wie in allen anderen Bädern, die als Lehrschwimmbecken gebaut wurden, etwa in Küps, Michelau usw. Der Name Lehrschwimmbecken mag für die Freien Wähler irreführend sein, rührt aber von der staatlichen Förderung über das Kultusministerium her. Auch das kleinere Becken im Merania Hallenbad ist ein Lehrschwimmbecken und auch über dem Burgkunstadter Lehrschwimmbecken stand in großen Buchstaben „Hallenbad".

Dass es zum öffentlichen Badebetrieb zwingend einen Bademeister braucht, ist ebenfalls eine Falschaussage. Wie bereits im alten Hallenbad in Burgkunstadt und auch in Küps und unzähligen anderen Schwimmbädern in Bayern, sichern die Rettungsschwimmer von DLRG und Wasserwacht die Badegäste ab, ganz ohne Bademeister. Im übrigen sind fünf Mitglieder der DLRG beruflich zum Fachangestellten für Bäderbetriebe qualifiziert.

Warum nicht mehr Schwimmkurse im Freibad stattfinden, lässt sich anhand des diesjährigen Sommers sehr schön erklären. Bei schönem Wetter ist das Bad derart voll, das man einen Schwimmkurs im Becken kaum unterbekommt, ohne den Badebetrieb zu stören. Und bei schlechtem und kühlem Wetter erklärt sich die Lage im Freibad von selbst. Auch weiterhin werden wir, als DLRG, Schwimmkurse im Freibad anbieten, sofern es die Witterung zulässt. Die Sommermonate bzw. Badesaison von nur wenigen Monaten deckt aber nicht den Bedarf, den es im oberen Landkreis gibt.

Abschließend ein herzliches Dankeschön für die gute Zusammenarbeit im Kunomare an die Stadtverwaltung und Bürgermeisterin Frieß sowie das Personal im Freibad. Vorstand und Fraktion der Freien Wähler sind herzlich eingeladen, sich über die Arbeit der DLRG und die Zahlen zum geplanten Lehrschwimmbecken bzw. Hallenbad aus erster Hand zu informieren. Dann können auch die Freien Wähler aus Burgkunstadt über Fakten diskutieren und müssen nicht über FakeNews und Unwahrheiten spekulieren.

Werner Schneider 1. Vorsitzender DLRG Burgkunstadt

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