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BURGKUNSTADT

Keine weiteren Blitzer in Ortsdurchfahrten

Blitzer
Gegen zusätzliche Möglichkeiten der Geschwindigkeitsüberwachung, etwa durch „Blitz-Anhänger“, die eine Woche lang an bestimmten Straßen installiert werden könnten, hat sich der Stadtrat Burgkunstadt ausgesprochen. Foto: Daniel Reinhardt/DPA

Abgelehnt hat der Stadtrat eine semi-stationäre Geschwindigkeitsüberwachung. Angedacht waren vier einwöchige Messungen vor allem auf der B 289 und den Ortsdurchfahrten. Die Kosten von rund 25.000 Euro im Jahr hätten durch die eingenommenen Bußgelder ausgeglichen werden können, wie Bürgermeisterin Christine Frieß erläuterte. Eine stationäre Blitzanlage würde dagegen mit rund 100.000 Euro im Jahr zu Buche schlagen.

„Wir wollen die Bürger nicht abkassieren, wenn nicht klar ist, was wir damit erreichen.“
Susanne Bock von Wülfingen, Zweite Bürgermeisterin (FW)

„Wir wollen die Bürger nicht abkassieren, wenn nicht klar ist, was wir damit erreichen“, kritisierte Zweite Bürgermeisterin Susanne Bock von Wülfingen (FW). Sie forderte stattdessen, zusammen mit der bereits eingesetzten kommunalen Verkehrsüberwachung ein Konzept zu erarbeiten, „das die Bürger nicht abzockt.“ Es gehe vor allem um die Lärmbelästung in der Nacht, da in den Ortsdurchfahrten zu schnell gefahren werde, erklärte Geschäftsleitender Beamter Sven Dietel.

Während Dieter Schmiedel (SPD) befand, die kommunale Überwachung reiche aus, meinte Günter Knorr (CSU), dass nachts mehr kontrolliert werden sollte. Für stationäre Blitzer sprach sich Marco Hennemann (CSU) wegen des Gewöhnungseffekts aus und Bernarda Callens (Grüne) bemängelte fehlende Informationen zu Alternativen wie stationären Anlagen.

Beschlossen wurde die Anschaffung von Ersatzpumpen für die Tiefbrunnen IV, V und VI der Wasserversorgung für 34.983 Euro von der Firma Wilo aus Hof. Ebenso eines Druckbehälters für das Pumpwerk Kaltenreuth von der Firma Wilo und eines befahrbaren Wasserzählerschachts zur Überwachung des Netzes auf Lecks für 19.900 Euro von der Firma Hawle.

Die Bauriuine am Bauershof 2 hat die Stadt verkauft. Vorgesehen ist eine Nutzung als Musikschule und Kreativtreff. Foto: Gerhard Herrmann

Die Stadt hat das Anwesen Bauershof 2 an die Fima Klimke Immobilien GbR verkauft, wie Bürgermeisterin Christine Frieß mitteilte. Per Dringlichkeitsanodnung hat sie iPads für die Grundschule im Wert von 39.330 Euro im Rahmen des Digitalpakts der Staatsregierung bestellt.

Ärger über Verschmutzungen auf dem Festplatz

Bürger beklagten zunehmende Verschmutzungen des Festplatzes vor allem bei den Sitzbänken, berichtete Dieter Schmiedel. Der Bauhof soll nun öfter reinigen und auf Vorschlag von Drittem Bürgermeister Manfred Hofmann wird die Polizeiwache in Altenkunstadt gebeten, öfter zu kontrollieren.

Das Rathaus soll nach Pfingsten wieder für die Bürger geöffnet werden, kündigte die Bürgermeisterin auf Nachfrage von Susanne Bock von Wülfingen an.

Die Verwendung von Umweltschutzpapier durch die Verwaltung, um mit gutem Beispiel voranzugehen, regte Bernarda Callens an.

Wie soll die Stadt mit dem Erbe der Nazi-Vergangenheit umgehen?

Auf die Nähe der Heimatdichterin Kuni Tremel-Eggert zur Ideologie der Nazi-Diktatur weist eine von der Stadt angebrachte Tafel in der ihr gewidmeten Straße hin. Foto: red

Eine Tafel mit Informationen über die Nähe der Heimatdichterin Kuni Tremel-Eggert zur Nazi-Diktatur hat die Stadtverwaltung an der ihr gewidmeten Straße anbringen lassen. Eine weitere Tafel weist an der Grundschule auf die Herkunft der Reste von Nazi-Emblemen an der Fassade hin. Die Schilder waren auf Wunsch von Bürgern und Empfehlung des Bezirksheimatpflegers Professor Günter Dippold vom Institut für Landesgeschichte erstellt worden. Warum nicht auch eine Tafel am ehemaligen Wohnhaus der Dichterin angebracht wurde, wollte Dr. Ulrike Dinglreiter (BV) wissen. Sie regte eine Diskussionsveranstaltung mit Bürgern über den Umgang mit der Nazi-Vergangenheit in Burgkunstadt an.

Von Gerhard Herrmann

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