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ALTENKUNSTADT

Katastrophale Situation am Fachmarktzentrum

Bei Schichtwechsel strömen hunderte von Mitarbeitern der Firma Baur von ihren Arbeits- zu ihren Parkplätzen und umgekehrt. Das stellt Autofahrer, die in das Fachmarktzentrum einbiegen oder aus ihm herausfahren wollen, auf eine Geduldsprobe, hat doch der Fuß- und Radverkehr auf dem Geh- und Radweg Vorrang. Zudem kommt es zu brenzligen Situationen. Maximilian Deuber (FWG) sprach im Bauausschuss von einer „katastrophalen Situation“.

Die Beschäftigten, die auf dem Firmenparkplatz in der Strössendorfer Straße parken, werden über eine Verkehrsinsel zur Firma Baur geleitet. Es sind vor allem die Mitarbeiter, die ihre Fahrzeuge in der Theodor-Heuß-Straße parken, die den Geh- und Radweg benutzen. Falschparker, die bis vor kurzem vor der Aus- und Einfahrt des Fachmarktzentrums parkten, hatten das Problem noch verschärft, in dem sie die Sicht versperrten, so dass mancher bei der Ausfahrt auf dem Geh- und Radweg auf eine Lücke im fließenden Verkehr wartete. Das ist nicht erlaubt. Stephanie Dittrich (Bündnisgrüne) wies darauf hin, dass das Problem inzwischen entschärft worden sei. Auf der Fahrbahn wurden Markierungen angebracht, die eine Sperrfläche ausweisen, auf der nicht geparkt werden darf.

Sinnvoll wäre es, , den Geh- und Radweg entlang des Fachmarktzentrums rot zu markieren, wie es der verstorbene Gemeinderat Robert Fiedler immer wieder gefordert hatte. Dadurch soll den motorisierten Verkehrsteilnehmern signalisiert werden, dass Radfahrer und Fußgänger Vorrang haben. Allerdings hatten sich bei einer Verkehrsschau Polizei, staatliches Bauamt und Landratsamt dagegen ausgesprochen. Damals war der Fußgängerverkehr allerdings um ein Vielfaches geringer, da die Mitarbeiter der Firma Baur auf dem Parkplatz hinter dem alten Lagergebäude parkten, der einem Shuttle-Lager weichen musste.

Fußläufige Verbindung vom Parkplatz schaffen

„Das Sicherheitspersonal des Versandhauses sollte regelnd eingreifen, um die Situation zu entschärfen“, schlug Deuber vor. Diese seien dazu nicht berechtigt, erwiderte Bürgermeister Robert Hümmer (CSU). Deuber blieb dabei: Man müsse eine Lösung finden. Hümmer sieht nur eine Lösung: „Man müsste eine fußläufige Verbindung vom Parkplatz zur Firma Baur zwischen dem Discounter Lidl und dem Supermarkt Rewe schaffen. Das müsste man sich vor Ort mit Baur-Vertretern anschauen.“

Winzige Eigenheime, Tiny Houses genannt, sind kein Milliardenmarkt. Aber es gibt die Liebhaber der kleinen Häuser, die ihrem Geldbeutel durch weniger Kosten und der Umwelt durch weniger Verbrauch etwas Gutes tun wollen. Einer möchte in Altenkunstadt in dem privaten Wohngebiet, das zwischen Altenkunstadt und Woffendorf entstehen soll, ein solches Häuschen zwischen einem vierstöckigen Mehrfamilienhaus und zweistöckigen Einfamilienhäusern errichten. „Das ist für mich ein gewöhnungsbedürftiger Anblick“, sprach der Bürgermeister vielen Räten aus der Seele.

Antrag auf Tiny House wird kein Einzelfall bleiben

Widerspruch kam aus seiner eigenen Fraktion. Angesichts steigender Immobilienpreise prognostizierte Gunther Czepera einen Trend hin zu kleinen Häusern. Man werde sich zukünftig öfter mit solchen Bauanträgen zu befassen haben. Manche Gartenhäuser seien auch nicht viel kleiner als ein Tiny House. Und dagegen rege sich kein Widerstand, argumentierte er.

Georg Deuerling (FBO) stufte den baulichen Lückenschluss zwischen Altenkunstadt und Woffendorf, dessen Bebauungsplan zweigeschossige Häuser vorsieht, als ungeeignet für kleine Eigenheime ein. Sein Vorschlag: Man sollte ein extra Wohngebiet für Tiny Häuser errichten. Ein Gedanke, den auch Frank Manzer (CSU) teilte. Die Bauvoranfrage wurde mit sieben zu drei Stimmen abgelehnt.

In Burkheim wurden vor Jahren die Schieber und Schächte der Kanäle und Wasserleitungen erneuert. Walburga Kraus (CSU) berichtete von unerträglichem Geklapper, wenn der Verkehr darüber rollt. Im Rahmen der Gewährleistung soll nun überprüft werden, ob bei der Sanierung alle Toleranzwerte hinsichtlich einer Lärmbelästigung eingehalten wurden. Der Radweg von Altenkunstadt nach Pfaffendorf macht beim Röhriger Kreisel, wo sich auch noch eine Hecke befindet, einen uneinsichtigen Knick. Mit einer Mittellinie soll die Gefahrenstelle, auf die Dittrich hingewiesen hatte, entschärft werden.

Sonnenschutz für die Grundschule, Pflaster für den Etterweg

Der Bauausschuss vergab den Auftrag für einen Sonnenschutz an der Grundschule an die Sitzmann GmbH aus Schlitz für 45.015 Euro, Maler und Lackierarbeiten an die Hirsch GmbH aus München (42.482 Euro). Im EDV-Raum der Mittelschule führt die Lichtenfelser Firma Storath Bodenbelagsarbeiten für 4397 Euro aus, Farben Beck aus Burgkunstadter streicht den Raum für 2797 Euro. GaLa-Bau Christa aus Altenkunstadt pflastert den Etterweg zur Langheimer Straße für 48.239 Euro. 11.341 Euro kostet die Sanierung der Heizung in der Schlesierstraße, Altenkunstadt.

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