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ARNSTEIN

Jeder kann ein Ton in Gottes Melodie sein

Die Arnsteiner Kommunionkinder mit Diakon Konrad Funk (re.) und Pfarrer Gerhard Möckel (hinten). Foto: Roland Dietz

Eine bewegende Erstkommunionfeier erlebten fünf Kinder aus der Pfarrei Arnstein. Unter den Vorgaben der Infektionsschutzmaßnahmen (mit Infektionsschutzmasken und Sicherheitsabstand) wurden sie, ihre Eltern und Paten vom Arnsteiner Kindergarten unter den Klängen der Blaskapelle Kauper und Glockengeläut in die festlich geschmückte Kirche St. Nikolaus begleitet.

Pfarrer Gerhard Möckel erklärte den Kindern, dass sie in einer nicht einfachen Zeit zum ersten Mal an den Tisch des Herrn geladen seien. Die ganze Gemeinde sei darüber erfreut und sichtlich bewegt, dieses eigentlich zu Ostern begangene Fest nun doch feiern zu können, um mit Jesus das Mahl zu halten. Das Lied „Beginne du all meine Tage – sei bei mir jeden Augenblick“, das Sängerin Barbara Reinlein, begleitet von Organist Peter Schütz, interpretierte, passte wunderbar dazu, als die Kinder ihre Kerzen an der Osterkerze entzündeten. Schon in den Kyrierufen, die die vortrugen ,wurde das Thema der Kommunionfeier deutlich: „Wir sind Gottes Melodie.“

Wie ein Lied aus vielen Noten besteht, so geht es nur gemeinsam

So wie ein Lied aus vielen Noten besteht, sei es auch im Leben: Wenn es mal mit Tönen nicht so gut klappt, sei es gut, die Lebensmelodie Gottes mit ihren vielerlei Tönen zum Klingen zu bringen. Beim „Laudate si, o mi signore“ und dem Lied „Jesus Christ, you are my life“ klatschten und bewegten sich alle mit. Die Lesung aus der Apostelgeschichte, war an das letzte Abendmahl angelehnt. „ Du bist ein Ton in Gottes Melodie, ein schöner Ton in seiner Symphonie“, war das darauffolgende Lied.

Diakon Konrad Funk erklärte, wie wichtig das Licht Gottes zur Hinführung seiner Melodie sei. Anhand eines brennenden Teelichts, das ohne Sauerstoff wieder ausgeht, wussten die Kinder schon, was man außer Luft zum Leben braucht: Nahrung, Familie und Freunde. Aber über allem stehe jedoch Gottes Liebe, die Geborgenheit, Unterstützung und Trost von Menschen, die man gerne hat, bringe. In der Eucharistie wie bei der Erstkommunionfeier könnten die Menschen mit Gott in Kontakt treten.

„Gott schenkt sich und seine Liebe den Menschen als Geschenk eines kleinen gebrochenen Brotes“, sagte der Diakon. Diese Liebe werde auch spürbar, wenn sich Menschen ihrer Nächsten in jeder Lebenslage annehmen, keine Vorurteile haben oder Gutes tun. Dann werden Bausteine in Gottes Lebensmelodie entstehen.

Gemeinsam für ein gerechtes Miteinander eintreten

Zusammen erneuerten die Erstkommunionkinder ihr Taufversprechen. Die Fürbitten trugen die Kinder ebenfalls gemeinsam vor. In der Bitte um eine bessere Welt sollten alle im Geiste Gottes für ein gerechteres Miteinander eintreten. Dazu sollten sie sich großen Aufgaben stellen, denn die anstehenden Aufgaben könnten nur miteinander gelöst werden. Ein Gebet der Paten in dem sie bekräftigten ihre Schützlinge weiter im christlichen Sinne zu begleiten, schloss sich an.

Mit dem Wunsch, dass der Glauben ein Stück weit in der Erstkommunion wachse, um die Freundschaft zu Gott weiterzuführen und seine Melodie zu spielen, endete der Gottesdienst. Dank galt besonders Diakon Konrad Funk und Religionslehrerein Susanne Witzgall, die die Kinder vorbereitet hatten, Sängerin Elisabeth Reinlein und Organist Peter Schütz, der Blasmusik Kauper sowie allen, die die Kirche geschmückt und vorbereitet hatten.

Von Roland Dietz

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